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Karlsruhe Nerd-Kultur in Karlsruhe: Die HfG lädt zur Gulaschprogrammiernacht

Gulasch und Programmieren - wie soll das zusammenpassen? Wer es erfahren will, sollte sich für die 11. Gulaschprogrammiernacht des Vereins Entropia in der Hochschule für Gestaltung (HfG) anmelden. Neben der Vorliebe der Teilnehmer für das ungarische Nationalgericht und Computer soll auch kreatives Werken für Unterhaltung sorgen. Eine Gelegenheit herauszufinden, was Computerverrückte in ihrer Freizeit machen.

Die mittlerweile 11. Gulaschprogrammiernacht findet vom 23. bis 26. Juni in der Hochschule für Gestaltung statt. Sie versteht sich als eine Veranstaltung, in der vor allem Wert auf programmieren, basteln und kreatives schaffen gelegt wird, versprechen die Organisatoren. Daneben soll den Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, sich untereinander auszutauschen.

Dafür wird ein vielfältiges Vortrags- und Workshopangebot erarbeitet: Wie die Veranstalter ankündigen, sollen Teilnehmer, die sich für die Gulaschprogrammiernacht anmelden, durch eigene Ideen, Vorträge oder Workshops das Programm des Events mitgestalten und weiterentwickeln können.

Organisatoren kochen für hungrige Programmierer

Die Idee für die Gulaschprogrammiernacht wurde 2002 in die Tat umgesetzt mit der Absicht, eine Nacht lang zu programmieren und mit dem PC zu experimentieren. Das Problem der Verpflegung wurde recht schnell gelöst: "Lass Gulasch kochen", waren sich die Teilnehmer einig, erinnert sich Mike Gerber, Mitorganisator der ersten Stunde. Überlegungen, den lustig anmutenden Namen zu ändern, wurden zügig bei Seite geschoben. Die einmalig geplante Veranstaltung wurde zu einer jährlichen Größe und inzwischen hat sich der Name in der Szene etabliert und dient als Markenzeichen. "Wenn man von der Gulaschprogrammiernacht redet, wissen die Leute, was damit gemeint ist", so Gerber.

Doch was wäre die Gulaschprogrammiernacht ohne Gulasch? Der Name ist durchaus ernst zu nehmen und so finden sich immer wieder Freiwillige, die für ausreichend Gulasch während der Veranstaltung sorgen. Sollte der Fleischnachschub einmal versiegen, werde man notfalls noch etwas nachkaufen, verspricht Hannes Frederic Sowa, Mitorganisator der ungewönlichen Attraktion, und versichert gleichzeitig, dass auch an die Vegetarier unter den Programmierern gedacht werde.

Der Fokus der Gulaschprogrammiernacht liegt neben der feurigen Fleischspeise natürlich auf dem Programmieren und so wird die Hälfte des Zeitplans dafür reserviert sein. Traditionell konzipieren die Teilnehmer ein Programmierspiel, zu dem alle eigene kleine Programme beisteuern können. Ist das Spiel fertig, finden sich meistens etwa 50 der 200 Computerfreude, die es nutzen.

Nachdem zu Beginn der Veranstaltung ein Konzept erläutert wird, soll sich das Spiel nach und nach durch die Ideen der Spieler entwickelt. Im letzten Jahr haben sich virtuelle Roboter gegenseitig Futter geklaut. Welche "Handlung" das diesjährige Programm abbildet oder welches Spielprinzip man verwirklichen will, ist noch unklar.

Party als Alternativprogramm zum PC

Auch wenn das Programmieren im Vordergrund stehen soll, bleibt daneben noch Platz für weitere "Acts": So gibt es Vorträge und Workshops, Kunst und Kultur sowie laut Ankündigung viel Spaß. Die Vorträge behandeln verschiedenste, teilweise eher fachfremde, Themen. Entsprechend gab es in den vergangenen Jahren neben Programmier-Workshops auch Vorträge, die zum Beispiel den Kaffee als solchen oder das Bauen von Papierfliegern näher beleuchteten, erklärt Sowa. Wer die Lust am Arbeiten mit dem Computer irgendwann einmal verlieren sollte, kann sich der jährlichen Party anschließen oder sich "mit netten Gesprächspartnern in die Sofa-Ecke verkriechen."

Weitere Informationen über die Gulaschprogrammiernacht 2011, über vergangene Events, und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Veranstaltungshomepage.

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