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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: "Karlsruher Bürger sind dem Verkehrs-Minister egal"

Der Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe rückt voraussichtlich näher. Die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wollen den Bau beschleunigen. In Karlsruhe trifft diese Entscheidung auf gemischte Reaktionen.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Johannes Honné und Ute Leidig kritisieren das Vorhaben scharf. Momentan entstehe der Eindruck, das Verkehrsministerium wolle die Planung stärker vorantreiben. Statt die Anbindung einer weiterführenden Straße zur B36 mit zu planen, werde das Planverfahren zunächst abgeschlossen.

Es solle möglichst schnell mit dem Bau der Brücke begonnen werden, obwohl sie mit Anschluss an die überlastete Südtangente völlig nutzlos sei, kritisieren die Grünen. Honné und Leidig betonen, dass die drohende Weiterführung als Nordtangente eben nicht wie vom Minister behauptet vom Tisch ist. Durch den Bau werde der Druck zunehmen, eine komplette Nordtangente zwischen der Rheinbrücke und der Autobahnabfahrt Karlsruhe-Nord zu planen, so befürchten die Vorsitzenden.

"Die Brücke allein ist keine Lösung"

Ähnlich sieht das auch die Kult-Fraktion: In einer Pressemitteilung kritisieren sie die jüngsten Aussagen des Verkehrsministers. "Die Karlsruher Bürger sind ihm offensichtlich ziemlich egal", heißt es in der Pressemitteilung. Es sei ein planerisches Unding, die Brücke und die Verbindung zur B36 getrennt auf den Weg zu bringen, so die Kult-Fraktion.

Die SPD beteuert in einer Presseinformation, dass der Bau einer zweiten Brücke ohne parallele Umsetzung des Lückenschlusses zur B36 für den Straßenverkehr überhaupt keinen Sinn ergebe. Stadtrat Michael Zeh ist sich sicher: "Die Brücke allein ist keine Lösung der Verkehrsprobleme und die Pfälzer werden weiterhin im Stau am Knielinger Pförtner stehen."

FDP fordert mehr Transparenz

Die Karlsruher FDP hingegen ist erfreut über das Vorangehen der Planung. In einer Pressemitteilung fordern sie jedoch mehr Transparenz beim Brückenbau. "Es ist an der Zeit, dass wir Klarheit über die Projekte bekommen", so Stadtrat Karl-Heinz Jooß. 

Auch die CDU nehme die "neuen, klaren Worte des Landesverkehrsministers Winfried Hermann zur zweiten Rheinbrücke erfreut zur Kenntnis", heißt es in einer Pressemitteilung. Es müsse ein Ziel sein, dass die Anbindung an die B36 zeitgleich mit dem Bau der zweiten Rheinbrücke stattfände, so Tilmann Pfannkuch (CDU). 

Aktualisierung, 12.23 Uhr

In einer Pressemitteilung melden sich die CDU-Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther (Karlsruhe-Stadt), Axel E. Fischer (Karlsruhe-Stadt) und Thomas Gebhart (Südpfalz) zu Wort. "Dieser Schritt ist überfällig. Die seit 2011 laufenden Planfeststellungsverfahren hätten schon längst abgeschlossen werden müssen. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder darauf gedrängt, dass die Verfahren endlich zu Ende gebracht werden, um Baurecht für die zweite Rheinbrücke herzustellen", heißt es in der Pressemitteilung.

Zu der nunmehr von den Landesregierungen gewollten Abkopplung der Planung für die B36-Anbindung auf Karlsruher Seite erklären die Abgeordneten: "Wir fordern, dass diese Anbindung nicht auf die lange Bank geschoben wird. Die baden-württembergische Landesregierung stand auch bei diesem Thema in der Vergangenheit allzu lange auf der Bremse. Nun heißt es, Gas zu geben. Wir drängen weiter auf den Bau der zweiten Rheinbrücke mitsamt einer Anbindung an die B36."

In einer eigenen Pressemitteilung erklärt Rainer Balzer, Landtagsabgeordneter der AfD, die hohe Wirtschaftskraft in der Region Karlsruhe sei ohne Mobilität von Arbeitskräften und Gütern nicht möglich. "Karlsruhe ist ein Verkehrsknotenpunkt und wird einer bleiben, da helfen alle Weigerungen grüner Politiker aus Karlsruhe, dies zur Kenntnis zu nehmen, nichts." Sowohl die Südtangente als auch die bestehende Rheinbrücke seien überlastet.

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Karlsruhes zweite Rheinbrücke: Eine zweite Rheinbrücke für Karlsruhe ob mit oder ohne Nordtangente wird schon lange diskutiert. Die Argumente der Rheinbrücken-Befürworter und der Rheinbrücken-Gegner in Karlsruhe, der Pfalz sowie den aktuellen Stand der Planung haben wir für Sie zusammengefasst.
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Kommentare (19)
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Das wäre die logische Konsequenz, denn die zweite Straßenbrücke soll keinen Radweg bekommen und der von der ersten Straßenbrücke wird wesentlich verschlechtert durch den Anschluss der zweiten an die erste ...
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  •   lynx1984
    (2688 Beiträge)

    die bekommen es hin
    dass nur die Rheinbrücke ohne sinnvolle Anbindung (nur direkte Anbindung an die Südtangente) gebaut wird. Dann haben wir den Schwachsinn der bereits vor Jahren von den Befürwortern und den Gegnern gleichermaßen abgelehnt wird.
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  •   lynx1984
    (2688 Beiträge)

    Bild dazu
    http://www.ka-news.de/storage/pic/region/karlsruhe/695722_3_Rheinbrcke001.jpg?version=1306238727

    genau das soll also durchgeboxt werden? Ob und wann die B36 Anbindung kommt könnte in den Sternen stehen. Bei 2 getrennten Verfahren kann auch eines scheitern und eines durchgehen.
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    Immerhin
    haben die Pälzerdann die Wahl auf welcher Brücke sie stauen wollen.
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  •   NeoTiger
    (418 Beiträge)

    Wenigstens haben sie dann noch eine Brücke ...
    ... wenn die erste wegen Altersschwäche einstürzt.
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  •   zozimura
    (1932 Beiträge)

    Keine Brücke = Keine Pfälzer auf Karlsruher Strassen
    Irgendwie ein goiler Gedanke. ;=)
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  •   Danny
    (111 Beiträge)

    Das ist eine rassistische Aussage!
    Und ausgerechnet von Ihnen!
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Pfälzer in die Pfalz,
    Saarländer in die Saar!
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    Warum
    ergänzen Sie nicht weiter ?
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