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Rastatt Russischer Schockanruf: 81-jähriger Mann um mehrere tausend Euro betrogen

Wie die Polizei Rastatt/Baden-Baden mitteilt, kam es am Wochenende in Rastatt erneut zu sogenannten Schockanrufen bei älteren Menschen. Am Sonntag kam es so zwischen 10 und 14 Uhr erneut zu insgesamt sechs Anrufen bei Bewohnern aus der ehemaligen Sowjetunion, bei denen von einem Anrufer vorgespiegelt wurde, dass ein Familienmitglied einen Unfall gehabt habe, wobei ein Kind zu Schaden gekommen sei. Ein 81-jähriger Mann wurde hierbei um mehere tausend Euro betrogen.

Für eine durchzuführende Operation beziehungsweise um einer möglichen Haftstrafe zu entgehen, sei ein hoher Bargeldbetrag notwendig, den die Angerufenen in den nächsten Minuten einem Abholer übergeben sollten, so die Polizei weiter.

Zur Untermauerung der Forderung wird vorgegeben, dass ein Anwalt in dieses Verfahren eingeschaltet sei. Während es bei fünf Anrufen zu keinem Schadensfall kam, wurden von einem 81-jährigen Geschädigten nach diesem Anruf an einen Unbekannten mehrere tausend Euro übergeben. Der Abholer war ca. 180 – 190 cm groß, von schlanker Statur, hatte blonde Haare, auffällig war die unreine Haut (Akne) im Gesicht. Der Mann trug schwarze Jeans und eine schwarze Jacke und führte eine Tasche mit sich.

Die Personenbeschreibung deckt sich mit einem Abholer in der vergangenen Woche bei einem Schadensfall in Baden-Baden, so die Polizei weiter. Seit Montag, 11. Juni, wurden der Polizei aus Rastatt, Baden-Baden und Bühl insgesamt zwölf dieser Anrufe angezeigt. In vier Fällen wurden Personen geschädigt, die mehrere tausend Euro für Angehörige, die sich angeblich in Not befanden, an unbekannte Abholer ausgehändigt. Das Fachdezernat der Kriminalpolizei führt die Ermittlungen und nimmt Hinweise unter Tel. 07221/680-0 entgegen.

Die Polizei rät zur Vorsicht und gibt folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • nformieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.
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