14  

Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Ministerium stellt sich hinter Projekt

Es geht voran in Sachen Zweite Rheinbrücke: Wie der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther mitteilt, hat sich der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags am Freitag mit der Brücke und der Anbindung an die B36 beschäftigt.

Nach Aussage Wellenreuthers hatte der Rechnungsprüfungsausschuss das Bundesministerium in seiner letzten Sitzung Ende Januar unter anderem aufgefordert, die Planungen zur Beseitigung der Engstelle "Knielinger Pförtner" zügig und konsequent weiter zu betreiben, die gestiegenen Annahmen bezüglich der Fernverkehrsrelevanz nachvollziehbar zu belegen und die Leistungsfähigkeit der relevanten Verkehrsknotenpunkte im Karlsruher Stadtgebiet nachzuweisen.

Entlastung für den "Knielinger Pförtner" 

Das Bundesverkehrsministerium ist nach Aussage Wellenreuthers der Auffassung, dass die vorliegende Verkehrsuntersuchung zeige, dass durch den Bau der Zweiten Rheinbrücke der "Knielinger Pförtner" entscheidend entlastet werde und ein entsprechender Umbau deshalb nicht mehr nötig wäre. Zwar werde eine entsprechende Planung parallel weiterverfolgt, Priorität genieße aber der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens der Zweiten Rheinbrücke und die Planung der Anbindung an die B36.

"Nachdem das Regierungspräsidium Karlsruhe erfreulicherweise bereits die Kritik der Stadtverwaltung zur Verkehrsprognose der Zweiten Rheinbrücke mit dem Anschluss an die B36 zurückgewiesen hatte, hat jetzt auch das Bundesverkehrsministerium die Ergebnisse der Verkehrsprognose mit einem gestiegenen Anteil des Fernverkehrs bestätigt", erläutert Wellenreuther.

Das Projekt "Zweite Rheinbrücke" ist laut Pressemitteilung auf Grundlage einer bundesweiten Verkehrsprognose für den Bundesverkehrswegeplan 2030 im Vordringlichen Bedarf eingestuft worden und im geltenden Bedarfsplan 2016 gesetzlich auch im Vordringlichen Bedarf festgeschrieben. Auf dieser Grundlage erfolge die Planung des Gesamtprojektes.

Langfristig keine Alternative?

Das Verkehrsministerium habe darüber hinaus darauf hingewiesen, dass die bestehende Rheinbrücke Maxau der B10 als vierstreifige Bundesstraßenbrücke konzipiert wurde und für eine sechsstreifige Dauerbelastung nicht ausgelegt sei. Der schwere Lkw-Verkehr führe nach Auffassung des Ministeriums auf dem nur für eine temporäre Seitenstreifennutzung statisch schwächer ausgelegten Außenbereich der Brücke zu auf Dauer nicht kompensierbaren Schädigungen, heißt es in der Pressemeldung weiter. 

Die Nutzungsdauer der Brücke könne bestenfalls verlängert werden, langfristig könne die Rheinbrücke die steigenden Verkehrsbelastungen aber nicht aufnehmen. "Die Planungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg müssen nun zügig vorangetrieben werden, damit eine vergleichbare Problematik wie bei der Rheinbrücke Leverkusen vermieden wird", teilt Wellenreuther in seiner Pressemeldung mit. Die Planfeststellungsbeschlüsse sollen für das dritte Quartal 2017 avisiert werden.

Mehr zum Thema
Karlsruhes zweite Rheinbrücke: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe ob mit oder ohne Nordtangente wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (14)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Elim_Garak
    (290 Beiträge)

    Wäre ja
    nichts dagegen zu sagen, solange Autofahrer den entstandenen volkswirtschaftlichen Schaden auch selbst tragen würden. Das wollen Autofahrer allerdings nicht und es ist nicht mehr einzusehen, dass man ihnen weiterhin dermaßen viel Geld schenkt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    einige Autofahrer...
    ...sorgen mit ihrer Arbeit auch dafür, daß es uns gut geht, der Staat Steuern einnimmt und Kindergeld zahlt.

    Man kann der Meinung sein, daß der Individualverkehr falsch organisiert ist - aber daß der NUTZEN daraus zu 80% unseren Wohlstand bestimmt, kann man nicht leugnen. Und man sollte nicht der Meinung sein, daß alle nur aus Jux und Dollerei in die Karre hocken und Sprit verfahren.

    Wenn man nur für Freizeit, Tante Emma, Weinfest und Obstwiese am Wochende die Karre bräuchte, dann wären die nbegativen Begleiterscheinungen völlig vernachlässigbar.

    SO braucht man das Auto eben zumeist, um zu arbeiten. Und Arbeiten ist in erster Linie der Anspruch der Gesellschaft/des Staates/der Politik an den Menschen. Von MIR kommt das nicht grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Route66
    (840 Beiträge)

    Zahlen die
    Fussballfans das neue KSC-Stadion????????????????????
    Im übrigen zahle ich durch meine Steuern alles mit, ob ich will oder nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   dipfele
    (4078 Beiträge)

    Das ist eben....
    .... das Solidarsystem. Wir Steuerzahler haben auch 32 Milliarden verloren durch Cum Ex - Steuermanipulationen der Banken zugunsten der Superreichen , ohne dass sich darüber jemand aufregt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben