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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Erörterungstermine wohl bis Juni 2013

Die Ergebnisse der länderübergreifenden Arbeitsgruppe "Leistungsfähige Rheinquerung" sind vollständig. Die für Infrastruktur zuständigen Staatssekretäre der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Gisela Splett und Jürgen Häfner, haben bei einem Treffen am Freitag in Karlsruhe die Ergebnisse bewertet und die nächsten Schritte bei den laufenden Planfeststellungsverfahren zum Neubau einer zweiten Rheinbrücke festgelegt. Demnach könnten die Erörterungstermine in der ersten Jahreshälfte 2013 stattfinden.

"Mit der Ausarbeitung von insgesamt zwölf Themenblöcken zur Rheinquerung hat die Arbeitsgruppe einen großen Beitrag dazu geleistet, vertiefende Erkenntnisse zu Fragen aus dem vorangegangenen Faktencheck zu gewinnen", wird der rheinland-pfälzische Staatssekretär Häfner in einer Pressemitteilung zitiert. Die Erkenntnisse würden nun auch in die laufenden Planfeststellungsverfahren eingespeist, betonte die baden-württembergische Staatssekretärin Splett nach dem Gespräch.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden bereits im September auch auf den Internetseiten der Infrastrukturministerien in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg veröffentlicht und ergänzen damit die Informationen aus dem im vergangenen Jahr durchgeführten Faktencheck. "Jetzt ist es wichtig, das Planfeststellungsverfahren weiter zu betreiben", erklärten beide Staatssekretäre übereinstimmend.

Erörterungstermine in der ersten Jahreshälfte 2013

Für den Neubau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth am Rhein wurde im März 2011 in beiden Ländern das Planfeststellungsverfahren beantragt. Die Offenlage fand vom 26. April bis zum 25. Mai 2011 statt.

Die Planfeststellungsbehörden beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz haben die Stellungnahmen und die Einwendungen gesichtet. Geplant ist, den nächsten Schritt im Verfahren, nämlich die Durchführung von Erörterungsterminen in etwa zeitgleich in beiden Ländern durchzuführen. Nach derzeitigem Stand könnten die Erörterungstermine in der ersten Jahreshälfte 2013 stattfinden, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur unter: http://www.mvi.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/108761/

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Kommentare (19)
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    War es nicht
    Der Bundesverkehrswegeplan sah diese Variante südlich von KA schon nicht mehr vor. Diese Planung des A 8-Lückenschlusses wurde ende der 80er aufgegeben und hätte die beiden heute laufenden diskussionen um B 10 ausbau in der Südpfalz und 2. Rheinbrücke überflüssig gemacht.
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    Du hast recht,
    die Planung des A 8 Lückenschlusses war nicht 'im' sondern 'bis zum' Verkehrswegeplan 2003 vorgesehen. Im Verkehrswegeplan 2003 war die Planung dann aus den genannten Gründen herausgefallen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass diese Planung richtig war und in ihren Grundzügen sicherlich auch irgendwann umgesetzt wird / zwingend umgesetzt werden muss. Die heutige 'A8-light-Variante/weitere light-Planung' auf innerörtlichen Straßen im Stadtgebiet Karlsruhe kann die bestehenden und künftigen Verkehrsprobleme nicht lösen und ist der Bevölkerung auch nicht zumutbar. Die Umsetzung dieser Planung wäre reine/unsinnige Geldverschwendung mit Feigenblattcharakter.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Der Kelch der Pfälzerwald-Rheinauen-Nordschwarzwald-Autobahn ging zum Glück an uns vorbei, die zusätzlich zur Nordtangente hätte entstehen sollen ...
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    ...und die Karlsruher Bevölkerung
    trinkt diesen bitteren Kelch seit Jahren aus und soll künftig einen immer weiter gefüllten, einen immer größeren Kelch austrinken, die Bevökerung hat aber keinen Durst auf diesen Trunk.
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    Was für eine Farce...
    im Raum KA besteht eine der letzten gravierenden Autobahnlücken in Deutschland. Die Verkehrsprobleme sind mittel- und langfristig nur durch eine Weiterführung der A65 zur A5/A8 in den Griff zu bekommen. Nur ein Autobahnlückenschluss und nicht der Bau weiterer untergeordneter Brücken und Straßenverbindungen, die das Problem nur kaschieren, die Bevölkerung von KA aber massiv belasten, bietet ein wirksame Problemlösung. Das schmeckt natürlich weder dem Landkreis KA noch dem Landkreis GER. Es ist aber die einzig sinnvolle und sowohl verkehrslich als auch kostenmäßig vertretbare Lösung. Die jetzige Planung ist eine Scheinlösung, die unnötig knappes Geld verschleudern würde und keinen dauerhaften Bestand haben kann. Die verantwortlichen Politiker wissen dies sicher, haben aber wohl den nächsten Wahltermin im Blick. Die Landkreise KA und GER möchten offensichtlich alle Belastungen gerne dauerhaft nach KA abschieben und einige Gruppierungen in KA reichen dazu willig oder unbedarft die Hand.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    überregionaler
    Autobahnverkehr konzentriert sich nicht morgens und nachmittags. Außerhalb der Rush Hour hat die bestehende Brücke aber noch Kapazität. Das von Dir genannte Problem existiert nicht.

