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Karlsruhe/Maxau Rheinbrücken-Sanierung: Gratis mit der Bahn über den Rhein

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) nehmen die Bauarbeiten an der Rheinbrücke Maxau und die damit verbundenen Einschränkungen auf der B10 zum Anlass, Werbung für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu machen. Im morgendlichen Berufsverkehr sind am Mittwoch, 22. August, von 6 bis 9 Uhr Fahrten auf der Schienenstrecke Wörth - Karlsruhe kostenfrei.

Kostenlos und damit ohne Fahrkarte genutzt werden können laut einer Pressemitteilung des Ministeriums folgende Linien: R51 (Kandel - Wörth - Karlsruhe), S5 (Wörth - Karlsruhe), S51 (Germersheim - Wörth - Karlsruhe), S52 (Germersheim - Wörth - Karlsruhe).

Zu viele Berufspendler fahren Auto

Das Angebot gilt im Zeitraum von 6 bis 9 Uhr auch für die Gegenrichtung. Die genannten Linien können im gesamten Karlsruher Stadtgebiet (Wabe 100) genutzt werden.

"Anlässlich der baustellenbedingten Behinderungen im Bereich der Rheinbrücke Maxau wollen wir ein Bewusstsein für die Nutzung des ÖPNV als Alternative zum motorisierten Individualverkehr schaffen", erläutert Gisela Splett, Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, die Aktion in einer Pressemitteilung. Denn noch immer nutzten zu wenige Berufspendler den ÖPNV zwischen der Südpfalz und Karlsruhe - trotz längerer Auto-Fahrtzeiten durch die Baustelle. Informationen zu den Fahrplänen gibt es auf der Internetseite des KVV. 

Seit 4. Juni laufen die Sanierungsarbeiten an der Rheinbrücke auf der B10 bei Maxau. Im Rahmen der Arbeiten mit einem Auftragsvolumen von 1,2 Millionen Euro werden die Fahrbahnübergangskonstruktionen ausgebaut und erneuert. Zudem wird der Korrosionsschutz der Tragkabel erneuert und die erforderliche Hauptprüfung der Tragkabel durchgeführt. Hierzu bleibt immer eine Brückenhälfte komplett gesperrt.

Die Arbeiten sind bislang planmäßig verlaufen. Es ist vorgesehen, die temporäre Verkehrsführung in der 35. Kalenderwoche auf die südliche Brückenhälfte umzulegen (Richtungsfahrbahn Karlsruhe), so dass im Anschluss der Einbau der Übergangskonstruktionen im Bereich der Richtungsfahrbahn Wörth erfolgen kann. Sofern auch diese Arbeiten planmäßig abgewickelt werden können, wird die Baustellenverkehrsführung ab 1. Oktober 2012 wieder zurück genommen.

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Kommentare (27)
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  •   bimmelfuzzi
    (345 Beiträge)

    was für ein "tolles" Angebot
    Zuerst mal sollte die Politik mehr Geld für den ÖPNV ausgeben, damit dieser auch stärker ausgebaut werden kann (mehr Fahrzeuge, mancherorts ein zweites Gleis um die mögliche Zugfolge zu verdichten und engere Takte möglich zu machen, mehr Personal für mehr Züge einzustellen etc.). Weiterhin sollte dann jeder Zug mit 1 oder 2 Zugbegleitern oder Kundenbetreuern ausgerüstet sein, damit sich die Fahrgäste auch wirklich betreut fühlen. Insbesondere im Störungsfall hat der Lokführer nämlich anderes zu tun als sich um die Information der Fahrgäste und deren weitere Belange zu kümmern. Dann muss der nämlich erst mal schauen, dass er "Laden wieder zum Laufen bekommt".

    Ein Angebot, dass die Leute früh kostenlos hin-, nachmittags aber KOSTENPFLICHTIG wieder zurückbringt, lockt niemanden - zumal in eine Stadt, die derzeit auf Grund der Baustellen und Umleitungen nur als Chaos-City bezeichnet werden kann.

    Ergo - Ziel TOP - Ausführung (wie fast immer) Note 6
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  • unbekannt
    (335 Beiträge)

    Habt ihr es gelesen?
    bimmelfuzzi hat zu 100% Recht. Weil er hat Ahnung. Was ich aber am besten finde, ist das in dem gelben Geschwür mit +10 oder mehr herumgegondelt wird und kein Mensch redet mit Dir wieso, weshalb, warum zwinkern und bei der Deutschen Bahn werden die Zugbegleiter/innen wegen (lächerlichen) +2 Minuten zu einer Entschuldigungsansage genötigt. *kopfschüttel* Die meistens noch durch die Fahrgäste mit Dauerabschiedsriten im Türbereich selbst verursacht wird. Gleichzeitig sind oftmals die AVG/Bahnkunden sowieso Dauergefrustet. Selbst bei pünktlichen Zügen wird Dumm geschwätzt. Nach dem Motto "Naja, einmal muss es ja klappen"Ich finde diese ewigen Dauernörgler sollten mit dem Auto fahren. Aber ich denke die haben zum Teil gar kein Auto und diesen Zustand kompensieren sie wahrscheinlich mit ewiger Dauerschelte über die Bahnen. Kannn mir kein Auto leisten, wieder Lapppen weg u.s.w.... bäbäbä..
    Die kotzen mich nur noch an.
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  •   bimmelfuzzi
    (345 Beiträge)

    mal ein kurzes Wort zu den "Verabschiedungsritualen" auf Trittstufen
    viele werden sagen "wegen den 10 Sekunden...." - sicher habt ihr damit Recht - aber ich skizziere Euch mal kurz die Folgen anhand einer extrem verspätungsgefährdeten Strecke - nämlich der Murgtalbahn S41 in Richtung Freudenstadt.

