Skurriles Olympia: Eddy The Eagle, Mexikaner auf Ski und Cool Runnings
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Karlsruhe (feb) - "I declare the Games open." Mit dem Eröffnungsspruch von Queen Elizabeth fiel am Freitag der Startschuss für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Fast schon traditionell bedeutet der Start in die Spiele auch die große Bühne für Exoten aus aller Herren Länder. Die skurrilsten und teilweise auch sympathischsten Olympiaauftritte präsentiert Ihnen ka-news in den "Top 5 am Mittwoch".
Nicht nur Topathleten gehen bei den Sommer- und Winterspielen für ihr Land an den Start. Ab und an verirrt sich auch ein Sportler, dessen Qualitäten dann doch eher umstritten sind, in das Starterfeld, um beim größten Sportereignis der Welt am Start zu sein. Ganz nach dem Olympischen Motto: "Dabei sein ist alles."
5. Hamadou Djibo Issaka - der Ruderer aus dem Niger
Auf Platz 5 schafft es ein ganz aktueller Sportler: Hamadou Djibo Issaka rudert aktuell bei Olympia in London für sein Land, den Niger. Erst seit drei Monaten rudert der 35-jährige, so hieß es in der Berichterstattung im deutschen Fernsehen. In London ging Issaka im Einer an den Start und sollte sich unter dem Jubel tausender Zuschauer und Unterstützung über den Lautsprecher ins Ziel quälen - mit rund 100 Sekunden Verspätung hinter dem Sieger des Laufes. Noch gibt es für ein komplettes Ruderteam im Niger keine Boote, wird Issake, der eigentlich Schwimmer ist, bei Spiegel-Online zitiert. Na dann immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel und bis Olympia 2016 in Brasilien!
4. Der Mexikaner auf Ski
Skurriler wird es schon bei Hubertus von Hohenlohe. Der gebürtige Mexikaner - Lebemann, Fotograf und ein bisschen Ski-Fahrer - ging für das nicht gerade als Skination bekannte Mexiko bei Olympischen Winterspielen fünf Mal an den Start, zuletzt 2010 in Vancouver. Angefangen hatte für von Hohenlohe alles mit einer Wette. Geendet hat es damit, dass er ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde - für 14 Teilnahmen bei Weltmeisterschaften. Oftmals ging es bei den Wettkämpfen nicht nur um den sportlichen Aspekt: Der Mexikaner wollte auffallen. So ging er viele Jahre mit Fußballtrikots an den Start und rettete sich mehr oder minder gesund ins Ziel.
3. Michael Edwards alias Eddy The Eagle
Respekt, Michael Edwards! 1988 in Calgary traute sich der weitsichtige Engländer Eddy The Eagle auf die Olympische Skisprung-Schanze - mit Brille! Alles Brilleputzen half nicht viel: Der britische Adler belegte sowohl auf der kleinen als auch auf der großen Schanze den letzten Platz. Immerhin war er der erste Brite, der sich die Schanze todesmutig hinunter stürzte. Fliiiiiiieeeeeeeeeeg, Eddy, fliiiiiieeeeeeeeeg!
2. Vier Jamaikaner im kanadischen Winter
Diese vier Jungs haben sich nicht im Flieger geirrt! Sie haben sich dazu entschlossen, im tiefsten Winter ihr warmes Jamaika zu verlassen, um im kanadischen Calgary 1988 Bob zu fahren. Spätestens jetzt macht es bei vielen Lesern bestimmt "Klick": Cool Runnings. Der Disney-Film nahm sich die vier Jamaikaner zum Vorbild für den Klassiker. Der Legende zu Folge nahm die Geschichte ihren Lauf bei jamaikanischen Seifenkistenrennen. Und so wurde die sprintstarke Bobmannschaft der Insel aus dem heißen Boden gestampft. 1992 in Alberville konnten die exotischen Bobfahrer sogar Teams der USA, Frankreich und Russland hinter sich lassen.
1. Schwimm um dein Leben, Eric Moussambani!
Am herzerwärmensten war noch immer der olympische Auftritt des jungen Eric Moussambani bei den Sommerspielen 2000 in Sydney. Über eine Wildcard kam der damals 22-jährige Mann aus Äquatorialguinea in die olympische Endrunde. Nachdem seine Gegner im Vorlauf, ein Nigrer und ein Tadschike, wegen Fehlstarts disqualifiziert wurden, begab sich Moussambani ganz alleine auf die (laaaaaaaangen) 100 Meter Freistil. Bis heute hat kein Schwimmer die Zeit des jungen Schwimmers überbieten können. Bei einer Minute und 52,72 Sekunden bliebt die Stoppuhr stehen - unter Standig-Ovations des ausverkauften Aquatic Centers in Sydney. Eigentlich nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass Moussambani erst wenige Monate vorher das Schwimmen erlernte.
Was war Ihr schönster, skurrilster oder lustigster Moment bei den bisherigen Olympischen Spielen? Teilen Sie diesen mit den ka-news Lesern - wie immer in der Kommentarfunktion zu diesem Artikel. Mehr Top 5-Listen bei ka-news.
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- (90 Beiträge) | 01.08.2012 11:40Selbstverständlich istes toll, Sport auf höchstem Niveau zu sehen. Doch die sog. Exoten lockern die Spiele auf. Solange hierbei das Risiko für Leib und Leben einigermaßen kalkulierbar ist.
- (1953 Beiträge) | 01.08.2012 12:41"Solange hierbei das Risiko für Leib und Leben einigermaßen kalkulierbar ist."
Vielleicht sollte man als Mindestqualifikation zur Teilnahme an olympischen Schwimmwettbewerben das Seepferdchenabzeichen voraussetzen! ((-; - (90 Beiträge) | 01.08.2012 14:02Gute Ideesomit ist seit vorletzter Woche mein 7 jähriger offiziell zur Teilnahme berechtigt. Kann man noch nachnominieren? Oder muss ich 4 Jahre warten?
- (1953 Beiträge) | 01.08.2012 15:44Ich befürchte, ...... für eine Nachnominierung wird's zeitlich e' bissele' eng! Aber Rio steht ja praktisch vor der Tür. Und was eine 15-jährige Chinesin kann, kann Dein dann 11-jähriger Sohn doch mit links, oder nicht? ((-;
- (51 Beiträge) | 01.08.2012 18:53...mit den richtigen Mitteln (Augenzwinker) auf jeden Fall.
- (4045 Beiträge) | 02.08.2012 10:41Mankann allerdings annehmen,dass die genannten Sportler ihre Sportart aber immer noch wesentlich besser beherrschen als irgendein Normalo.




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