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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: CDU kritisiert "grünes Wahlkampfgetöse"

Die CDU-Fraktion weist die Kritik der grünen Landtagskandidaten Alexander Salomon und Bettina Lisbach am Karlsruher Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther (CDU) wegen dessen Äußerungen zum Planfeststellungsverfahren zur zweiten Rheinbrücke zurück und erwartet ein schnellstmögliches Nachholen der fehlenden Planungen durch das Land.

"Das Land hätte eigenverantwortlich seit 2013 die Planung für den Anschluss an die B 36 vorantreiben müssen. Jetzt Verzögerungen zu kritisieren, obwohl man das Projekt massiv bekämpft, ist scheinheilig", erklärt der Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch in einer Pressemeldung.

Pfannkuch weiter: "Das Land meldete bereits vor mehr als zwei Jahren die zweite Rheinbrücke einschließlich des B 36-Anschlusses zum Bundesverkehrswegeplan an. Selbst wenn Planungen für den Direktanschluss bisher noch nicht die für das Deckblattverfahren notwendige Detailtiefe erreicht haben, muss nicht bei Null angefangen werden".

Seine Fraktion hoffe deshalb auf die "zügige Vorlage" der ausstehenden Planungen durch das Land. Dem wirtschaftspolitischen Sprecher, Stadtrat Thorsten Ehlgötz, fehlt beim „Wahlkampfgetöse der beiden grünen Wahlkämpfer“ das Bewusstsein für die Anliegen der Bürgerschaft und der regionalen Wirtschaft: "Die Bürgerinnen und Bürger aus Knielingen und entlang der Südtangente sind die Leidtragenden der neuen Verzögerungen. Nur wer die Leiden der Bürger und die Verkehrsstudie der IHK zu den Gefahren einer Rheinbrückensperrung ignoriert, kann sich so äußern. Diese Äußerungen der zwei grünen Politiker stoßen auf Seiten der Wirtschaft nur noch auf Unverständnis und fördern die gesamte Isolation der Technologieregion."

Die Verkehrsbelastung und der Schleichverkehr seien beispielsweise in Knielingen kaum noch erträglich. Tilman Pfannkuch ergänzt: "Die Entlastungswirkung des direkten Anschlusses an die B 36, vor allem vom Fernverkehr, können selbst die Rheinbrückengegner nicht leugnen." Ein Großteil des Fernverkehrs ließe sich so westlich um Karlsruhe Richtung Graben-Neudorf herumleiten. Es müsse jetzt sichergestellt werden, dass die Planungen bis "zum letzten Verkehrsschild", ergänzend um die "Durchtrassierung" des vollständigen Anschlusses, ausgearbeitet werden.

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