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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Verkehrsministerium forciert Ersatzbrücken-Variante

Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren für eine zweite Rheinbrücke von Karlsruhe nach Wörth. Beim Eröterungstermin im Juli wurden viele Zweifel an der aktuellen Planung laut. Oberbürgermeister Frank Mentrup stellte sich sogar vehement gegen das geplante Bauprojekt und forderte stattdessen eine Ersatzbrücke anstelle der bestehenden Brücke ernsthaft als Variante zu verfolgen. Auch das Verkehrsministerium forciert jetzt diese Option. Das Ministerium würde nämlich eine solche Ersatzbrücke gerne im neuen Bundesverkehrswegeplan sehen, wie es gegenüber ka-news bestätigt.

"Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg erwägt die Anmeldung einer Ersatzbrücke als zusätzliche Variante für den neuen Bundesverkehrswegeplan", teilt das Ministerium auf ka-news-Anfrage mit. Der Bau einer Ersatzbrücke sei aus ingenieurtechnischer Sicht möglich. Detailplanungen lägen aber noch nicht vor, heißt es weiter.

Ersatzbrücke als zusätzliche Option

"Zunächst ist über die Anmeldung einer Ersatzbrücke - als zusätzliche Option neben der sich im Planfeststellungsverfahren befindlichen 2. Rheinbrücke - für den kommenden Bundesverkehrswegeplan zu entscheiden. In Abstimmung mit den rheinland-pfälzischen Kollegen sind durch die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg die zur Anmeldung notwendigen Daten zusammenzustellen. Auch das weitere Vorgehen ist mit Rheinland-Pfalz abzustimmen", so das Ministerium. Unabhängig davon laufe das Planfeststellungsverfahren für die zweite Rheinbrücke weiter.

Der nächste Bundesverkehrswegeplan ist derzeit in Arbeit. Baden-Württemberg will bis Ende September klären, welche Bundesfernstraßen in den kommenden Jahren besonders dringend gebaut oder ausgebaut werden müssen. Bis dahin müssen die Projekte dem Bund gemeldet werden. Das teilte das Verkehrsministerium im August mit.

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Weitere Informationen zum Thema "Zweite Rheinbrücke" bei ka-news

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Kommentare (20)
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  • unbekannt
    (119 Beiträge)

    Ich finde eine zweite Rheinbrücke...
    ...im Prinzip sinnvoll für diese Region. Habe mal schnell über Google Maps geschaut und versucht herauszufinden, welche vergleichbare Region ebenfalls mit nur einer Brücke mit Umweg von ca. 30 km (Pfälzer Seite über B9) bzw. 45 km (Badische Seite über B36) auskommen muss.

    Und gefunden habe ich keine. Jede andere Region scheint eine alternative Brücke in der näheren Umgebung (im Schnitt wohl 5-10 km) zu haben, auf welche bei Verkehrsstörungen ausgewichen werden kann. Selbstverständlich dienen diese Alternativen auch je nach Fahrtstrecke als günstiger gelegene Rheinquerung, was die Verkehrslast dann ja auch mehr verteilt.

    Das Problem an der bisherigen Planung zur zweiten Rheinbrücke ist für mich die weitergehende Verkehrsführung auf badischer Seite. Da stimmt das Gesamtkonzept einfach nicht. Vielleicht wäre die zweite Rheinbrücke PLUS überarbeitete Verkehrsführung auf badischer Seite ggf. mit Nordtangente eine Lösung.

    Vom Stauwerk Neuburg hört man auch nix Offizielles. Ka-News??
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  •   lebenswertes_KA
    (122 Beiträge)

    Ja, der Neckar fließt nun einmal durch das Stadtgebiet von Stuttgart
    und da braucht man innerstädtische Brücken, genauso wie in Köln, in der Doppelstadt Mannheim/Ludwigshafen und in anderen vergleichbaren Städten. Das Stadtgebiet von KA liegt aber nunmal nicht am Rhein. Es ist kiometerweit davon entfernt.
    Die 'Stadt Karlsruhe' als solche braucht keine weitere Rheinbrücke, die Region Karlsruhe und die Region GER in RhPf viel eher. Also laßt uns die Brücke dort bauen, in der verbundenen Region und nicht auf Karlsruher Gemarkung. Und da eine solche Brücke nicht nur überregionale sondern europäische Bedeutung hat, lasst uns eine der letzten Autobahnlücken in der BRD schließen. Baut also eine Autobahnweiterführung der A65 zur A5/A8, südlich von KA, so wie dies im Verkehrswegeplan bis 2003 vorgesehen war. Nehmt diese Planung wieder auf. Baut auch die B9 durch den Bienwald in Richtung Frankfreich aus. Weshalb wollen die Pfälzer eigentlich unbedingt das Stadtgebiet von KA belasten und bei sich selbst nichts bauen und weshalb reichen Ingo & Co. hierzu die Hand?
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  •   seisiKSC
    (178 Beiträge)