    Seite 21 unten:
    "Bei den Analysen der Verkehrsbelastung der Rheinbrücke müssen vor allem die Spitzenzei-ten betrachtet werden. Zu anderen Zeiten des Tages kann noch erheblich mehr Verkehr abgewickelt werden."
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    mag sein,
    aber jeglicher originärer Autobahnverkehr hat im Stadtgebiet nunmal nichts zu suchen / nichts verloren und ist in keiner Weise akzeptabel. Weder in den Spitzenzeiten noch zu anderen Zeiten. Der Bund soll endlich die Autobahn vervollständigen-- und alle Pendler und jeglicher Regionalverkehr hat auch zu Spitzenzeiten massig Platz auf der bestehenden Rheinbrücke. Die Bevölkerung von KA braucht endlich wirksame verkehrliche Entlastung und keine weitere Belastung, keine weitere Abschiebung von Verkehr aus dem Umland, aus den Landkreisen KA und GER in das Stadtgebiet. Dies sollte doch jedem 'Gutwilligen' einleuchten.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Echten Fernverkehr gibt es kaum auf der Südtangente laut Verkehrsuntersuchungen. Das wird hoffentlich so bleiben, indem eine vierspurige B10 durch den Pfälzerwald verhindert wird.
    Das bissele Mautschleichverkehr, was derzeit doch durch den Pfälzerwald schleicht, ist hoffentlich intelligent genug, in der HVZ gleich über Germersheim, Bruchsal und Bretten zur A8 zu schleichen, ist kaum länger. Das wäre im übrigen eine Achse, die man noch locker ohne Brückenneubau ausbauen könnte, sollte die Pfälzerwaldkatastrophe doch gebaut werden, denn die gut ausgebaute Germersheimer Brücke ist noch fern jeglicher Überlastung ... Für eine Südbrücke gibt es bei den heutigen Verkehrsströmen schlicht nicht genug Nachfrage, um deswegen Naturschutzgebiete zu zerstören. Das Gros des Verkehrs hat Ziel und Quelle in Rheinbrückennähe. Und andere Verkehrsströme Rotterdam-Balkan o.ä. extra in unsere Gegend zu locken, muss nicht sein. Das täten aber alle Brücken- und B10-Pläne, egal wo. Nein danke.
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  • unbekannt
    (139 Beiträge)

    Im Verkehrswegeplan 2003
    war richtigerweise und zukunftsorientiert eine entsprechende Autobahnweiterführung von der A65 zur A5/A8 bzw. eine Durchbindung der A8 eingeplant. In den Landkreisen KA und GER hat man dies durch den massiven Ausweis von Schutzgebieten aller Art hintertrieben und die Stadt KA hat im Regionalverband, den Gremien der Technologieregion und anderen Gremien dies nicht nur hingenommen sondern sogar gefördert. Die IHK hat auch ihr Schärflein massiv beigetragen. Maßgeblicher Vertreter der Stadt KA in diesen Gremien war/ist der derzeit amtierende OB von KA, die Politik der IHK bestimmt seit längerem ein Herr Bechtold. Beide sollten sich vor der Bevölkerung von KA schämen.
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  •   baeuerchen
    (650 Beiträge)

    Wahlversprechen und ihre Folgen ....
    In Regierungsverantwortung fallen sogar die Grünen in allen relevanten Punkten um!

    Es ist absolut egal wer an der Macht ist.
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