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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Ministerium stellt sich hinter Projekt

Es geht voran in Sachen Zweite Rheinbrücke: Wie der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther mitteilt, hat sich der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags am Freitag mit der Brücke und der Anbindung an die B36 beschäftigt.

Nach Aussage Wellenreuthers hatte der Rechnungsprüfungsausschuss das Bundesministerium in seiner letzten Sitzung Ende Januar unter anderem aufgefordert, die Planungen zur Beseitigung der Engstelle "Knielinger Pförtner" zügig und konsequent weiter zu betreiben, die gestiegenen Annahmen bezüglich der Fernverkehrsrelevanz nachvollziehbar zu belegen und die Leistungsfähigkeit der relevanten Verkehrsknotenpunkte im Karlsruher Stadtgebiet nachzuweisen.

Entlastung für den "Knielinger Pförtner" 

Das Bundesverkehrsministerium ist nach Aussage Wellenreuthers der Auffassung, dass die vorliegende Verkehrsuntersuchung zeige, dass durch den Bau der Zweiten Rheinbrücke der "Knielinger Pförtner" entscheidend entlastet werde und ein entsprechender Umbau deshalb nicht mehr nötig wäre. Zwar werde eine entsprechende Planung parallel weiterverfolgt, Priorität genieße aber der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens der Zweiten Rheinbrücke und die Planung der Anbindung an die B36.

"Nachdem das Regierungspräsidium Karlsruhe erfreulicherweise bereits die Kritik der Stadtverwaltung zur Verkehrsprognose der Zweiten Rheinbrücke mit dem Anschluss an die B36 zurückgewiesen hatte, hat jetzt auch das Bundesverkehrsministerium die Ergebnisse der Verkehrsprognose mit einem gestiegenen Anteil des Fernverkehrs bestätigt", erläutert Wellenreuther.

Das Projekt "Zweite Rheinbrücke" ist laut Pressemitteilung auf Grundlage einer bundesweiten Verkehrsprognose für den Bundesverkehrswegeplan 2030 im Vordringlichen Bedarf eingestuft worden und im geltenden Bedarfsplan 2016 gesetzlich auch im Vordringlichen Bedarf festgeschrieben. Auf dieser Grundlage erfolge die Planung des Gesamtprojektes.

Langfristig keine Alternative?

Das Verkehrsministerium habe darüber hinaus darauf hingewiesen, dass die bestehende Rheinbrücke Maxau der B10 als vierstreifige Bundesstraßenbrücke konzipiert wurde und für eine sechsstreifige Dauerbelastung nicht ausgelegt sei. Der schwere Lkw-Verkehr führe nach Auffassung des Ministeriums auf dem nur für eine temporäre Seitenstreifennutzung statisch schwächer ausgelegten Außenbereich der Brücke zu auf Dauer nicht kompensierbaren Schädigungen, heißt es in der Pressemeldung weiter. 

Die Nutzungsdauer der Brücke könne bestenfalls verlängert werden, langfristig könne die Rheinbrücke die steigenden Verkehrsbelastungen aber nicht aufnehmen. "Die Planungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg müssen nun zügig vorangetrieben werden, damit eine vergleichbare Problematik wie bei der Rheinbrücke Leverkusen vermieden wird", teilt Wellenreuther in seiner Pressemeldung mit. Die Planfeststellungsbeschlüsse sollen für das dritte Quartal 2017 avisiert werden.

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Kommentare (14)
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  • unbekannt
    (427 Beiträge)

    24.06.2017 14:01 Uhr
    Will Super-Ingo in der Pfalz antreten?
    Ich meine in MA wars nix, in KA auch nicht … Bleibt nur zu hoffen, dass wenn das Ding gebaut wird es nicht an die Südtangente sondern wirklich an die B36 angeschlossen wird --- nördlich Knielingen. Zu hoffen wird auch sein, dass die Kosten dafür mehrheitlich von dem Bundesland getragen werden dessen Bewohner morgens Richtung KA im Stau stehen und abends in der Gegenrichtung.
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  •   Nacional
    (446 Beiträge)

    24.06.2017 05:51 Uhr
    die ewige Beton-Welle
    dieser Hetzer Wellenreuther hat einfach nichts dazu gelernt. Hoffentlich bekommr der bei der nächsten Bundestagswahl mal ordentlich in den Ar... getreten.
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  •   Nachteule
    (388 Beiträge)

