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Studentenwohnheim oder Wohngemeinschaft - eine Entscheidungshilfe [0]

Karlsruhe (ad) - Wohnheim oder WG - eine Frage, vor der zur Zeit viele Studierende stehen, die zum Wintersemester ihr Studium in Karlsruhe beginnen. ka-news.de hat beide Varianten unter die Lupe genommen.
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Studentenwohnheim Waldhornstraße 36
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Studentenwohnheim Waldhornstraße 36 in Karlsruhe
Foto: ka-news
Studentenwohnheim Waldhornstraße 36

"Nicht katastrophal, aber trotzdem schwierig", so schätzt Sarah Puch, Sozialreferentin des Unabhängigen Studierendenausschusses der Uni Karlsruhe (UStA) den Wohnungsmarkt in Karlsruhe ein. Gerade zum Wintersemesterbeginn im Oktober eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden, sei alles andere als einfach.

Wohnheime des Studentenwerks

In den Wohnheimen des Studentenwerks gibt es immer zwar wieder neue Plätze, diese werden jedoch immer gleich neu besetzt. "Es gibt keinen Leerstand", erklärt Thomas Mosthaf, Leiter der Kommunikation des Studentenwerks Karlsruhe. Insgesamt verfügt Karlsruhe über 19 Studentenwohnheime und somit über 2.384 Wohnheimplätze - bei rund 33.000 Studierenden.

Daher rät Mosthaf, dass sich Studenten für einen solchen Platz mit einem Vorlauf von mindestens einem halben Jahr bewerben sollten. Denn so lange kann die Wartezeit durchaus ausfallen. Der Durchschnittspreis der Unterbringung liegt bei 210,57 Euro. Fast alle Zimmer sind möbliert und dürfen sechs Semester lang bewohnt werden.

Ob eine passende Wohnung für eine Wohngemeinschaft (WG) leichter zu finden sei, darauf wolle er sich nicht festlegen, da gebe es keinen "Königsweg", so der Mann vom Studentenwerk. "Man sollte nie eingleisig fahren." Daher rät Mosthaf Studenten, sowohl nach einer WG als auch einem Wohnheimplatz zu suchen, damit man später den "Luxus" habe, sich zwischen mehreren Möglichkeiten zu entscheiden.

Zudem komme es natürlich ganz auf persönliche Vorlieben an, erklärt die UStA-Sozialreferentin. "Das kann man nicht pauschal sagen". Für Studenten, die ganz neu in Karlsruhe sind, sei nach ihrer Einschätzung jedoch ein Wohnheim ideal, da man schnell andere Studenten kennenlerne. Auch das gelte aber natürlich nicht generell.

Wohnen im Studentenwohnheim

Wie es ist, in einem Studentenwohnheim zu wohnen, kann Thorsten Heid berichten. Er wohnt schon seit Oktober 2007 in einem Studentenwohnheim des Studentenwerks Karlsruhe, nachdem er zunächst vergeblich eine eigene Wohnung gesucht hatte. In dem Wohnheim selbst gefällt es ihm sehr gut. Für den Student ist das Wohnheim die erste "Nichtzuhauseunterkunft", wie es Heid nennt. Auch mit dem Preisleistungsverhältnis ist er sehr zufrieden. Für 196 Euro monatlich steht ihm ein möbeliertes Zimmer mit 13 Quadratmetern zur Verfügung.

Störend am Wohnheim findet der 27-jährige, "dass einige Mitbewohner noch nicht bemerkt haben,dass ihre Mutter nicht mehr da ist, um hinter ihnen her zu räumen und dass man manchmal nicht seine Ruhe hat." Frischlingen im Wohnheim rät der Bauingenieurstudent, dass sie offen auf andere Mitbewohner zugehen. Sie sollten sich auch in das Wohnheim einbringen und sich nicht nur um ihr Zeug kümmern.

