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Mannheim/Stuttgart Rastatter Tunnelunfall: Hermann kritisiert Bahn heftig

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat das Krisenmanagement der Bahn nach der Havarie an der Rastatter Tunnelbaustelle heftig kritisiert. " Die Bahn ist einfach in der Kommunikation zu langsam. Da sind sie noch der alte Staatsbetrieb sagte er dem "Mannheimer Morgen" am Dienstag.

Man brauche in solchen Fällen einen Krisenplan. "Da könnte man schon die Risiken und mögliche Zwischenfälle kalkulieren und durchspielen."

Der Minister äußerte sich auch verärgert über das Schienenkonzept der Bundesregierung. Im neuen Bundesverkehrswegeplan seien alle Vorschläge aus Baden-Württemberg zur Beseitigung von Engpässen abgelehnt worden. "Es rächt sich jetzt auf fatale Art und Weise, dass das Netz so ausgedünnt ist.

Hermann kritisiert Dobrindt: Lange Kette der Versäumnisse

Nur die Hauptstrecken sind modern. Nebenstrecken sind nicht elektrifiziert, nur eingleisig und weisen Engpässe auf." Das sei eine lange Kette der Versäumnisse, die nicht nur der amtierende Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), sondern auch seine Vorgänger und die jeweiligen Regierungskoalitionen zu verantworten hätten. "Wir wollen den Unfall zum Anlass nehmen, um zu sagen: Leute, da muss was passieren", sagte Hermann.

Für die Zeit nach der Bundestagswahl kündigte der Grünen-Politiker einen Vorstoß an, um für Güterzüge mehr alternative Strecken zu schaffen. "Es ist überfällig, dass die nächste Bundesregierung ein umfassendes Ausbau- und Modernisierungsprogramm realisiert."

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Kommentare (20)
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  •   Crackerjack
    (1358 Beiträge)

    So der Herr Hermann kritisiert die Bahn heftig.
    Mein Freund wohnt in Buehl und kritisiert die Bahn ebenfalls. Der heist jedoch Friedrich und keine Sau ist daran interessiert.
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  •   myopinions
    (761 Beiträge)

    ..............irgendwie hat der
    Hermann ja recht.

    Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass die Bahn ein "Saustall" ist.

    Daran nicht unschuldig sind ganz sicher die unzähligen, wichtigtuerischen Knalltüten, wie beispielsweise dieser farblose und bestimmt "bahnunerfahrene" Roland Pofalla.
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  •   schmidmi
    (363 Beiträge)

    Die Bahn
    kann da wahrscheinlich weniger dafür.
    Lest mal das hier:
    Züblin
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  •   EmilyHobhouse
    (881 Beiträge)

    Risiken
    Eben, die Risiken waren bekannt. Gerade wegen Köln, man musste damit rechnen. Die Verantwortlichen haben aber nicht damit gerechnet, sonst gäbe es jetzt Ausweichrouten. Dafür ist die Bahn verantwortlich und somit deren Chef, der Bundesverkehrsminister.
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  •   schmidmi
    (363 Beiträge)

    Es ist eben etwas anders
    Die Rheintalbahn war als Umleitung für die gesperrte Gäubahn vorgesehen und nicht umgekehrt.
    Und eine Umleitungsstrecke für die Umleitung gibt's im Straßenverkehr auch nicht.
    Da bricht dann auch alles zusammen.
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  •   EmilyHobhouse
    (881 Beiträge)

    Endeffekt
    Das bleibt sich doch gleich, gefahren kann jetzt auf beiden Strecken nicht. Man sollte erst die eine, dann die andere Strecke bauen. Die, die schneller fertig wird zuerst.
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  •   schmidmi
    (363 Beiträge)

    Das sehen
    Controller (Excel-Manager) aber grundsätzlich immer gaaaanz anders
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  •   Mondgesicht
    (1515 Beiträge)

    Der werte Herr Hermann
    nimmt den Mund ziemlich voll. Als ob die Grünen irgend etwas besser hinbekommen hätten. Wir hatten auch Zeiten einer rot-grünen Bundesregierung, und die haben es auch nicht besser oder schlechter gemacht. Schließlich kostet der Ausbau von Bahnstrecken Millionen und das Geld wächst nicht auf Bäumen.

    Ja, es ist Wahlkampfzeit und die Grünen liegen in den Umfragen bei schlechten Werten von gerade 7 oder 8 Prozent. Da muss man schon mal Stimmung machen nach dem Motto: böser Dobrindt, unfähige Bundesregierung. Das ist ein leicht durchschaubares politisches Geplänkel.
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  •   VielVorNixDahinter
    (67 Beiträge)

    Wie schön ...
    ... dass es bei Herrn Herrmann wenigstens zum Nörgeln reicht. Wie dick wohl der grüne Schutzmantel um die Angelegenheit sein dürfte, wäre der Verkehrsminister im Bund ein Parteifreund - erst recht so kurz vor der Wahl.

    Nein, ich bin kein Fan von Herrn Dobrindt. Ich kann nur zwischen schwarzem und grünem Parteienfilz keinen Unterschied feststellen - außer vielleicht einer Variation in der Duftnote.
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  •   EmilyHobhouse
    (881 Beiträge)

    Demokratie
    So ist das eben in einer Demokratie, dagegen ist doch nichts einzuwenden. Wäre Hermann Bundesverkehrsminister müsste er sich die Schelte anhören. Ist doch richtig so. Das Resort ist nun mal seit 2009 in der Hand der CSU, davor 10 Jahre lang SPD. Und Hermann hat mit seiner Kritik recht.
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