    24.06.2017 00:06 Uhr
    Endlich Bewegung !!!
    Seit 20 Jahren jeden Morgen Stau auf dem Weg zur Arbeit. Das ist der Willkommensgruß der Badener an die Pfälzer. Und warum ist das so? Weil die linken Ideologen von SPD, Grünen und der sogenannten kultfraktion den Bau einer zweiten Rheinbrücke seit Jahren im Karlsruher Gemeinderat verhindern. Hauptargument gegen die Brücke: Die Pfälzer können ja mit der Bahn fahren. Halleluja, da ist sie wieder, diese unsägliche Bevormundung mündiger Bürger. Damit ist jetzt offensichtlich Schluss und das ist gut so !
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  • unbekannt
    (427 Beiträge)

    24.06.2017 14:44 Uhr
    ach ---
    man ist Pfälzer.
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  •   Robert1959
    (1672 Beiträge)

    24.06.2017 10:36 Uhr
    20 Jahre nicht gemerkt, wo das Problem liegt!
    Das Problem ist nicht die Brücke, sondern der Pförtner und es ist offentsichtlich, dass dieser Punkt von der CDU verhindert wird, damit die zweite unnötige Rheinbrücke gebaut wird.
    So ganz nebenbei bevormunden sie ebenfalls mündige Bürger, denn Fußgänger und Fahrradfahrer werden von dieser Brücke ausgeschlossen!
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  •   Nachteule
    (388 Beiträge)

    24.06.2017 11:48 Uhr
    Nee nee - so ist es nicht !!!
    Die Linke Mehrheit im Gemeinderat will nicht nur keine zweite Rheinbrücke - sie will auch keine Anbindung des Ölkreuzes an die B36 nach Neureut, da diese ja teilweise auf der ideologisch verpönten Nordtangententrasse verlaufen würde. Durch diese Verweigerungshaltung provozieren sie genau das, was sie auch nicht wollen, nämlich den Bau einer zweiten Brücke. Denn diese Entscheidung liegt nun nicht mehr beim linkslastigen Gemeinderat in Karlsruhe, sondern bei Bund, Land und Regierungspräsidium. Ihren "Bevormundungsvorwurf" betrachte ich als nichtgelungene Satire...
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  •   Makamabesi
    (2939 Beiträge)

    23.06.2017 19:55 Uhr
    1999
    bin ich hier zugezogen, aus beruflichen Gründe. Diese Rheinbrücken-Geschichte ist für mich so ähnlich, wie die Story vom Oberförster Hugo, dessen Frau Käthe am Fenster saß und nähte.... Ja, Ja, sprach da der Wellenreuter, und dann planen wir eine neue Rheinbrücke, und überarbeiten wir die Pläne, und dann nehnen die das aus dem Verkehrwegeplan wieder raus, ja, ja, sprach da der Wellenreuter...... kann spuren von Ironie enthalten
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    23.06.2017 19:46 Uhr
    Ausserdem
    haben wir bereits zwei Rheinbrücken.
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  •   IchKA
    (338 Beiträge)

    23.06.2017 16:54 Uhr
    Ein Tunnel
    unter dem Hardtwald mit Anbindung an Autobahnanschluss Karlsruhe Nord wärs gewesen, auch für die Hagsfelder. Stattdessen gibt es die kleinste U-Bahn der Welt und weiter eine kurzsichtige Weigerung der meisten Karlsruher Gemeinderäte die Notwendigkeit einer 2. Brücke endlich einzusehen. Absoluter Quatsch ist die Argumentation, dass eine 2. Brücke mehr Verkehr anzieht, denn der läuft ohnehin wie er will und das sicherlich nicht über Iffezheim oder Gemersheim. Bei allem Verständnis für wichtige ökologische Belange: auch der Mensch ist ein Teil davon und diese Zustände im Moment sind nicht hinnehmbar. Ich kann Herrn Wellenmacher nicht ab, aber es ist gut, dass diese 2. Brücke jetzt endlich vorangetrieben wird und der liebe Herr Honné kann ja in Neuburgweier mit der Fahradfähre die Seite wechseln, wenn es ihm belieben sollte.
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  •   dipfele
    (4167 Beiträge)

    23.06.2017 23:01 Uhr
    Zunächst einmal.......
    ...... wäre die Leistungsfähigkeit der Innerstädtischen Knoten nachzuweisen. Das hätte eigentlich schon vor Jahren erfolgen können.......
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