Rastatt
Trickbetrug: Ältere Russin fällt auf "Schockanruf" rein
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Rastatt (pol/mda) - Das Opfer eines sogenannten "Schockanrufs", einer Betrugsvariante des bekannten Enkeltricks, wurde am Dienstagmorgen um 10.30 Uhr eine 78-jährige russische Aussiedlerin. Ein Mann hatte bei ihr angerufen und behauptet, ein Enkel von ihr hätte einen Unfall gehabt, bei dem ein fremdes Kind verletzt wurde. Die "geschockte" Geschädigte übergab dem Mann schließlich Bargeld. Die Polizei Rastatt warnt vor der Betrugsmasche.
Seine veränderte Stimme erklärte der Mann am Telefon mit Unfallverletzungen im Gesicht. Für sofortige Operationsmaßnahmen würden mehrere tausend Euro benötigt. Wenn bezahlt würde, würde auf eine Anzeige verzichtet werden. Das berichtet die Polizei Rastatt.
Trickbetrüger gesucht
Kurz nach dem Telefonat händigte die "geschockte" Geschädigte einem jungen Mann, der an ihrer Wohnungstür geläutet hatte, einen Bargeldbetrag aus. Dieser Trickbetrüger war etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, etwa 30 Jahre alt und hatte dunkle, kurze, lockige Haare und eine schlanke Figur. Er gab an, lettischer Staatsbürger zu sein.
Am selben Tag wollten die Trickbetrüger eine 42-jährige Frau aus dem russischen Sprachraum auf die gleiche Art und Weise um ihr Geld bringen. Diese wurde jedoch sofort misstrauisch und als sie gezielt Fragen stellte, legte der Betrüger auf. Auf die gleiche Art und Weise wurden bereits Straftaten in Baden-Baden und Bühl begangen.
Tipps von der Polizei:
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
- Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
- Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.
Weitere Informationen unter www.polizei-beratung.de
Siehe auch:
Enkeltrick: Vier neue Fälle - Polizei warnt vor Betrügern
Enkeltrick: Regierungspräsidium Karlsruhe warnt vor neuer Masche



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