    die sollten mal
    die Brücken in und um Stuttgart über den Nekar zählen
    wenn die zB 4 Stück hätten, wären doch 2 bei uns angemessen
    der Rhein ist halt doppelt so breit
    im Vertrauen: ich hab 15 gezählt
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    Dummerweise
    reicht dein Intellekt nicht um die Zahl einzuordnen. Schade. zwinkern
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    Die alte Leier
    Was mir nicht, aber auch gar nicht in die Birne will: da behaupten die einen, es gebe gar keinen Bedarf an einer weiteren Brücke, die alte würde reichen, andere behaupten, die Ersatzbrücke sei der richtige Weg. Wieder andere wollen den Autobahnlückenschluss südlich Karlsruhe und die Bienwaldautobahn, dann gibt es welche die eine "Lärmzange" für Knielingen vorhersagen und natürlich die Karlsruher Urangst: die Nordtangente!
    Nähern wir uns den Einzelthemen kritisch, dann bleibt nicht viel: klar wäre der A8-Lückenschluss südlich Karlsruhe toll, würde doch viel Verkehr, der derzeit via A5 südlich bis zur B500 oder Strasbourg fährt schneller über den Rhein und in Frankreich - die A5 nördlich würde auch entlastet, weil viele den Umweg über Hockenheim, Speyer nicht mehr machen würden. Diese Südautobahn kann dort aber nirgendwo durch Inddustriegebiete führen, sondern wird Naturflächen zerschneiden. Es wird aber so geplant, es werden Zuwege gebaut, von mir aus auch die Bienwaldautobahn.... Aber:
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    aber...
    der letzte Zipfel, die Autobahnbrücke Süd wird lange bekämpft und verzögert, das wird so ein Thema wie der Lückenschluss am Münchner Autobahnring bei Dachau/FFB (bis in die späten 90er Jahre). Dann tuckert der zusätzlich angelockte Verkehr noch 15-20 Jahre via B3 und Südtangente über die bestehende Rheinbrücke.
    Auf der Sdtangente fahren nach Erhebung nur 10% Durchgangsverkehr!! Die Südautobahn bringt wenig ls Entlastung!
    Was ich nicht verstehe: bei der ERsatzbrücke ist man auf Karlsruher Seite "gernös" bereit, in Maximiliansau Häuser abzureißen, damit die Straße nicht durch die Wohnzimmer läuft, trotzdem kommt dort viel Lärm und Dreck an. Für KNielingen und die Anlieger der Südtangente ändert sich nichts. Baut man aber die Nordbrücke kommt sofort 30% des Durchfahrtverkehrs aus Knielingen (Verkehr zur B36!) raus. Dann noch eine Lösung von der Nordumgehung Knielingen zu Siemens und es passt.
    Die Kurzsichtigkeit und die Engstirnigkeit und die "Angst" vor Pfälzern sind erschreckend.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Zitat von Was ich nicht verstehe: bei der ERsatzbrücke ist man auf Karlsruher Seite "gernös" bereit, in Maximiliansau Häuser abzureißen,...
    Für eine Ersatzbrücke muss gar kein Haus abgerissen werden. Die Ersatzbrücke wird zum einen zwischen alter Straßenbrücke und Bahnbrücke gebaut, zum anderen die separate zweite Hälfte anstelle der alten Straßenbrücke.
    Wenn Wörther, bspw. deren OB, von Häuserabriss für eine Ersatzbrücke faseln, haben sie den Unterschied zwischen zusätzlicher Parallelbrücke nördlich der alten Straßenbrücke aus dem Raumordnungsverfahren und der Ersatzbrücke südlich und anstelle der alten Straßenbrücke nicht verstanden wegen Rinks-Lechts-Schwäche oder wollen das aus politischer Motivation heraus nicht verstehen ...
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    OB?
    Das Gegenstück zum Karlsruher OB ist für Wörth der Landrat des Kreises Germersheim. Das Stadtoberhaupt von Wörth ist ein hauptamtlicher Bürgermeister, ohne "Ober". zwinkern
    Zwischen Straßenbrücke und Eisenbahnbrücke passt eine weitere Brücke exakt. Auch wenn man sie verschieben möchte, müssen dort für die Bauphase LKWs hin. Wir reden von einer Bauzeit von über einem Jahr, inkl. Vorbereitung, Nachbereitung und Verschiebungsvorgang muss man von mind. 24 Monaten ausgehen und von Hilfsrampen etc.
    Trotzdem müssen alle durch den Wörther Trog vor bzw. hinter der Rheinbrücke.
    Und hinterher gibt es eine sechsspurige Rheinbrücke... und weiter? Den Pförtner gibt es immer noch.
    So lange nicht klar ist, dass die Südtangente bis zum Rheinhafen dreispurig sein muss bis zur alten geplanten Ausfahrt Rheinstadt, ist die Ersatzbrücke ein zeitfressender Torso.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Ach, und wenn schon eine sechsspurige Rheinbbrücke ein Torso sein soll, was ist dann erst das geplante zehnspurige Doppelbrückengedöns?
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Der oberste Wörther halt ... zwinkern

    Bei 2 Jahren redest Du von zeitfressend? Hast Du Dir mal klar gemacht, wie lange der Vorlauf noch für die Nordbrücke sein MUSS? Alleine die CEF-Maßnahmen dauern noch viele Jahre (CEF = vereinfacht: neue Biotope anlegen, Einladungen per Einschreiben an die bedrohten Arten schicken, mit der Bitte, sie mögen doch bitteschön übersiedeln, warten, warten, warten, ... Und erst, wenn die erfolgreich sind, darf man überhaupt erst einen Bagger losschicken, wenn nicht ... Mangelbehaftete Planfeststellung und Klagen dagegen noch gar nicht berücksichtigt ...
    Die Ersatzbrücke überholt die Nordbrücke locker.
    Verschieben muss man m.E. gar nix bei der Ersatzbrücke. Ohne bringt's Abstand zu den Häusern.

    Wörther Trog und Kreuz sollte man natürlich auch ausbauen, da ist auch Lärmschutz dann inklusive. Falls die Pfälzer nicht wissen, wie man alte Tröge im Grundwasser ab- und wieder aufbaut, sollen die die KASIG fragen, die machen das am Ettlinger Trog, äh, Tor vor ...
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