Rastatt/Berlin Bahn-Unternehmen fordern wegen Rheintal-Sperrung Millionen

Wegen der siebenwöchigen Sperrung der Rheintalbahn bei Rastatt verlangen einige Eisenbahn-Unternehmen von der Deutschen Bahn Schadenersatz in Millionenhöhe.

In einem Schreiben der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben  an den Vorstand der DB Netz AG heißt es: "Bisher blieben alle Hilferufe des Sektors zur Bewältigung der finanziellen Folgen der Havarie unbeantwortet." Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) hatte mit zwei Dutzend Verbänden wiederholt um kurzfristige staatliche Hilfe unter anderem bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gebeten -bislang vergeblich. Die Firmen beklagen teils existenzbedrohende Ausfälle wegen der noch bis Montag gesperrten wichtigen europäischen Transportroute, auf der sonst täglich bis zu 200 Güterzüge fahren.

Das NEE pocht auf einen kurzfristigen Ersatz von einem "Großteil der durch die Havarie entstandenen Schäden". Erlösausfälle und Mehrkosten bei Umleitungen summieren sich nach Schätzungen des Verbands allein für die Bahn-Unternehmen im Güterverkehr auf rund 100 Millionen Euro.

Grundsätzlich haben Unternehmen, die bei der Bahn langfristig eine Trasse gebucht haben, nach NEE-Angaben einen Schadenersatz-Anspruch. Wenn dieser aber gerichtlich durchgesetzt werden muss, dürften Jahre ins Land gehen. Keine Chance auf Schadenersatz haben Betreiber von Zügen für kurzfristig beauftragte Transporte. In diesem wachsenden Segment würden aber Trassen bestellt, weshalb diese Firmen nun am stärksten betroffen seien. Die Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden ist nach einer Tunnel-Havarie seit dem 12. August gesperrt.

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