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16.03.2016 18:01
 
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Studenten-Ansturm: Rekord an Karlsruher Hochschule für Technik und Wirtschaft [4]

(Symbolbild)
Bild:(dpa)

Karlsruhe (Melanie Nees) - Ganze 911 Studienanfänger gab es zum Auftakt des Semester an der Karlsruher Hochschule für Technik und Wirtschaft (HsKA). Damit ist die Hochschule um knapp 200 Plätze überbucht. Höchststand für ein Sommersemester. Überbuchungen sind keine Seltenheit, in dieser Höhe jedoch bislang einmalig - so viele Studenten hatte die Hochschule noch nie für ein neues Semester angenommen.
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Die HsKA ist überbucht. Eigentlich war angedacht, zum Sommersemester 2016 insgesamt 450 Bachelor- und 224 Masterplätze anzubieten. Stattdessen vergab die Hochschule nun 568 beziehungsweise 303 Plätze - also insgesamt 197 Plätze mehr als geplant. Zudem wurden 40 Studierende in höhere Fachsemester aufgenommen.

Hunderte andere bekamen eine Absage von der HsKA: 2.681 Bewerbungen gingen insgesamt für die Bachelorstudiengänge ein, 1.124 für Masterplätze. Damit ist zwar im Vergleich zum Sommersemester 2015 für Bachelorbewerbungen ein Rückgang von 1,3 Prozent zu verzeichnen, jedoch sind die Masterbewerbungen dagegen um 3,5 Prozent gestiegen. 

Das sind die begehrtesten Studiengänge

Besonders gefragt waren die Bachelorstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, International Management sowie Medien- und Kommunikationsinformatik mit jeweils mehr als zehn Mal so vielen Bewerbern wie Plätzen. Ganz anders sieht es bei Elektrotechnik und Mechatronik aus. "Die bekommen wir gerade so voll", so der  Rektor Karl-Heinz Meisel bei einer Pressekonferenz zum Semesterauftakt. 

Bei angehenden Masterstudenten gehören diese beiden Studiengänge dagegen zu den Spitzenreitern in Sachen Bewerberzahlen, wie auch Maschinenbau und Sensor Systems Technology. Mit den Bachelorabsolventen einig ist man sich bei Wirtschaftsingenieurwesen und International Management - diese gehören auch als Master zu den beliebtesten Studiengängen. 

Die HsKA locke laut Meisel Studieninteressierte aus ganz Deutschland an: "Die Hochschule hat einen relativ hohen überregionalen Einzugsbereich dank der guten Rankingergebnisse", so der Rektor. Auch viele ausländische Studenten zieht es an die HsKA. Von den neuen Erstsemestern stammen 17,2 Prozent aus dem Ausland. 

Mehr Studienplätze?

Im Rahmen der Fachkräfteoffensive "Master 2016" fördert die Landesregierung 50 neue Masterplätze ab dem Wintersemester 2016/2017.  Aber ansonsten werde die Studienplatzzahl konstant bleiben, es werden aber auch konstante Studienanfängerzahlen erwartet", berichtet Meisel. Für einen weiteren Ausbau würde das Geld fehlen. Wie Land und Hochschulen Anfang 2015 in einem neuen Hochschulfinanzierungsvertrag, der bis 2020 gilt, festlegten, sollen die Hochschulhaushaltsmittel jährlich um drei Prozent wachsen.

"Der Zuwachs wird sich bei den Hochschulen fast ausschließlich so auswirken, dass Mittel aus bisherigen Programmen in den regulären Haushalt umgeschichtet werden. Bei uns betrifft das Qualitätssicherungsmittel, also die ehemaligen Studiengebühren", erklärt Meisel. Aufgrund dieser Umverteilung werde die HsKa insgesamt keinen Zuwachs an finanziellen Mitteln haben. Das Geld reiche aus - was das Land auch von den Hochschulen erwarte - "die Studienanfängerplätze bis 2020 im gegenwärtigen Umfang weiterhin anzubieten", wie Meisel sagt. 

Bonus für Hochschulen mit wenigen Studienabbrechern

Eine weitere Neuheit in Sachen Hochschulfinanzen, die mit dem neuen Vertrag einhergeht: 10 Prozent der Finanzmittel, die das Land den Hochschulen pro Student zur Verfügung stellte, werden nun in Projekte zur Senkung von Studienabbrüchen investiert. Hochschulen mit niedrigen Abbruchquoten bekommen einen Bonus, jene mit schlechten Quoten haben das Nachsehen.

Die Bilanz des HsKA-Rektors ein Jahr nach der Einführung dieser Neuerung ist negativ: "Wir sehen das skeptisch", so Meisel. Die Regelung führe in Versuchung, Prüfungen schlichtweg einfacher zu machen. "Solche Anreize sind nicht von Vorteil, wenn man dann nur irgendwie probiert, so viele Studenten wie möglich durchzubekommen", klagt der Rektor. 

Raumsituation entspannt sich

Anders als die Finanzen hat sich die Raumsituation an der Hochschule positiv entwickelt. Für den als einziges Gebäude nicht sanierten P-Bau entsteht gerade ein 3.800 Quadratmeter großer Ersatzbau, der zum Sommersemester 2017 bezugsfertig sein soll. Im Juni 2015 wurde bereits ein 5.000 Quadratmeter großer Neubau des KMU-Innovationszentrums der Steinbeis-Stiftung eingeweiht. Diese beiden Baumaßnahmen sind die umfangreichsten seit der Entstehung des Hochschulcampus an der Moltkestraße in den 1960er Jahren. Das Urteil des Rektors: "Inzwischen können wir mit der Raumsituation leben"

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