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Rastatt/Baden-Baden Umfrage der Polizei: Bürger finden Rastatter Bahnhof unheimlich

Im vergangenen Jahr hat die Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden eine Befragung durchgeführt. Sie wollte wissen: Wie zufrieden sind die Rastatter und Baden-Badener mit der Polizei? Die Ergebnisse stehen jetzt fest: Die Bürger stellen der Polizei ein gutes Zeugnis aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Ein insgesamt sehr positives Ergebnis erbrachte die Bürgerbefragung der Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden, die vom 7. bis 25. November 2011 im Rahmen eines landesweiten Projektes erstmals durchgeführt wurde.

Eine Bürgerbefragung fand bei allen 37 Polizeidirektionen beziehungsweise Polizeipräsidien in Baden-Württemberg statt, die zukünftig in regelmäßigen Zeitabständen wiederholt werden soll, teilt die Polizei Rastatt/Baden-Baden mit.

1.000 Bürger im Alter ab 18 Jahren waren ausgewählt, die von speziell geschulten Polizeimitarbeiterinnen telefonisch interviewt wurden. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Angerufenen so positiv auf unsere Befragung reagieren", so äußerte sich eine der freiwilligen Interviewerinnen, die normalerweise andere Aufgaben innerhalb der Polizei wahrnimmt.

Tagsüber fühlen sich die Bürger sicherer

90 Prozent der Befragten fanden es richtig, dass die Polizei die Meinung der Bürger einhole. Themen der Befragung waren schwerpunktmäßig die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit der Bürger mit der Polizei sowie das subjektive Kriminalitätsempfinden und das Sicherheitsgefühl.

Erfreulich sei, dass sich die meisten Bürger - nämlich 95,7  Prozent - im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden tagsüber in ihrer Wohngegend sicher fühlen. Erwartungsgemäß lag die "gefühlte Sicherheit" bei Dunkelheit mit 79,6 Prozent niedriger. Insbesondere die befragten Frauen fühlten sich bei Dunkelheit tendenziell etwas unsicherer als Männer.

Bürger haben mehr Angst vor einem Verkehrsunfall als vor einer Straftat

81,5 Prozent der Bevölkerung führten an, dass es keine bestimmte Örtlichkeit gäbe, die sie aus Angst meiden würden. Der Rest empfindet vorwiegend die Bahnhofsbereiche als unsicher. "Uns ist das Sicherheitsempfinden aller Bürger im gesamten Dienstbezirk sehr wichtig. Deshalb werden gerade auch diese Örtlichkeiten durch Kräfte unserer Polizeireviere sowie der ebenfalls zuständigen Bundespolizei gezielt bestreift. Aus Sicht der Polizeilichen Kriminalstatistik gibt es im gesamten Zuständigkeitsbereich keine Gebiete, die man meiden müsste", so der Leiter der Polizeidirektion, Kurt Wintermantel.

Die Befragung hätte auch ergeben, dass die Bürger mehr Angst davor haben in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden (25,1 Prozent) als Opfer einer Straftat (15,2 Prozent) oder eines Terroranschlags (9,7 Prozent) zu werden. Das Thema Verkehrssicherheitsarbeit hat daher bei der Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden eine hohe Gewichtung. Neben den Polizeirevieren wird dieser Themenkomplex durch die im gesamten Dienstbezirk zuständige Verkehrspolizei und das Autobahnpolizeirevier betreut.

Es gibt genug Polizei auf den Straßen

Ein weiteres Ergebnis der Auswertung ist, dass die Bürger grundsätzlich mit der Präsenz der Polizei zufrieden sind (70,5 Prozent). "Wir sind erfreut, dass die meisten Bürger mit unseren Präsenzmaßnahmen zufrieden sind", sagt der Leitende Polizeidirektor.

Auf die Frage, welche Qualität die Polizeiarbeit habe, wurden die Befragten gebeten Schulnoten auf einer Skala von eins "sehr gut" bis fünf "mangelhaft" zu vergeben. Hierbei hätten 80,4 Prozent der Bevölkerung die Note eins oder zwei gegeben. Auch bei dem Ansehen der Polizeiarbeit attestierten 80,7 Prozent die Note zwei und besser. Dies sei besonders bemerkenswert, da Kontakte mit der Polizei häufig mit negativen Ereignissen oder Begleitumständen verbunden seien.

Gute Schulnoten für den Freund und Helfer

"Insbesondere diese beiden Bereiche lagen mir bei der Auswertung am Herzen. Sowohl beim Ansehen als auch bei der Qualität der Polizeiarbeit liegen wir im landesweiten Vergleich unter allen Polizeidirektionen beziehungsweise Polizeipräsidien im absoluten Spitzenfeld", so Wintermantel.

Durch das Ergebnis sieht die Polizeidirektion ihre bisherige strategische Ausrichtung bestätigt und kann die gewonnenen Erkenntnisse dazu nutzen, "noch effektiver das Vertrauen der Bürger in die Polizei auf diesem hohem Niveau zu erhalten", heißt es in der Pressemitteilung.

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