60  

Karlsruhe Zweite Rheinbrücke lebensgroß: Gegner veranstalten Info-Tag

Am Sonntag, 8. November, organisiert das Bündnis gegen eine zweite Straßenbrücke über den Rhein einen Info-Tag. Und zwar dort, wo die Zufahrt zur geplanten Brücke die Knielinger Rhein- und Albaue durchschneiden würde. Ab 11 Uhr erwarten Besucher der zentrale Info-Stand an der Alb südlich der Raffinerie, Naturführungen und ein Kinderprogramm.

Als Besonderheit wird das Bündnis den "Straßendamm" in Höhe und Breite in der Landschaft darstellen: bis zu 15 Meter hoch und bis zu 65 Meter breit. Nach der aktuellen Planung soll diese Trasse den gesamten Verkehr von der neuen Brücke auf die Südtangente bringen.

Mit allen Anschlüssen verbraucht sie laut Bündnis  auf badischer Seite Wald und landwirtschaftliche Fläche in einer Größe von ungefähr 30 Fußballfeldern. In Rheinland-Pfalz sind die Flächen für die derzeit geplante Trasse noch weit größer. "Wir wollen diese Tatsachen sprechen lassen - ohne Propaganda, anders als jüngst bei Aktionen der Brückenbefürworter aus der Pfalz", macht das Bündnis deutlich.

Das Bündnis besteht aus ADFC, Kreisverband Karlsruhe, BI Bienwald, BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein, Bürgeraktion Umweltschutz Zentrales Oberrheingebiet (BUZO), Bürgerverein Knielingen, Bürgerverein Neureut-Heide, Bürgerverein Nordstadt Hardtwaldfreunde Karlsruhe, Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg – Arbeitskreis Karlsruhe (LNV), NABU Gruppe Karlsruhe sowie Kreisverband Karlsruhe, POLLICHIA, Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Karlsruhe (VCD)/Landesverband Rheinland-Pfalz

Mehr zum Thema
Karlsruhes zweite Rheinbrücke: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe ob mit oder ohne Nordtangente wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (60)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Insider
    (724 Beiträge)

    Alle Argumente sind seit langem ausgetauscht!
    Über Details braucht man nicht mehr streiten.
    Es geht nur um mehr oder weniger folgendes:

    Will man weiter Flächenverbrauch und Naturzerstörung auf Kosten einer 2. Rheinbrücke oder nicht? Weitere Zerstückelung der Landschaftsfläche oder nicht? Die Wachstumsfetischisten wollen es. Die Umweltschützer nicht!
    Bin gespannt, wer sich durchsetzt. Vermute letzendlich die Rheinbrückenbefürworter. Leider!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   lynx1984
    (2687 Beiträge)

    schade,
    dass die Realisten dabei auf der Strecke beleiben...
    So werden aus Prinzip sinnhafte Vorschläge abgeblockt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Wurzelsau
    (511 Beiträge)

    Wie oft denn noch
    wird diese Sau durch das Dorf getrieben?

    Ich kanns nicht mehr hören!!!!!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Uhowei
    (594 Beiträge)

    Sofortmaßnahme
    Als Sofortmaßnahme böte sich an, die A 65 zwischen Kandel-Süd und der B10 Anschlußstelle Karlsruhe-Mitte für den LKW-Fernverkehr zu sperren. Damit entfällt der Schleichweg zur Umgehung der A5 ab/bis Kreuz Mutterstadt.
    Mittelfristig sollte der zweigleisige Ausbau plus Elektrifizierung der Bahnlinie Wörth - Landau mit Verlängerung der S5 nach Landau ins Auge gefasst werden.
    Dennoch: Der Tag wird kommen, an dem die bestehende Rheinbrücke eine Totalanierung mit Vollsperrung für 1 - 2 Jahre braucht. Noch kann man an den jeweiligen Richtungsfahrbahnen herumbasteln, aber wenn mal der Mittelpfeiler dran ist, geht es nicht ohne Vollsperrung. Gnade Gott den Politikern, die dann ohne Alternative dastehen und sich Jahre lang gegen eine zweite Brücke gesperrt haben!
    Die zweite Brücke wird daher früher oder später kommen, weil sie unumgänglich ist. Da wo sie derzeit geplant ist, verschlimmert sie allerdings die Stausituation, statt sie zu verbessern.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Mittelpfeilerprobleme o.ä. löst man am besten mit einer Zweikasten-Ersatzbrücke statt einer Sanierung des alten Gelumps oder gar einer zweiten Brücke.
    Genau das machen die MainzwiesBadenser ja gerade vor mit der Schiersteiner Brücke
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Uhowei
    (594 Beiträge)

