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Karlsruhe CDU Karlsruhe-Land schäumt: Faktencheck willkürlich und undemokratisch

Deutliche Kritik an dem am Freitag beginnenden "Faktencheck" zur zweiten Rheinbrücke äußerte der Kreisvorsitzende der CDU Karlsruhe-Land und Europaparlamentsabgeordnete Daniel Caspary. Der Idee eines Faktenchecks stehe er zwar grundsätzlich positiv gegenüber. Es sei jedoch "reine Willkür und vollkommen unangemessen", den Landkreis nicht offiziell in dieses Verfahren einzubinden.

Bürgerinformation, Bürgerdialog und Transparenz seien in diesem strittigen Verfahren sicherlich hilfreich, betonte Caspary in einer Pressemitteilung. Die Frage der unzureichenden Rheinquerung betreffe aber auch den Landkreis und nicht nur die Stadt Karlsruhe - zumal dieser hierbei mit Ausgleichsflächen von zwei Kommunen betroffen sei. Es sei daher vollkommen unverständlich, warum nicht der Landrat oder ein anderer Vertreter des Landkreises offiziell zu den Gesprächen eingeladen wurde, so der Kreisvorsitzende.

"Der Landesregierung passt es offensichtlich nicht in das Konzept, dass sich der Landkreis mit breiter Mehrheit für eine zweite Rheinbrücke ausgesprochen hat", teilt Caspary mit. Der Landkreis solle auf diese Art und Weise quasi mundtot gemacht werden. Dies beweise, dass es der Landesregierung in Wahrheit nicht um Transparenz und Dialog, sondern nur um vorgetäuschte Offenheit gehe.

Der Landkreis Karlsruhe-Land wurde laut Caspary von Verkehrsminister Winfried Hermann nicht zu dem Faktencheck zur Rheinbrücke eingeladen, der am 18. und 22. November stattfinden wird. Laut dem Minister werde der Landkreis durch die Region Mittlerer Oberrhein ausreichend repräsentiert.

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Kommentare (34)
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  •   lynx1984
    (2688 Beiträge)

    Faktencheck bereits seit Jahren vorhanden!
    Die Daten sind hier abrufbar: http://www.mvi.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/104112/

    Wichtige Erkentnisse aus den Studien:
    1. Modus Consult, Juli 2010: Eine zweite Rheinbrücke ist nur dann sinnvoll, wenn es einen "Durchstich", also eine Nordtangente bis zu A5 gibt. Alles andere führt nicht zur Verbesserung der Situation! Und genau das ist das langfristige Ziel des Bundes.

    2. Ing. Köhler, Leutwein 2006: Zur Zeit ist der Karlsruher Pförtner das Haupthemmnis für einen etwas flüssigeren Verkehr. Die Behebung/Entfernung dessen ist relativ kostengünstig möglich und es ist anzunehmen, dass sofort die Anzahl der Staus reduziert wird.
    Warum hat man diese Maßnahmen nicht mal zumindestens ausprobiert? Seit 5! Jahren liegen diese Erkentnisse vor!

    Beste Grüße
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  •   Laetschebachschorsch
    (2781 Beiträge)

    Sammeln
    Sammeln heißt beachten, aufheben, bewerten und entscheiden ob es wert ist zu sammeln oder es nicht brauchbar ist und weggeworfen wird.
    So ist es, wenn ich im Wald, auf der Wiese oder auf der Straße was finde. Und genau das ist beim Faktensammeln das Problem. Jeder sammelt seine Fakten, die seine Interessen und Meinungen belegen. Dies ist in Stuttgart so wie in Karlsruhe. Was auf beiden Seiten fehlt, ist die Neutralität. Stuttgart hat gezeigt, dass ein doch recht neutrales Gutachten aus der Schweiz nicht beachtet wird und unberücksichtigt bleibt , da es nicht in das Meinungsbild passt. Und in Karlsruhe?
    Wie heißt es so schön? Ich glaube nur der Statistik (=Fakten), die ich selber gefälscht habe. Ach ja Fakten: Es soll TÜV-Gutachten geben, die Unternehmen mit der Note "1" bewerten. Und wenn mann dies hinterfragt stellt sich heraus, dass das Unternehmen der Auftraggeber war und nur die Sauberkeit der Toiletten zu begutachten war.
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  • unbekannt
    (180 Beiträge)

    Wo bleibt
    die Volksabstimmung ?Wollen diese Ökofaschos jetzt auch noch die Brücke verhindern... Manohman ich fass es nicht. @Greif Volle Zustimmung !
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  •   baeuerchen
    (650 Beiträge)

    Hinterm Mond
    war es schön oder wo lebst du?
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  • unbekannt
    (2476 Beiträge)

    um Fakten zu checken
    benötigt es ja schließlich kein Podium aus Gegnern und Befürwortern. Da sollen ja die FAKTEN gecheckt werden. Faktum: Da geht's um Fakten, nicht um Meinungen!
    Also völlig irrelevant ob Leute vom Land, aus der Stadt oder vom Mars dabei sind!
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  •   kscgrufti
    (3493 Beiträge)

    Hey Willi
    jetzt haschs awwer mol brudal uff de punkt gebrocht. grinsen
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    Legendenbildung
    Es ist nirgendwo durch Fakten belegt oder belegbar, dass der Bau einer neuen Straße einen Bürger zum Einsteigen ins auto und drauflosfahren oder auch zum Kauf eines Autos bewegt hat.

    Verkehr ist wie Wasser, Menge und Intensität hängen von Klima, Jahreszeit und Großwetterlage ab, nicht von der Dimensionierung oder der Anzahl der Regenrinnen, Kanäle oder Gullydeckel.

    Sonst würde ich, um mehr Niederschlag im Garten zu haben, einfach eine breitere Regenrinne anbringen und den Niederschlag in den Garten leiten.

    Sicher nimmt eine neue leistungsfähige Straße Verkehr auf, der dort vorher nicht querfeldein gefahren ist. Und ebenso sicher wird nicht nur Verkehr von der Rheinquerungstrasse 1 dorthin wechseln, sondern auch Verkehr von den Fähren, der B 500, B 35, der A 61 - aber nur in begrenztem Umfang.

    Dieser Verkehr ist vorher über diese Strecken ausgewichen, hat damit unnötigen Verkehr erzeugt, und unnötige Lärm- und Abgasbelastung.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    Das wäre vielleicht richtig
    wenn es keinen öffentlichen Verkehr gäbe. Da es diesen aber gibt, greift Greifs Hinweis und zudem häufig das Downs-Thomson-Paradoxon.

    Insofern ist Dein Hinweis allenfalls für die gesamte Verkehrsmenge richtig. Aber diese teilt sich auf Straße und Schiene auf. Und da reagiert das Mengenverhältnis mitunter sehr sensibel auf Änderungen beim Angebot.

    Es geht einfach nicht, dass alle aus Bequemlichkeit Auto fahren, das Auto braucht zu viel Platz. Das wird daher sehr unbequem. Daher sollte man allen eine möglichst gute Alternative zur Verfügung stellen, damit nur noch die Auto fahren, die bessere Gründe als "Bequemlichkeit" haben.

    Übrigens: im Internet war und ist es auch so: erst durch schnellere (aka "mehr") Leitungen wurde Youtube möglich. Durch Youtube wuchs der DatenVERKEHR in der Folge stark an, so dass jetzt die Leitungen kaum mehr ausreichen, die allen Datenverkehr aus der Zeit vor Youtube locker gefasst hätten.
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    dieser Vergleich...
    ... passt zum Wechsel von Pferdekutsche auf Auto und die Entwicklung dort. Nennen wir das mal "Klimaveränderung".

    Analog zum verbesserten Datentransfer.

    Aber es wird kein Video mehr hochgeladen, nur weil die Telekom eine zweite Leitung von A nach B legt, man geht allenfalls auf Nebenzeiten...
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    nicht hoch
    aber runter. Grundsätzlich ist Dir das schon klar, oder? Ich möchte eines der wenigen Videos im Netz sehen und leiste mir deswegen eine größere Bandbreite. Dann kucke ich danach auch mehr Videos, auch solche wegen denen ich die größere Bandbreite nicht bezahlen würde. Und dann stellen Anbieter mehr Videos ins Netz, weil es so einfach ist und so viel angesehen wird. Insofern wurden natürlich tatsächlich 99% der Videos bei Youtube hochgeladen, weil es die Bandbreite gibt, nicht weil der Upload kürzer dauert, sondern weil der Download für viele Leute kein Problem ist und durchgeführt wird.

    Mit der Straße ist es bisweilen ähnlich, nur kann man sich die Bandbreite da als Einzelner nicht kaufen, sondern man muss sie fordern.
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