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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Heute ist Faktencheck - ka-news ist vor Ort

Droht der Verkehrskollaps und bricht der Wirtschaftsstandort Karlsruhe zusammen, sollte die zweite Rheinbrücke von Karlsruhe nach Wörth nicht gebaut werden? Hält die aktuelle Brücke dem fließenden Verkehr überhaupt noch stand und wenn ja - wie lange? Werden durch den Bau einer neuen Brücke seltene Tierarten zerstört? Alle diese Fragen soll der zweitägige und öffentliche Faktencheck "Leistungsfähige Rheinquerung" klären. Heute geht's los. ka-news ist vor Ort und berichtet.

Seit Jahrzehnten streiten Parteien, Organisationen und Umweltverbände vehement über den Sinn und Unsinn einer zusätzlichen Rheinbrücke von Karlsruhe nach Wörth. Der am Freitag beginnende Faktencheck soll eine über Jahrzehnte hinweg und emotional geführte Debatte auf eine sachliche Ebene bringen. Das wünscht sich zumindest die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Gisela Splett.

Der Faktencheck könnte das Ende sein

"Wir müssen zu einer sachlichen Debatte zurückkehren", forderte Splett im September in einem Gespräch mit ka-news. Das Projekt dürfe weder von Gegnern noch von Befürwortern "überhöht" werden. "Alle Fakten müssen auf den Tisch, damit wir vernünftig über das Projekt reden können", betonte die Karlsruher Grünen-Politikerin. Diese Fakten soll jetzt der schon lange angekündigte Faktencheck bringen.

Wie lange hält die derzeitige Brücke noch? Wie viel Verkehr wird künftig die Brücke belasten und droht der Region ohne zusätzliche Brücke sogar der Verkehrskollaps? Macht diese Brücke ohne Anschluss an die B36 und Nordtangente überhaupt einen Sinn? Und wenn ja, würden dennoch durch Lärm und Abgase die Natur nachhaltig zerstört? Bedeutet der Faktenchek gar das Aus der derzeitigen Planungen? Diese und andere Fragen soll nun der am Freitag beginnenden zweitägige Faktencheck klären. Brücke ja oder nein, und wenn ja wie genau? Das sind hier die Fragen.

Fakten hinterfragen, aber keine Positionen

Am Freitag, 18. November, und am darauf folgenden Dienstag, 22. November, laden daher das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur und das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz alle Bürger zum öffentlichen Faktencheck "Leistungsfähige Rheinquerung" ein. Es werden Vertreter aus den betroffenen Kommunen, aus der Wirtschaft, von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen anwesend sein und in verschiedenen Themenblöcken ihre Sicht darstellen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und die gesamte Bevölkerung sowie alle Mandatsträger der Region eingeladen. Die im Vorfeld benannten Interessenvertreter haben an den beiden Sitzungstagen die Gelegenheit, die vorgestellten Fakten zu hinterfragen, um so ein möglichst umfassendes Bild entstehen zu lassen, sollen jedoch keine Positionen ausführen. "Wichtig war bei der Auswahl der Vertreter, dass unterschiedliche Interessengruppen vertreten sind. Ich bin überzeugt davon, dass das mit der getroffenen Auswahl gewährleistet ist", sagte Splett im Vorfeld des Checks.

Für die Auswahl war auf baden-württembergischer Seite das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur zuständig, auf Seiten Rheinland Pfalz‘ das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur. Zur Information der Öffentlichkeit sind wichtige Untersuchungen und Gutachten zum Thema "Leistungsfähige Rheinquerung" auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur online gestellt.

Los geht's am Freitag um 9 Uhr im Stephanssaal in der Ständehausstraße 4 in der Karlsruher Innenstadt. Ein ka-news-Reporter ist für Sie vor Ort und wird im Laufe das Tages auf ka-news.de über den aktuellen Stand beim Faktencheck berichten.

