Polder bietet Schutz vor Hochwasser - erste Untersuchungsergebnisse vorgestellt
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Rastatt (ps) - Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist Betreiber des Rheinpolders Söllingen/Greffern, einer Hochwasserschutzmaßnahme in der Altaue südlich von Rastatt. 2007 wurde mit umfangreichen Untersuchungen begonnen - die Ergebnisse wurden jetzt vorgestellt.
Zu den Untersuchungsergebnissen der Jahre 2007 und 2008 wurde dabei zusammenfassend festgestellt, dass die Prognose aus den Umweltverträglichkeitsstudien zum Polderbau, nämlich dass überflutungsangepasste, auentypische Tiere und Pflanzen durch die ökologischen Flutungen zunehmen und aueuntypische Arten abnehmen werden, bei einigen Indikatoren bereits nach dieser kurzen Zeit gut bestätigt werden konnte. Zu einer Absicherung seien jedoch weitere Erhebungen unerlässlich. Im Vergleich zu früheren anderweitigen Untersuchungen habe die Zahl der Fischarten im Polder deutlich zugenommen. Gesondert werden regelmäßig seit 2006 im Polder die Stechmücken durch die KABS erfolgreich bekämpft und untersucht.
580 Hekter Fläche und zwölf Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen
Die bisherigen Ergebnisse zeigten aber auch deutlich die Notwendigkeit, die ökologischen Flutungen für die Anpassung der Lebensgemeinschaften auf zukünftige Überflutungsereignisse fortzusetzen und insbesondere auch in die Vegetationszeit einzubeziehen.
Der im Rahmen des Integrierten Rheinprogrammes gebaute Rückhalteraum hat eine Fläche von 580 Hektar und ein Fassungsvermögen von zwölf Millionen Kubikmeter Rheinwasser. Er soll - zusammen mit weiteren bereits umgesetzten oder geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen am Oberrhein - den Schutz der Bevölkerung vor einem 200-jährlichen Hochwasserereignis sicherstellen. Nach Investitionen von etwa 76 Millionen Euro und einer Bauzeit von sieben Jahren wurde der Polder im November 2005 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Seitdem läuft der Probebetrieb, der Voraussetzung für das endgültige Betriebsreglement ist.
Mehr zu: Rhein Überschwemmung Polder
- (1 Beiträge) | 02.07.2009 19:39Rückhalteraum schützt - viele!Es sollte an dieser Stelle einmal gesagt werden:
Auch weitab vom Musterländle werden die Anstrengungen zur nachhaltigen Verringerung des Hochwasserrisikos am Rhein aufmerksam (und dankbar) registriert.
Nur wenn es gelingt, möglichst alle Rheinanlieger zu solidarischem Handeln zu gewinnen, könner IRP und Aktionsplan Hochwasser der IKSR doch noch Erfolg haben.
Und es ist gut, daß den heftigen Vorurteilen gegen ökologische Flutungen mehr und mehr experimentell gewonnene Fakten gegenübergestellt werden können.
Weiter so!
Bürgerinitiative Hochwasser Köln-Rodenkirchen
www.hochwasser.de




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