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Karlsruhe Wildpark, Schloss, Kaspar Hauser: Neue Rundgänge durch Karlsruhe

Ab Mitte Juli stehen die Rundgänge "Immer mit Karls Ruhe!" und "Drei zu Zwei für Kaspar Hauser" auf dem Programm von Karlsruhe Tourismus. Pünktlich zum Start der neuen Fußballsaison gibt es außerdem die "Wildpark-Tour". Ab Ende Juli kommt der Rundgang "Jüdische Geschichte" sowie das Projekt "Stolpersteine" hinzu. So wird es in einer Pressemitteilung von Karlsruhe Tourismus angekündigt.

Die neuen Themenrundgänge sollen die Facetten der Fächerstadt zeigen und badische Geschichte anhand von Geschichten lebendig werden lassen, heißt es weiter in der Pressemitteilung. 

"Drei zu Zwei für Kaspar Hauser" und "Jüdische Geschichte"

Beim Rundgang "Immer mit Karls Ruhe!" führt der Karlsruher Geschichtenerzähler Manfred Bögle die Teilnehmer eineinhalb Stunden rund ums Karlsruher Schloss, entschlüsselt Symbole und berichtet über Legenden um die Gründung der Stadt Karlsruhe und ihr einzigartiges Stadtbild. War das Findelkind Kaspar Hauser etwa der legitime Erbe der badischen Großherzöge?

Was ist dran an dieser Theorie und warum ist eine der längsten Kriminalgeschichten der Welt immer noch nicht geklärt? Das soll beim neuen Rundgang mit dem Titel "Drei zu Zwei für Kaspar Hauser" geklärt werden. In der Karlsruher Erbprinzenstraße, benannt nach Erbprinz Karl Ludwig, startet der nächtliche Spaziergang und wirft laut Karlsruhe Tourismus ein neues Licht auf die Kaspar-Hauser-Geschichte. Dabei spiele auch der berühmte 3:2-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Weltmeisterschafts-Endspiel gegen Ungarn vom 4. Juli 1954 eine wichtige Rolle.

Auf den Spuren jüdischen Lebens führen ab Ende Juli die Gästeführer Jürgen Müller und Rüdiger Homberg durch Karlsruhe - beim Rundgang "Jüdische Geschichte". Der rund zweistündige Rundgang gebe einen Einblick in Geschichte und Entwicklung von ehemals jüdischen Orten wie beispielsweise den Synagogen, der Lidellschule, den Friedhöfen, dem Warenhaus Knopf oder des früheren Hotels Nassauer Hof. Kritisch werde hinterfragt, was während der Reichspogromnacht, der sogenannten "Reichskristallnacht" vom 9. auf den 10. November 1938 in Karlsruhe geschah.

Projekt "Stolpersteine" und "Wildpark-Tour"

Immer wieder begegne der Rundgang dem Projekt "Stolpersteine": Über 150 Gedenktafeln aus Messing, vom Künstler Gunter Demnig gestaltet, erinnern im Gehsteig vor den ehemaligen Wohnorten der jüdischen Karlsruher Einwohner an deren Leben. Die Themenführung endet im Karlsruher Stadtarchiv beim Gedenkbuch für die Karlsruher Juden, das seit 1988 mit Hilfe freiwilliger Paten ständig um Texte, Fotos und Andenken der Opfer ergänzt wird.

Die "Wildpark-Tour" ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen des Karlsruher SC: von den Mannschaftskabinen zur Pressetribüne, von den Trainerbänken zum VIP-Bereich. Zum Abschluss kann jeder Teilnehmer des Rundgangs auf dem Kunstrasen sein Geschick beim Torschießen unter Beweis stellen.

Weiter Informationen zu den Themenrundgängen gibt es unter www.karlsruhe-tourismus.de

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