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Kreis Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Landrat erhält positive Signale aus Berlin

Einmal mehr war der geplante Neubau einer zweiten Rheinbrücke Gegenstand im Ausschuss für Umwelt und Technik. Landrat Christoph Schnaudigel informierte in der jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag, dass - nach Aussage des Verkehrsministeriums - nach dem im November 2011 durchgeführten "Faktencheck" als nächster Planungsschritt der Erörterungstermin im Rahmen des Planfestellungsverfahrens anstehen soll. Das teilt das Landratsamt Karlsruhe mit.

Um Klarheit über den konkreten Verfahrensstand zu bekommen, habe der Landrat den Bundesverkehrsminister um eine konkrete Auskunft über den aktuellen Verfahrensstand gebeten, heißt es in der Pressemitteilung.

Zweite Rheinbrücke soll B293 werden

Dabei habe er gleichzeitig die Haltung des Kreistags mitgeteilt, der diese Infrastrukturmaßnahme sowie deren Anbindung an die B36 als sehr wichtig für die gesamte Region ansehe und um eine zügige Umsetzung bitte.

Vom parlamentarischen Staatssekretär Andreas Scheuer kam laut Pressemitteilung die Antwort, dass der Bund weiterhin eine positive Haltung zu dem Infrastrukturprojekt habe und als nächster Verfahrensschritt die Durchführung von Erörterungsterminen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz anstehe. Diese sollen in etwa zur gleichen Zeit stattfinden.

Weiterhin wurde mitgeteilt, dass nach dem Bau der zweiten Rheinbrücke die bestehende Rheinbrücke weiterhin im Zuge der B10 verlaufen werde. Um eine gleiche Benennung zwei paralleler Bundesstraßen zu vermeiden, soll die zweite Rheinbrücke Wörth-Karlsruhe als B293 bezeichnet werden, heißt es weiter.

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Kommentare (12)
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  •   mueck
    (8973 Beiträge)

    B 293?
    Auf welche schmutzigen Tricks ist man denn da jetzt schon wieder gekommen?
    B 10 als Hardtwalddurchstich ist tot in KA,
    es lebe die B 293 mit Hardtwalddurchstich?

    B 293 ist die B, die in Berghausen von der B 10 abzweigt Richtung Heilbronn, nur zur Erinnerung .. Seit wann wird die im Rhein versenkt?
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    sieht in der Tat
    nach einem neuen Namen für eine Nordtangente aus.

    Eine andere, deutlich unwahrscheinlichere Variante wäre, dass es der Einstieg in eine Heraufstufung der L559 zur B293 wäre, mit Autobahnabfahrt Weingarten, Umfahrungen Jöhlingen, Weingarten und Leopoldshafen und Brücke bei Leimersheim. Das fiele dann aber tatsächlich in Schnaudigls Aufgabenbereich das zu betreiben. Da hätte er sich dazu geäußert und jetzt nicht verlautet "Ramsauer will bald bauen und schert sich nicht um die Ergebnisse des Faktenchecks".

    Aber warum spricht Schnaudigel soetwas nicht an. Das wäre doch eine gewaltige Aufwertung des Landkreises und er müsste sich viel weniger mit dem störrischen Karlsruher Gemeinderat auseinandersetzen. Auch eine bessere Anbindung des Forschungszentrums wäre dadurch gegeben. Scheut er etwa die Diskussionen mit den Bürgern "seines" Landkreises?
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    Hat man
    sich denn jetzt endlich überlegt wo die Brücke überhaupt stehen soll? Ich dachte es hat keinen Platz oder alles ist Naturschutzgebiet?

