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Landkreis Rastatt/Baden-Baden Erstmalig rückläufige Unfallzahlen in Rastatt und Baden-Baden

Im Jahr 2011 wurden von der Polizei im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden auf den Straßen außerhalb der Autobahn insgesamt 6.191 Verkehrsunfälle aufgenommen - 0,3 Prozent weniger als noch im Jahr 2010, teilt die Polizei Rastatt/Baden-Baden in ihrer Verkehrsunfallstatistik mit. Damit sei erstmals in der Geschichte der Polizei Rastatt/Baden-Baden die Anzahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle rückläufig. Landesweit stieg die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2011 um 1,2 Prozent auf 278.519 an, so die Polizei weiter.

Landesweit verunglückten im Jahr 2011 mehr Personen als im Vorjahreszeitraum (Anstieg um 5,8 Prozent auf 47.809). Bei den Verkehrstoten wurde mit 482 (2010: 494) ein neuer historischer Tiefststand im Land erreicht, so die Polizei weiter.

Mehr Personenschäden in Rastatt und Baden-Baden

Im Dienstbezirk der Polizeidirektion hat sich die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 4,4 Prozent auf 878 Unfälle erhöht, dabei wurden mit 1.124 (2010: 1.138) jedoch weniger Verkehrsteilnehmer verletzt als noch im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer blieb mit 10 auf dem Vorjahrestiefstand.

Die Anzahl der Leichtverletzten sank um 65 auf 834. Leider wurden mehr Personen so schwer verletzt, dass nach dem Unfall eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich wurde. Mit 280 wurden 51 Schwerverletzte mehr gezählt als noch 2010. Mit 201 (2010: 198) Fällen war die Missachtung der Vorfahrt auch 2011 die häufigste Ursache bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden im Stadt- und Landkreis. Nicht angepasste und zu hohe Geschwindigkeit wurde bei 185 (2010: 161) Verkehrsunfällen als Ursache angeführt. 164 (2010: 171) mal war Fehlverhalten beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren unfallursächlich. Bei 105 (2010: 94) Verkehrsunfällen wurde zu geringer Abstand zum Vorausfahrenden als Unfallursache festgestellt.

Motorisierte Zweiradfahrer waren im vergangen Jahr an 233 (2010: 207) Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt. Die Anzahl der Radfahrunfälle mit Personenschaden stieg im vergangen Jahr um 14,2 Prozent von 169 auf 193 an. Fußgänger waren an 67 (2010: 72) Personenschadensunfällen beteiligt. Die Zahl der unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfälle ging im vergangenen Jahr deutlich auf 140 (2010: 170) zurück, so die Polizei weiter.

Zu hohe Geschwindigkeit bei jedem zweiten Unfall

Nach Verkehrskontrollen wurden 242 Personen zur Blutprobe gebeten, bei weiteren 168 Personen genügte eine Atemalkoholmessung. Erschreckend ist die Tatsache, dass 45 Prozent der alkoholisierten Unfallfahrer und knapp 20 Prozent der kontrollierten Fahrzeugführer mit 1,6 oder mehr Promille Alkohol im Blut unterwegs waren. Mit einem Anteil von über 20 Prozent ist nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor in Baden-Württemberg wie auch im Stadt- und Landkreis eine der Hauptunfallursachen bei den Verkehrsunfällen mit Verletzten.

Auch 2011 waren bei jedem zweiten tödlichen Verkehrsunfall in beiden Kreisen Geschwindigkeitsüberschreitungen mit ausschlaggebend. Verkehrsunfälle und Verstöße durch Schwer- und Güterkraftverkehrsfahrzeuge, die aufgrund der Maße und Gewichte mit einer erheblichen Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer verbunden sind, wirken sich erheblich auf die Verkehrssicherheit aus. LKW-Unfälle forderten 46 (2010: 62) Leichtverletzte, 14 (2010: 15) Schwerverletzte und wiederum einen Verkehrstoten.

Angesicht der Verkehrssicherheitslagebilder und deren Entwicklung ist eine intensive und zielgruppenorientierte Verkehrsprävention weiterhin unabdingbar, betrachtet man sich insbesondere das mit den Verkehrsunfällen verbundene menschliche Leid im Familien- und Bekanntenkreis der Verunglückten und den hohen Sachschaden, der im letzten Jahr bei 11,5 Millionen Euro lag. Neben der Verkehrsprävention und einer qualifizierten Verkehrsunfallaufnahme liegt auch in diesem Jahr bei der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit ein Schwerpunkt auf der Verkehrsüberwachung. Denn es hat sich gezeigt, dass nur mit zielgerichteten Verkehrskontrollen den Hauptunfallursachen wirksam begegnet werden kann.

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