Hier der geplante Programmablauf für Freitag, 18. November:

Zeit Programmpunkt

8.30 Uhr

Einlass

9 Uhr

Begrüßung STSin Splett

9.05 Uhr

Einführung STRin Erler

9.15 Uhr

Einstieg in die Moderation, Markus Brock

9.30 Uhr

Einführung ins Thema:
Vortrag Rheinland-Pfalz, Vortrag Baden-Württemberg

9.45 Uhr

Regionale Gesamtverkehrsschau:
Vortrag Baden-Württemberg, Vortrag Rheinland-Pfalz

10.05 Uhr

Fragerunde

10.50 Uhr

Pause

11.10 Uhr

Betrachtung der Bestandsachse:
Vortrag Baden-Württemberg, Vortrag Rheinland-Pfalz
 

11.55 Uhr

Fragerunde

12.40 Uhr

Mittagspause

13.40 Uhr

Rheinbrücke Maxau Bestand
14.20 Uhr

Fragerunde

15.05 Uhr

Pause

15.20 Uhr

Lärm- und Abgasbelastung:
Vortrag Baden-Württemberg, Vortrag Rheinland-Pfalz

15.45 Uhr

Fragerunde

16.30 Uhr

Puffer

16.35 Uhr

ÖPNV-Angebot:
Vortrag Baden-Württemberg, Vortrag Rheinland-Pfalz

17 Uhr

Fragerunde

18 Uhr

Tagesabschluss

18.30 Uhr

Ende der Veranstaltung

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Kommentare (34)
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    Ich hätte noch
    einen konstruktiven Vorschlag zu machen:

    Wir leiten den Rhein ab Höhe Lauterburg in einem grossen Bogen über Bad Bergzabern und Landau und führen ihn in Germersheim ins ursprüngliche Bett zurück.

    Dann geht uns das ganze Brückengedöns nichts mehr an und im Hafengebiet können neue attraktive Wohnquartiere entstehen.
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  •   Waterman
    (5822 Beiträge)

    Und Daxlanden..
    ..hätte seine Sauwiese wieder grinsen
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  •   sorry55
    (821 Beiträge)

    noch und noch
    und noch eine Diskussion und so diskutieren sie in 10 Jahren noch. In Karlsruhe wird geredet/zerredet anderswo wird gehandelt.
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  •   Greif
    (1409 Beiträge)

    Womöglich noch nach dem Moto "Schnell und falsch ist auch richtig!", oder wie?

    Das Planungsbüro mit diesem Motto ist aber vom Markt verschwunden zwinkern
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  •   sorry55
    (821 Beiträge)

    wie lange
    wird in KA schon über eine zweite Brücke geredet? 5, 10, 15, 20 Jahre? Wie lange hat man über das Stückchen U-Strab geredet? Wenn man dazu noch schnell sagen soll, dann verwechselt man Schneckentempo wohl mit der Endgeschwindigkeit eines Formel 1 Fahrzeugs.
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  •   sorry55
    (821 Beiträge)

    wobei
    ich den Ausgang pro oder contra Brücke offen gelassen habe. Ein Ergebnis Brücke ja oder nein ist gefragt.
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  •   Greif
    (1409 Beiträge)

    Geredet wurde schon oft und viel...
    aber außer der zweiten Brücke an sich gibt es bei den diversen Ideen nicht viele Gemeinsamkeiten zwinkern

    Oder um es mal ganz flapsig zu sagen: Es wurde schon öfter eine Sau durchs Dorf getrieben, aber jedesmal eine andere...
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  • unbekannt
    (110 Beiträge)

    Blog von Martin Brandl
    Martin Brandl MdL RLP

    Livestream war doch von der BNN angekündigt. Oder nicht?
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  •   vonderVogelweide
    (2791 Beiträge)

    bleib wo Du bist Pälser
    euch Schlappohren brauchen wir nicht für Karlsruhe.Du Sprachrohr von Angie, Deiner Göttin.
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    Dümmlicher Beitrag
    Der gewählte Nickname läßt auf sprachliches Vermögen und Intelligenz schließen, die Ausführung - zumindest im konkreten Fall - leider gar nicht.
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