    Und die Brücke muss ja auf Pfälzer Seite an die A65 angeschlossen werden, im Norden geht das über die ausgebaute B9, im Süden müsste man mindestens die Lücke zwischen Grenze und A65 schliessen und praktisch eine Autobahn durch den Bienwald bauen. Wobei das wahrscheinlich doch kein Problem wäre, die Strasse hat ja bereits autobahnähnlichen Charakter. Zumindest vom Verkehr her.
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  •   mueck
    (8973 Beiträge)

    !
    Ja natürlich wissen die Autoplaner, wo sie ihre Brücke haben wollen
    Ja natürlich geht sie durch hochwertiges Naturschutzgebiet
    Ja natürlich wird denen das vor Gericht um die Ohren fliegen
    Ja natürlich wird sie NICHT an die A65 angebunden, nur an die B9
    Ja natürlich ist der Lückenschluss nach Frankreich gestorben

    Kurzum: Ja natürlich kommt die Brücke NICHT
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    Autoplaner
    oder eher Autopolitiker oder doch eher Einzelgroßunternehmenlobbyistenpolitiker?
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  •   Bahnnutzer100
    (128 Beiträge)

    Wo bleibt das ÖV-Angebot
    Zwischen Höhe Karlsruhe und Höhe Straßburg gibt es kein einziges ÖV-Angebot über den Rhein. Hier wäre viel dringender Handlungsbedarf, Herr Schnaudigel und viele mehr!
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  •   dmalg
    (71 Beiträge)

    2. Rheinbrücke
    Je schneller gebaut werden kann, desto besser! Sogar die Stadt Karlsruhe selbst hat in ihrem Zukunftskonzept die Probleme der jetzigen Situation benannt und eine zweite Rheinbrücke als bestes Konzept zur Lösung anerkannt. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sich das auch in den verschiedenen Fraktionen herumgesprochen hat...
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  •   lynx1984
    (2687 Beiträge)

    meine güte ja
    Eine zweite Rheinbrücke mag zwar Probleme THEORETISCH lösen.
    Alle rechtliche verbindlichen Planungen gehen aber derzeit immer noch von der direkten Anbindung an die Südatangente aus. Alle Politiker sprechen zwar von der Anbindung an die B36, doch rechtlich verbindliche Planungen liegen dazu nicht vor. Solange die nicht vorliegen kann dazu auch nix entschieden werden! Trotz aller "positiven Signale".

    Meiner Meinung nach müsste man folgende Reihenfolge bei der Bearbeitung der Verkehrssituation angehen:

    1. Lösung Verkehrssituation Honselkreuz und Brücke
    2. Pförtner auflösen zur mittelfristigen Kapazitätserweiterung nachdem Lösung für Honselkreuz vorhanden
    3. Beginn Bau 2. Rheinbrücke
    4. Parallel dazu die 36 an die neuen Belastungen anpassen. Dazu gehört der durchgängige 2-spurige Ausbau bis auf die Südtangente

    Nur dies löst die Verkehrsprobleme. Eine 2. Rheinbrücke (inkl. B36) alleine schafft nur weitere Fahrwege, aber löst keine Staus auf.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    und deswegen
    ist das gegenteil von dmalgs Aussage richtig: je schneller gebaut wird, umso schlechter ist aller Voraussicht nach die umgesetzte "Lösung".
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  •   lynx1984
    (2687 Beiträge)

    Ergänzung
    Der Abschlussbericht (http://tinyurl.com/c8cusa3) kam zu folgendem Ergebnis: "Die Verkehrssimulationen zeigen, dass die derzeit im Planfeststellungsverfahren
    befindliche Antragstrasse der 2. Rheinbrücke zwar in sich ausreichend leistungsfähig ist, sie aber zu einer Verschlechterung der Verkehrssituation an den Knotenpunkten im Zuge der Südtangente mit Auswirkungen auf die Südtangente selbst
    führt."
    => Planungen unzureichend, das nachfolgende Straßen stärker Belastet. Als Heilbringer wird der Anschluss an die B36 gesehen (was nicht zu 100% durchgeprüft worden ist). Dazu steht auf die Frage "Gibt es die Möglichkeit die Planung mit direkter Führung zur B 36 (Knotenpunkt) ins
    laufende Verfahren einzubringen ?"
    die Antwort: "Bei einer Aufgabe der bisherigen Planung ergibt sich somit eine Zeitverschiebung von 4 - 5 Jahren." => CDU Problem. Fehlerhafte Planungen durchboxen wollen. Resultat: man muss alles neu planen.
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