    Angenommen, der Zug verlässt Rastatt in Richtung Freudenstadt "relativ pünktlich" mit 3 Minuten Verspätung (normal sind 2-5 Minuten, wenn man pünktlich aus Karlsruhe rauskam). Das hält man so bis Gernsbach Bahnhof. Der Gegenzug dort ist ebenfalls schon da, so daß keine weitere Verzögerung entsteht.

    Nun verabschieden sich Gernsbach Mitte noch 15 Sekunden 2 Leute und in Obertrsrot blockiert noch jemand 20 Sekunden eine Trittstufe weil sein Bekannter grad angerannt kommt. In Hilpertsau wird man dann noch durch eine technische Zugsicherung in der Geschwindigkeit für etwa 150m von 60 auf 20 km/h reduziert, wodurch weitere ca. 30 Sekunden Zeitverlust entstehen. In der Summe hat man nun 4 Minuten und 5 Sekunden Verspätung .
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  •   bimmelfuzzi
    (345 Beiträge)

    und das End von der Geschicht.....
    Die Zugkreuzung vom Stadtbahnhof Freudenstadt verschiebt sich nach Baiersbronn - wodurch die Verspätung nun 24!!! Minuten beträgt - abzüglich 5 Minuten Aufenthalt im Stadtbahnhof, erreicht der Zug den Freudenstädter Hauptbahnhof mit 19 Minuten Verspätung - also statt zur Minute 07 etwa auf 24-26. Zur Minute 19 fährt nun aber der Regionalexpress nach Stuttgart ab.......

    Hätte anfangs in Gernsbach Mitte und Obertsrot keine Blockade von insgesamt nur 30-35 Sekunden stattgefunden, wäre der Zug in Weissenbach noch durchgekommen und hätte Freudenstadt PÜNKTLICH erreicht.

    Der Lokführer hat auf diese Ereignisse keinerlei Einfluss, zwischen pünktlich am Ziel oder knapp 25 Minuten Verspätung inkl. verpasstem Anschluß liegen 30 Sekunden.....

    Die Fahrdienstleiter in Gernsbach sollen nicht eingreifen, da hierdurch Bahnübergänge länger geschlossen blieben und sich die Autofahrer beschweren würden. Dann gibts wieder Mecker vom AVG-Cheffe wegen Mißachtung der Anweisung.....
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  • unbekannt
    (335 Beiträge)

    Ser geil erklärt
    und das soll jetzt so ein Büro Yuppie kapieren. Der sonst nur Bit´s und Bytes hin und herschiebt ;-D
    Man könte jetzt schreiben. Ach Du Bimmler das kommt vielleicht einmal vor. Aber ich glaub Dir auf´s Wort. ;-D
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  •   bimmelfuzzi
    (345 Beiträge)

    weiter im Beispiel.
    also statt zur Minute 08, ist man etwa auf 12-13 in Weissenbach. Nun steuert sich aber bereits bei der Einfahrt in Langenbrand zur Minute 11 und 30 Sekunden der Gegenzug in Richtung Rastatt ein und fordert die Fahrstrasse nach Weissenbach an. Folglich muss nun der Zug nach Freudenstadt in Weissenbach warten. Und das dauert..... - nämlich bis zur Minute 18. Danach löst erst mal die Fahrstrasse auf, der Bahnübergang, der recht lang geschlossen war, öffnet und muss neu schliessen. Bis man dann endlich aus Weissenbach rauskommt, ist es 20 (also 12 Minuten Verspätung).

    Mit 12 Minuten Verspätung wird die nächste Zugkreuzung von Schönmünzach dann nach Raumünzach verlegt, wodurch die Verspätung auf15-16 Minuten steigt. Züge, die nicht nach Eutingen sondern nur bis Freudenstadt fahren, haben ausserdem in Heselbach planmäßig Kreuzung mit einem Eilzug - diese erfolgt nun in Schönmünzach. Dadurch steigt die Verspätung des eigenen Zuges auf18 Minuten.
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  •   sorry55
    (821 Beiträge)

    was kann man schon erwarten
    so sind sie halt unsere Damen und Herren Staatssekretäre. Mehr ÖPNV nutzen. Egal ob vom Westen oder Osten, die Bahnen sind zu Berufsverkehrszeiten voll. Von Bretten fährt die S4 zeitweise sogar mit drei Bahnen angekoppelt bis Durlach und die sind voll.
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  •   sky789
    (1405 Beiträge)

    Zustimmung
    Bevor diese tollen Vorschläge kommen sollten die Damen und Herren ihre öffentl. subventionierten Hintern erst mal um die betreffenden Uhrzeiten in die Bahnen bequemen, um zu sehen dass diese z.T. jetzt schon vollkommen überlastet sind. Aber da wird wieder daruf los fabuliert, dass doch mehr Menschen den ÖPNV nutzen sollen, weil beim Lokaltermin um 11 Uhr bzw. 14.30 Uhr noch reichlich Platz in der Bahn ist.
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  • unbekannt
    (701 Beiträge)

    Porsche fahren
    Deswegen fahre ich immer mit meinem Porsche. Öffentliche Verkehrsmittel sind für Hartz4er und die arme Bevölkerung gedacht. Wenn ich manchmal an einer S-Bahn vorbei laufe verdrehe ich meist die Augen, wenn ich sehe wer da so alles einsteigt. Die reinste Muppet-Show. Köstlich!
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  • unbekannt
    (110 Beiträge)

    Zustände Knielinger Bahnhof
    Frau Splett sollte sich mal den Knielinger Bahnhof anschauen.
    Attraktiv sieht anders aus.
    Volle Zustimmung zu den anderen Kommentaren.
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