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Karlsruhe CDU-Politiker Groh erwartet massive Staus auf der Rheinbrücke

Pendler müssen sich bald auf massive Probleme auf der Rheinbrücke einstellen. Das sagt zumindest der Karlsruher CDU-Landtagsabgeordneten Manfred Groh. Eine Antwort des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums (MVI) auf eine Anfrage Grohs habe ergeben, dass ab 2012 in einem Zeitraum von etwa vier Monaten jeweils für zwei Monate eine Fahrbahnhälfte komplett gesperrt werden soll.

So der CDU-Politiker in einer Pressemitteilung. Bei den künftigen Bauarbeiten sollen die Fahrbahnübergangskonstruktionen erneuert werden. "Die heutigen Probleme, die sich bereits bei den derzeitigen Bauarbeiten auftun, lassen nur erahnen, was da auf die Menschen ab 2012 zukommen wird", sagt Groh. Seine Anfrage zeige zudem, dass die Landesregierung bislang noch keine endgültigen Pläne habe, welche Maßnahmen für die Ertüchtigung der Fahrbahnplatte notwendig seien.

Mehr Verkehr macht Rheinbrücke nötig

"Feststeht aber, dass hierbei weitere massive Einschränkungen zu befürchten sind", so Groh weiter. Die Rheinbrücke sei die wichtigste Querung in der Region. Groh gibt zu bedenken, dass die nächsten Brücken im Norden bei Germersheim und im Süden bei Iffezheim, jeweils etwa 25 Kilometer von der derzeitigen Brücke entfernt seien.

"Das MVI teilt damit meine Einschätzung, wonach es entlang des Rheins keine mit Karlsruhe vergleichbare Stadt oder Oberzentrum mit nur einer Rheinbrücke gibt", so der CDU-Landtagsabgeordnete. Auch werde in der Antwort des MVI der Darstellung großer Teile der Wirtschaft nicht widersprochen, wonach eine zweite Rheinbrücke zur Bewältigung der prognostizierten Verkehrszuwächse erforderlich sei. Jüngst habe Staatssekretärin Gisela Splett von den Grünen auf einer Diskussionsveranstaltung in Killisfeld gesagt, dass entgegen ihren früheren Erwartungen beispielsweise der Lkw-Verkehr im Land in den kommenden Jahren weiter zunehmen werde so Groh.

Die Antwort des MVI unterstreiche nach Auffassung Grohs erneut, dass die zweite Rheinbrücke im aktuellen Bedarfsplan als vordringlich aufgenommen worden sei. Der Bedarf für dieses Vorhaben werde somit vom Bund bejaht. Darüber hinaus habe der Bund seinen Finanzierungsvorbehalt gegenüber einer Verbindung von zweiter Rheinbrücke mit der B36 aufgegeben. "Die Bedeutung der B36 als Bundestraße ist damit festgestellt worden und gilt auch künftig. Die vom SPD-Landtagsabgeordneten Johannes Stober in Frage gestellte Fernverkehrsrelevanzder Verknüpfung von der zweiten Rheinbrücke mit der B36, sei somit eindeutig widerlegt worden", so Groh abschließend.

Anfrage und Antwort im Wortlaut als PDF-Dokument:

Dateiname : Anfrage und Antwort Manfred Groh Rheinbrücke
Dateigröße : 1.65 MBytes.
Datum : 03.11.2011 14:02
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Anfrage und Antwort Manfred Groh Rheinbrücke

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Kommentare (60)
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  •   kscgrufti
    (3493 Beiträge)

    Ja is denn
    schon wieder Weihnachten, dass der liebe Herr Groh mal wieder unter seinem Stein vorgekrochen kommt und uns mit seinen Überlegungen beglückt ?
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  •   vonderVogelweide
    (2791 Beiträge)

    Opa Groh als Profilneurotiker,
    wer hat den diesen Apparatschik zum stänkern vorgeschickt?
    Ich kann mir's eventuell vorstellen, aber diese "sauberen" Herrschaften wollen lieber im Hintergrund bleiben u. dort Politik machen.
    Der hat noch nie was vernünftiges für Karlsruhe erreicht, nur für sich, da war er immer schlau, siehe "Prokurist bei der Landeseigenen Parkraumgesellschaft".....
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  •   Pilz200
    (159 Beiträge)

    Kann der Mann nicht Lesen
    Zitat von Groh Das MVI teilt damit meine Einschätzung, wonach es entlang des Rheins keine mit Karlsruhe vergleichbare Stadt oder Oberzentrum mit nur einer Rheinbrücke gibt", so der CDU-Landtagsabgeordnete


    Im Antwortschreiben vom Ministerium steht aber "Der Landesregierung sind entlang des Rheins keine anderen, mit Karlsruhe
    vergleichbare Städte und Oberzentren bekannt."

    Lieber Herr Groh, d.h. dem MVI sind weder vergleichbare Städte mit 0 oder 1 oder 2 oder 1000 Brücken bekannt. Karlsruhe ist einfach nicht vergleichbar mit anderen Städten.
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  •   Pendler
    (149 Beiträge)

    Stimmt, Karlsruhe ist ganz anders
    so viel Theater gibt's anderswo nur im Theater.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    mach keine Sprüche
    wo am Rhein ist das Stadtarchiv in die Baugrube gerutscht? Und wo klammert sich ein OB gegen den Willen von 120% seiner Bürger an sein Amt? In welcher Landeshauptstadt am Rhein stehen massenhaft Büroräume leer? Wo ist der OB wegen Zechprellerei zurückgetreten? Wo hat der BM der OBin von hinten an die Schulter oder so ähnlich? Und welche Stadt hat so Heulsusen wie die Söhne Mannheims hervorgebracht?
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  • unbekannt
    (2030 Beiträge)

    Lösung
    Park and Ride.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    Andere Frage
    Der Erhalt der Brücke erfordert für einige Zeit Einschränkungen. Daraus wird die Notwendigkeit einer dritten Brücke gefolgert.

    Ganz allgemein gefragt: kann es sinnvoll sein in jeder Stadt eine Brücke mehr als nötig vorrätig zu halten, um für den Fall der üblichen Erhaltungsmaßnahmen Behinderungen zu vermeiden? Egal wie viele Brücken Düsseldorf, Köln oder Mainz haben, aber steht dort überall eine nur dazu da, um bei Bauarbeiten als Ausweichmöglichkeit zu dienen? Wenn ja, dann Kölle Alaaf. Ich glaube das aber nicht. Ich glaube viel eher, dass wenn dort eine der Brücken saniert wird, stehen auch die Kölner, Düsseldorfer und Mainzer für ein paar Wochen im Stau.

    Ich zweifle ein wenig an der Fähigkeit zum wirtschaftlichen Denken beim Herrn Groh. Gut, muss er auch nicht. Opposition fordert überall unbezahlbare Luftschlösser.
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  •   Pendler
    (149 Beiträge)

    Logisch
    wenn von 3 oder 4 Brücken eine für Bauarbeiten gesperrt wird, sind die anderen immer noch befahrbar. Wenn von einer Brücke eine gesperrt wird, liegt Karlsruhe fast auf dem Mond.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    die Brücke
    wird nicht gesperrt. Die Bauarbeiten werden nur zu Verkehrsbehinderungen führen.

    Im übrigen liegt allenfalls Wörth auf dem Mond. Ein einfacher Blick auf die Straßenkarte zeigt, dass das Zentrum der Galaxis rechtsrheinisch ist.
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  • unbekannt
    (2030 Beiträge)

    Die heutigen Probleme, die sich bereits bei den derzeitigen Bauarbeiten auftun
    Hätte man dann nicht vorher ein zweites Karlsruhebauen müssen?
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