    Fortsetzung
    Durch die zweite Rheinbrücke nördlich Knielingen mit Anbindung an die B36 verlagert sich der Stau nur vom Knielinger Pförtner zum Entenfang - gewonnen ist damit überhaupt nichts!
    Eine zweite Rheinbrücke müsste deutlich weiter nördlich angesetzt werden, etwa auf Höhe Eggenstein-Leopoldshafen mit Anbindung an die Willy-Brandt-Allee als Zubringer zur Innenstadt sowie einer Nordtangente zur Haid-und-Neu-Straße mit Südumfahrung Hagsfeld und Anschluß an die B 10 an der Elfmorgenbruchstraße. Nur so wird man die Verkehrsströme entflechten können!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   lynx1984
    (2687 Beiträge)

    wer soll ausgerechnet DA?
    bitte lang fahren?
    Der eine Mitarbeiter der irgendwo in Neupotz wohnt und zufällig am Bundesverfassungsgericht arbeitet?
    Nene Du diese Planung taugt überhaupt nicht, da diese keine relevanten Verkehre aufnehmen würde. Insbesondere ist hier ein deutlich zu geringer Fernverkehrsanteil enthalten. Schon seit Jahrzehnten sieht man ja, dass die Rheinfähre bei Egg-Leo mehr politischer Wille der Bürgermeister ist als eine rentable Querung. Sprich viel zu wenig Auslastung selbst auf den kleinen Fähren. Für eine Brücke ist dort nicht annähernd genug Verkehr zwischen den kleinen Ortschaften.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   tok
    (7205 Beiträge)

    Die Fähre
    bewirkt schon einiges an Zeitverlust. Und einen bedeutenden Arbeitgeber gibt es dort: den Campus Nord des KIT.

    Eine Brücke dort wäre hilfreich, allerdings bräuchten keine Autos drüber fahren zu können. Mit einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer wären einige der Orte in der Pfalz gute Wohnorte für Mitarbeiter am Campus Nord, insbesondere mit einem Ebike wäre die Drahtesel-Anfahrt nicht nur von Leimersheim gut machbar. Selbst zum von Dir genannten Siemens wäre eine solche Brücke aus vielen Orten der Pfalz die erste Wahl für die Fahrradanfahrt.

    Der Zweck wäre ein völlig anderer als für die diskutierte PKW-LKW-Brücke. Nicht um Kapazitätsvergrößerung ginge es, sondern um Verkürzung der Wege.

    Umweltschutzprobleme sollte es keine geben, sofern man nur die Anfahrten zum Bau genehmigt bekommt.

    Nuja, und wenn man dann schon dabei ist, macht man dasselbe im Süden an der Stelle der anderen Fähre auch noch. Wenn es dann noch umweltrechtlich möglich wäre die 6 bis dorthin zu verlängern...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   tok
    (7205 Beiträge)

    weiter
    Solche Maßnahmen könnten sich durchaus am Stau an der Brücke bemerkbar machen.

    Dort wollen morgens zur Rush Hour 4400 Fahrzeuge pro Stunde über die Brücke. Diese "schafft" von diesen 3900. Bleiben 500, denen man ein besseres Angebot machen müsste. Neben den von Dir genannten Maßnahmen wären Wegverkürzungen für Radfahrer in der genannten Art eine weitere Möglichkeit.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Der reine Fernverkehr ist zu gering, um mit einer weiter entfernten Brücke bei den "kleinen Dörfern" eine nennenswerte Entlastung zu bekommen.

    Davon abgesehen sind die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen, die schon der jetzigen Brückenplanung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Genick brechen werden, abseits dieses Planungsstandortes und abseits bestehender Brücken noch schlechter für einen Brückenbau ... Keine Chance ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 (6 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben