Karlsruhe/Pforzheim Geschlagen, erwürgt und verscharrt: Lebenslang für Mörder aus Pforzheim

Sie hatten einen Mann mit einem Fleischklopfer geschlagen, dann stranguliert und im elsässischen Lauterbourg verscharrt - für die Tat muss ein 32 Jahre alter Mann aus Pforzheim lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn am Montag wegen Mordes an dem 44-Jährigen.

Eine mitangeklagte 30-jährige Frau aus Gotha erhielt wegen schwerer Körperverletzung, Erpressung und Raub eine Freiheitsstrafe von neun Jahren. Der wegen Totschlags bereits vorbestrafte Mann hatte die Tat bestritten, die Frau vor Gericht geschwiegen.

Für das Gericht stand nach siebentägiger Hauptverhandlung fest: Der 32-Jährige hatte am 7. Januar 2011 sein Opfer aus Pforzheim nach Gotha gelockt, gefesselt und geschlagen. Danach fuhren er und die Frau mit dem verletzten Mann in die Südpfalz. Der 32-Jährige erwürgte ihn dort mit einem Gurt. Mit der Leiche fuhren sie anschließend ins Elsass und versteckten sie bei Lauterbourg nahe Karlsruhe in einem Gebüsch.

Die vom Angeklagten aufgetischte Geschichte, die beiden hätten den 44-Jährigen noch lebend einem Bekannten übergeben, der ihn dann über die Grenze gefahren und getötet hätte, bezeichnete Richter Leonard Schmidt als «vollkommen abstrus». Zeugenaussagen und die Auswertung von Handydaten hätten ein anderes Bild ergeben. Die Verteidiger hatten auf Bewährungsstrafen plädiert.

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