Gernsbach/Rastatt Nachrüstarbeiten: Sperrung des Gernsbacher Tunnels verzögert sich

Aufgrund von Verzögerungen beim Vergabeverfahren verschiebt sich der Beginn der Arbeiten für die betriebstechnische Nachrüstung im Tunnel Gernsbach und die damit verbundene sechsmonatige Tunnelsperrung vom 1. August auf den 1. Oktober. Der neue Zeitraum für die Tunnelsperrung wurde mit der Stadt Gernsbach abgestimmt, teilt das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) in einer Pressemeldung mit.

Die betriebstechnische Nachrüstung sei der erste Schritt einer umfassenden Tunnelnachrüstung, mit der die Flucht- und Rettungsmöglichkeiten der Verkehrsteilnehmer im Tunnel Gernsbach verbessert werden sollen, so das RP weiter. Mit ihr werde die Ausstattung des Tunnels auf den neuesten Stand gebracht und an die aktuellen Richtlinien für die Sicherheit von Straßentunneln angepasst.

Dies betreffe die Steuerung und Stromversorgung des Tunnels ebenso wie die sicherheitsrelevanten Einrichtungen, wie zum Beispiel Beleuchtung, Fluchtwegkennzeichnung, Videoüberwachung, Lautsprecher und Funktechnik. Insbesondere werden auch die automatische Branderkennung und die Rauchabsaugung im Brandfall verbessert, erläutert das RP in der Pressemeldung.

In einem zweiten Schritt werde der Gernsbacher Tunnel vier weitere Notausgänge erhalten, um die Fluchtwege zu verkürzen. Nach derzeitiger Planung soll das hierfür erforderliche Planfeststellungsverfahren im dritten Quartal 2012 eingeleitet werden. Das Regierungspräsidium Karlsruhe werde rechtzeitig vor der Tunnelsperrung über die Umleitungsstrecke informieren und bittet die Verkehrsteilnehmer für die kommenden Belastungen und Behinderungen schon jetzt um Verständnis.

Die Arbeiten für die betriebstechnische Nachrüstung wurden zwischenzeitlich an die Firma Dürr Group aus Weinstadt vergeben, so das RP abschließend.

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