- Zweite Rheinbrücke:
Zweite Rheinbrücke: Gegenwind für SPD-Finanzminister Schmid
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Karlsruhe (mda) - Der baden-württembergische SPD-Finanzminister Nils Schmid hat der grün-roten Landesregierung einen Bärendienst erwiesen. Mit seiner Aussage, dass die Landesregierung "selbstverständlich eine zweite Rheinquerung unterstützen" werde, befeuerte Schmid die Debatte um das umstrittene Brücken-Projekt. Er verärgerte damit nicht nur seinen Koalitionspartner. Auch Parteifreunde überraschte der plötzliche Vorstoß.
Der SPD-Finanzminister hatte beim Neujahresempfang der Karlsruher Industrie- und Handelskammer (IHK) am 9. Januar vor 1.500 geladenen Gästen erklärt, dass die Landesregierung "selbstverständlich eine zweite Rheinquerung unterstützen" werde.
"Das ist nicht die Position der Landesregierung", erklärte der Karlsruher SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Stober auf ka-news-Anfrage. "Das ist die private Meinung von Herrn Schmid." Die Entscheidung für oder gegen eine zweite Rheinbrücke sei noch nicht gefallen, betonte der Sozialdemokrat im ka-news-Gespräch.
Verkehrsministerium distanziert sich
Auch im grün-geführten Verkehrsministerium distanziert man sich von der Aussage Schmids. "Vorfestlegungen über die Weiterführung der Planungen sind im jetzigen Verfahrensstadium grundsätzlich nicht hilfreich", erklärte kürzlich Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur. Es gebe eine klare Absprache zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wie mit der Frage einer leistungsfähigen Rheinquerung bei Karlsruhe umgegangen werde, so Splett.
So hätten die Ministerpräsidenten der beiden Länder, Winfried Kretschmann (Grüne) und Kurt Beck (SPD), im November 2011 vereinbart, dass eine Arbeitsgruppe den Faktencheck auswerten soll. Dieses Gremium nehme am 26. Januar seine Arbeit auf. "Solange diese Beratungen laufen, ist die Entscheidung zur zweiten Rheinbrücke offen", heißt es dazu aus dem Verkehrsministerium. "Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) lehnt den Bau einer zweiten Rheinbrücke weder grundsätzlich noch kategorisch ab."
Karlsruhe Stadträte kritisieren Schmid
SPD-Politiker Stober erklärte gegenüber ka-news, dass er nach wie vor gegen die Planung einer zusätzlichen zweiten Rheinbrücke in ihrer derzeitigen Form sei. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass "wir um eine sinnvolle Kompromisssuche nicht drumherum kommen." So müssten bei der Planung sowohl die Belange der Pfälzer als auch die der Karlsruher beachtet werden. Der Bau einer zweiten Rheinbrücke in anderer Form und an anderer Stelle sei demnach nicht völlig ausgeschlossen, findet Stober. So könnte seiner Ansicht nach der Ausbau des bestehenden Verkehrsnetzes oder eine andere Brücken-Variante sinnvoll sein, um die derzeitige Verkehrssituation zu verbessern.
Dass sich Schmid für den Bau einer zweiten Rheinbrücke ausgesprochen hat, hat auch die Karlsruher Grünen verwundert. "Wir erwarten, dass die neue Landesregierung die Interessen von Karlsruhe und auch die Mehrheitsbeschlüsse des Gemeinderats ernst nimmt", erklärte die Grünen-Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. Am 24. Mai 2011 hatte der Karlsruher Gemeinderat sich mehrheitlich gegen den Bau einer zweiten Rheinbrücke ausgesprochen.
Auch Eberhard Fischer, Stadtrat der Karlsruher Liste (KAL), kritisiert Schmid. Dieser sollte doch die Ergebnisse des Faktenchecks zur Kenntnis nehmen. "Dann könnte der Finanzminister erkennen: Eine zweite Brücke beseitigt den Stau nicht, entlastet selbst mit zusätzlichem Bau einer Nordtangente die Südtangente nicht, löst auch nicht die Aufgabe 'Sanierung der bestehenden Brücke', kostet aber eine Unsumme Geld."
Bund weiter für die Brücke
Theoretisch können weder Gemeinderat noch Land das 100 Millionen Euro teure Bauvorhaben verhindern - denn Bauträger ist der Bund. "Das Land plant und baut in Auftragsverwaltung für den Bund. Es geht nicht darum, etwas zu verhindern, sondern eine sinnvolle und von den betroffenen Gebietskörperschaften akzeptierte Lösung zu finden", so das Verkehrsministerium des Landes gegenüber ka-news. Die beiden beteiligten Bundesländer stünden diesbezüglich in engem Kontakt mit dem Bund. Das Ministerium merkt zudem an, dass die Rheinbrücke im Entwurf des Investitionsrahmenplans des Bundes für 2011 bis 2015 nur in Kategorie D aufgeführt sei, der Bund also nicht von einem Baubeginn vor 2015 ausgehe.