Studentenwohnheime anderer Träger

Neben den Wohnheimen des Studentenwerks gibt es auch Wohnheime anderer Träger. Das Hans Freudenberg Kolleg ist ein selbstverwaltetes Wohnheim in Karlsruhe. Zimmer seien noch frei, erzählt Lisa Pröffdorf, eine Aktive des Kollegs. Im Sommer bietet das Heim den Bewerbern Aufnahmegespräche an, die von Heimleitern,den Flursprechern und Aktiven im Haus durchgeführt werden.

Pröffdorf antwortete auf die Frage, ob es schwierig ist, einen Platz in dem Wohnheim zu bekommen, dass es immer auf die Bewerberzahl ankomme. Sie meinte jedoch auch, dass ein offener und lockerer Mensch gute Chancen auf einen Platz in dem Wohnheim hat. Bewerben sollten sich die Studenten immer zu dem ersten August- und Septemberwochenende, da dort die Aufnahmegespräche stattfinden. Wenn unter dem Semester jedoch noch zusätzlich Zimmer frei werden, werden die Zimmer auch einzeln vergeben und es gibt kleinere Aufnahmegespräche. Generell darf ein Student so lange in dem Wohnheim wohnen, so lange er Student ist. "Es gibt keine Begrenzung", so Pröffdorf.

Wohnen in einer WG

Im Gegensatz zu Thorsten Heid hat Thomas Seegert, der ebenfalls in Karlsruhe studiert noch nie in einem Wohnheim sondern immer in einer WG gewohnt. Er wollte von Anfang an mit einem Freund zusammenziehen, deshalb stand der Einzug in ein Studentenwohnheim nicht zur Debatte. Die Wohnungssuche gestaltete sich jedoch als sehr schwer.

Zuerst wohnte der 22-jährige mit seinem Kumpel in Berghausen und musste jeden Tag 20 bis 25 Minuten mit der Bahn zur Uni fahren. Heute, ein Jahr später wohnen die beiden Studenten in der Karlsruher Oststadt. "Das Schöne am WG-Leben ist, dass man sich Küche und Bad für sich hat und dass man fast immer seine Ruhe hat", erzählt Seegert.

Der Vergleich: Wohnheim und WG

Das Wohnen im Wohnheim und in einer WG kennt Sebastian Braun. Er wohnte einst in einem Studentenwohnheim und zog nach zwei Jahren mit einem Studienfreund und zwei Studentinnen zusammen in eine WG. Anders als im Wohnheim, konnte er sich hier seine Mitbewohner aussuchen, was er zu den Vorteilen einer WG zählt. "Besser in einer WG ist auch, dass man sich Küche und Bad nicht mehr mit über 20 anderen Leuten teilen muss", erzählt Braun.

In einem Wohnheim zu wohnen habe aber auch seine gute Seiten. Es bedeutet vor allem, dass man weniger Stress hat, da man sich keine Möbel anschaffen oder renovieren muss. "Man muss sich um wesentlich weniger Sachen kümmern", berichtet der Student.  Anders als in einer WG werden Küche und Toilette täglich von einer Putzfrau geputzt. Zudem sei das Wohnheim meist günstiger als die WG. Preislich entpuppt sich ein Wohnheim für den Anfang als die bessere Variante. "Anfangs muss für eine WG viel angeschafft werden", so der 23-jährige, zumindest wenn man selbst eine WG gründe. Letztendlich ist die finanzielle Belastung für ihn jedoch geringer als zuvor.

Neuen Studenten, die nach Karlsruhe kommen, empfiehlt der Elektrotechnik-Student für den Anfang in ein Wohnheim zu ziehen. "Man lernt viele verschiedene Leute kennen, ob man will oder nicht", scherzt Braun. Für den Anfang könne man sich in einem Wohnheim besser einleben. Für später gibt er den Rat, in eine WG zu ziehen, da man auch nur für eine bestimmte Zeit im Wohnheim wohnen darf.

    

Mehr zu: Studentenwohnheim WG Student Wohnungssuche Wohnheim



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