Das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) hatte bereits im November auf ka-news-Anfrage durchblicken lassen an dem Großprojekt festzuhalten. "Zusammenfassend steht das BMVBS entsprechend den gesetzlichen Festlegungen im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen nach wie vor sowohl zu einer zweiten Rheinbrücke als auch zur Nordtangente Karlsruhe", hieß es damals in einer Stellungnahme auf ka-news-Anfrage.
Grünen-Politikerin Splett beschwichtigt indes: "Die Stadt Karlsruhe ist Eigentümerin von etwa 90 Prozent der für eine zweite Rheinbrücke benötigten Flächen. Sie lehnt die Planungen in ihrer derzeitigen Form bisher ab. Einen Automatismus, dass die zweite Rheinbrücke so wie bisher geplant kommt, gibt es also nicht."
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- (71 Beiträge) | 26.01.2012 11:03Bautdie 2. Rheinbrücke!!! Besser als das Geld den Pleitegriechen, Portugiesen, Spaniern oder Italienern in den Rachen zu werfen! Dann haben wir wenigstens auch was davon!
- (2373 Beiträge) | 26.01.2012 11:10was sollen wir dann wenigstens auch davon haben?Stau am Ölkreuz?
- (5477 Beiträge) | 26.01.2012 12:05mehr Parkplaätzedirekt auf dem Rhein. Sehr nobel sowas. Können die Griechen sich nicht leisten.
- (53 Beiträge) | 08.08.2012 14:35Die Rheinbrücke ... A 35 mit Querspange A 5 ... Ettlingen[b][/b]Ölkreuz?
- (53 Beiträge) | 08.08.2012 14:27Rheinbrückle wird gebaut ...Die A 35 uff der französichäh Seit endet leider in Höh vor Karlsruh ...
Jetzt stellt sisch mir die Froog, ob ... Die A 35 weiter ausgebebaut (ausgebeutet werräh soll) wird, odda, ob ma da ned ne Brück schlooge sollt .... - (53 Beiträge) | 08.08.2012 14:28Rheinbrückle wird gebaut ...Die A 35 uff der französichäh Seit endet leider in Höh vor Karlsruh ...
Jetzt stellt sisch mir die Froog, ob ... Die A 35 weiter ausgebebaut (ausgebeutet werräh soll) wird, odda, ob ma da ned ne Brück schlooge sollt .... Innenminister hin, Schnakenminister her ... die Brück muss endlich gebaut werden! - (1069 Beiträge) | 26.01.2012 11:15Noch einmal!Die Bundesbaumaßnahme sollte möglichst bald mit Anschluss an die B36 und B10 - Nordtangente - gebaut werden - Gründe: siehe Triple-X. Die Stadt Karlsruhe ist als Betroffene "zu hören" und sonst nichts. Das Gelände kann ja durch Überlassung von bisher militärisch genutztem Belände (Dragoner und Mackensen-Kaserne, StOV usw.) ausgeglichen werden.
- (1339 Beiträge) | 26.01.2012 11:22najaDurlacher vielleicht sollten se mal durch Durlach und net durch Hagsfeld die Tangente bauen, mal gespannt ob Du dann auch noch so einen Schwachsinn verbreitest. Von dem her absehen, weißt Du eigentlich wie die Nordtangente verläuft? Da kannst Du Dir die schon genutzten (wieder keine Ahnung, Dragoner ist schon längst verbaut) Areale in die Haare schmieren. Bescheuerter Fernverkehr der durch mehrere Karlsruher Stadtteile läuft! Hat in der Stadt nichts zu suchen, weder durch Knielingen, Nordweststadt noch durch Neureut und das betrifft mindestens 30.000 Einwohner. Aber da Du +++gelöscht, Verstoß gegen die Kommentarregeln+++ja nicht betroffen bist kann es Dir ja egal sein......
Kein Fernverkehr durch Karlsruhe, aus der Thematik Südtangente sollte man wohl gelernt haben. Das der Fernverkehr auf die AB gehört! - (5477 Beiträge) | 26.01.2012 12:11und auch die Mackensen-Kasernewird mittlerweile größtenteils wieder genutzt: http://ka.stadtwiki.net/Mackensen-Kaserne
Man könnte ja aber vielleicht Verfassungsgericht, Schloss und Uni abreißen und über die so frei werdenden Areale die NT bauen. Hmmm, Fördergelder ohne Ende, sollte man mal durchdenken. - (38 Beiträge) | 26.01.2012 13:45So isses........Mit dem 4-spurigen Ausbau der B36 zwischen Siemensallee und Klärwerk hat der Verkehr erheblich zugenommen (insbesondere Schwerlastverkehr von den Autobahnen). Deshalb gut ausgebaute Straßen ziehen eben mehr Verkehr an und die Anlieger sind die Dummen.
- (2583 Beiträge) | 26.01.2012 17:29würde mich malinteressieren was da gelöscht wurde?
- (53 Beiträge) | 08.08.2012 14:40Ausgelastete StraßenB 10 und B 36 sind eh schon ausgelastet! So ein Vorschlag.
- (107 Beiträge) | 26.01.2012 11:16FlächenZitat Splett:
Die Stadt Karlsruhe ist Eigentümerin von etwa 90 Prozent der für eine zweite Rheinbrücke benötigten Flächen. Sie lehnt die Planungen in ihrer derzeitigen Form bisher ab. Einen Automatismus, dass die zweite Rheinbrücke so wie bisher geplant kommt, gibt es also nicht"
Ich denke nicht dass die Stadt Karlsruhe Flächen auf der pfälzischer Seite ihr eigen nennt. Aber dort wird die meiste Fläche für die 2. Rheinbrücke benötigt. Somit können nicht 90% der benötigten Fläche das Eigentum der Stadt Karlsruhe sein.
Splett liegt also falsch. - (1339 Beiträge) | 26.01.2012 11:24na die Splettwird wohl auch nur für Karlsruhe gesprochen haben, sonst ergibt es ja keinen Sinn.
- (1203 Beiträge) | 26.01.2012 11:58Naja....was eine in ihrem Amt ohnehin überforderte Splett aus ideologischer Verblendung heraus so alles verzapft, nimmt keiner in den Ministerien -inbesondere von RP- mehr richtig ernst.
Wenn wir übrigens dieses totale Meinungs-Durcheinander unserer neuen Landesregierung in "nur" der einen Infrastrukturmassnahme-Frage nehmen, kann es einem für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von BW schwarz vor Augen werden.. - (395 Beiträge) | 26.01.2012 12:12Es wäre mir neu, ...dass es in Karlsruhe einen formellen Beschluss gegen eine 2. Rheinbrücke gibt ...
- (395 Beiträge) | 26.01.2012 12:14Wer liest ...hat mehr von Leben. Ziehe den beitrag wieder zurueck ...
- (76 Beiträge) | 26.01.2012 11:45Eigentümer der Flächen ist irrelevantWenn der Bund eine Straße bauen will, kann er sich die benötigten Flächen durch ein Enteignungsverfahren besorgen, auch von der Stadt Karlsruhe, wenn sie uneinsichtig bleibt. Das stellt kein prinzipielles Hindernis dar, es führt lediglich zur Verzögerung des Vorhabens. Das sollte auch Frau Splett wissen...
- (5477 Beiträge) | 26.01.2012 12:18Enteignung ist aberimmer nur eine Notlösung. Es muss auf jeden Fall versucht werden eine gütliche Einigung herbeizuführen. Sonst atomisiert das Verfassungsgericht jeden Enteignungsbescheid. Insofern sind Besitzverhältnisse durchaus relevant. Sie können so ein Verfahren um viele Jahre verzögern.
Eine Verzögerung jedoch kann bedeuten, dass ein möglicher Baubeginn jene Zeit nach 2020 erreicht, in der auch der Bau einer weiteren Eisenbahnbrücke wieder in Frage kommt. Mit einer solchen neuen Option würden sich wiederum die Nutzenüberlegungen verändern, etc. pp.. - (1069 Beiträge) | 26.01.2012 14:50Noch einmal - richtig lesen !Die u. a. genannten militärischen Gebiete sind oder waren in Bundeseigentum, auf die tatsächliche Nutzung kommt es da ja wohl nicht an. Oder wird man durch Nutzung einer Wohnung auch gleich Eigentümer? Außerdem: Als Durlacher muss man z. Z. nicht unbedingt in Durlach wohnen. Ich habe die Südtangente vor der Nase. Und letztlich: Befürworte ich eine 2. Rheinbrücke, aber nicht an der bisher genannten Stelle. Dieser Standort und diese Anbindung kann nur gewählt worden sein, damit dieser Quatsch nicht gebaut wird. Warum keine Weiterführung des Anschlusses der BAB-Anschlussstelle KA-Nord bis zur Linkenheimer Landstraße und nördlich von Neureut in Richtung des Industriegebietes und dann nördlich des Öl-Hafens über den Rhein? Dass jeder Betroffene schreit, ist klar. Aber so wären die wenigsten Bewohner, außer vielleicht einpaar Käfer und Fledermäuse oder so, betroffen und die Verkehrsführung könnte auch noch angenommen werden.




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