Straßenbahnunfall: Informationsloser Ergebnisbericht
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Karlsruhe (ps/ram) - Drei Wochen nach dem tragischen Straßenbahnunfall in der Nähe des Kongresszentrums lud Walter Casazza, Chef der Verkehrsbetriebe (VBK), zu einem Pressetermin, auf dem er einen Ergebnisbericht der Untersuchungskommission vorlegen wollte.
Doch anstelle von Ergebnissen wurden Maßnahmen für die Zukunft präsentiert. So planen die VBK, einen Fahrsimulator anzuschaffen, die Signalisierung zu vereinfachen und ein zentrales Qualitätsmanagement einzuführen.
Während die Pressemitteilung den Titel "Verbesserungspotentiale werden sofort umgesetzt" trägt, wurde am Ende nur noch von einer "zeitnahen" Umsetzung gesprochen. Zudem bescheinigt die Untersuchungskommission, unter Vorsitz von Thomas Ruff, den VBK zunächst keinerlei Nachholbedarf im Thema Sicherheit: Die Verbesserungsvorschläge beträfen ausschließlich das Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik.
Mit dem Simulator sollen "nicht alltägliche Situationen" geübt werden, doch das Gerät sei "nichts von der Stange" und müsse erst entwickelt werden. Außerdem steht die Überlegung im Raum, alle Fahrsignale an einem Masten unterzubringen, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Bereits in die Wege geleitet sei eine Zertifizierung der Straßenbahnfahrschule der VBK durch die Akademie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) - laut Casazza "ein bundesweit einmaliger Vorgang".
Den Ermittlungen des Staatsanwaltes hingegen wollte auf der Konferenz am Montag niemand vorweg greifen. Ein abschließender Bericht der Untersuchungskommission soll daher erst nach Abschluss der Tätigkeit durch die Staatsanwaltschaft veröffentlich werden. Die nächste interne Sitzung der Untersuchungskommission ist für Freitag geplant.
Bei dem Straßenbahnunfall am 14. Januar wurden über 30 Personen verletzt. Die beiden Fahrer kämpften zeitweise um ihr Leben. Gegen einen der beiden Fahrer hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
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- (1476 Beiträge) | 08.02.2010 17:11Was ist der Casazza eigentlich?Chef der Verkehrsbetriebe oder ein ehrgeiziger Politiker? Bundesweit in das Rampenlicht kommen mit einmaliger Zertifizierung? Na toll, dann passieren eben künftig ´zertifizierte´ Unfälle, wenn es - Gott behüte - irgendwann wieder einmal krachen sollte.
Was heißte denn eigentlich ´zeitnah´ in diesem Zusammenhang? - (1456 Beiträge) | 08.02.2010 17:38Politiker Casazza?Vielleicht möchte er 2013 Nachfolger werden? Natürlich nur, wenn Wellenreuther bis dahin was Lukra äh Besseres gefunden hat.
- (662 Beiträge) | 08.02.2010 17:28Wenn ich das richtig lesewar die Veranstaltung Augenwischerei - oder auch einfach die Vera...e der Presse.
Ich schätze mal Zeitnah bedeutet nach dem Tunnel oder gar nach der Kombilösung. Ausserdem ändert das an dieser Art Unfall gar nichts oder sollen in die Bahnen Schleudersitze eingebaut werden? - (1476 Beiträge) | 08.02.2010 17:40Der Schwerpunkt der Massnahmen...muss auf "Verhinderung von Unfällen" liegen und nicht nur auf Abmilderung der Unfallfolgen.
- (58 Beiträge) | 08.02.2010 17:45Schulung der FahrerEine vertiefte Schulung der Fahrer halte ich auch für notwendig. Manchmal hat man einfach das Gefühl, nicht jeder Fahrer ist sich der Verantwortung bewusst, die er mit dem Fahren einer Straßenbahn auf sich nimmt.
Erst heute ist es wieder mal passiert, dass eine in diesem Fall Fahrerin wohl nicht mehr daran gedacht hat, dass sie mit einer Doppeltraktion unterwegs ist. Beim Ausfahren aus der Schillerstraße in die Kaiserallee in Richtung Mühlburger Tor hat sie nachdem das erste Fahrzeug größtenteils um die Kurve herum war derartig beschleunigt, dass man im hinteren Fahrzeug wirklich das Gefühl hatte, bei 2-3 km/h noch mehr Geschwindigkeit würde es eine Entgleisung geben. Durch die Fliehkraft wurde man gehörig nach links gedrückt. - (844 Beiträge) | 08.02.2010 22:53Beförderungsbestimmungen lesenDein erster Beitrag und gleich so ein Scheixx.Wozu sind denn die vielen Griffe dran.Wahrscheinlich hats Dich bei 20-25km/h bißchen auf die Seite gedrückt.Was aber nunmal normal ist und auch von einem Warmduscher zu ertragen sein.Kannst ja nächstes Mal die Notbremse ziehen.
- (58 Beiträge) | 09.02.2010 00:14Oh!Oh, was für eine freundliche und zurückhaltende Ausdrucksweise, loko!
Ich fahre wirklich genügend Straßenbahn und kenne mich auch sonst gut mit Bahnen allgemein aus, da ich selber bei einem Bahnunternehmen arbeite, von daher behaupte ich mal, recht gut beurteilen zu könne, was bei der Bahn zu schnell ist und was nicht. Und diese Geschwindigkeit war fürdiese enge 90°-Kurve definitiv zu schnell. Woher willst du denn wissen, wie schnell diese Bahn gefahren ist oder bist du in derselben Bahn gesessen? Einfach mal halblang machen und nicht gleich mit Ausdrücken um sich werfen wäre da angebracht! - (13 Beiträge) | 09.02.2010 09:50ditto!Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht! loko ist evtl. ein Straßenbahnfahrer, der die kritische Meinung der Fahrgäste nicht duldet. Leider gibt es nun einige mehr, die schlechte Erfahrungen gemacht haben und auch mitteilen. Auch das Benutzen der Handys während der Fahrt ist ein Problem, das anscheindend öfters beobachtet wurde. By the way: das ist auch krass: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,613897,00.html
ABER es gibt sicherlich auch pflichtbewusste und gute Fahrer in KA. - (3724 Beiträge) | 09.02.2010 11:51an die Mitlesende VBKSicherlich gibt es auch Pflichtbewusste StraBafahrer. Sehr viele sogar. Jedoch es reicht auch ein nichtpflichtbewußter Strabafahrer, damit es zu einem Unglück kommt. Meine Beobachtungen:
1. Zu schnelles Fahren an Stellen wo es nicht angebracht ist. Bei den Fahrerinnen kommt mir das öfters unter. Es gibt auch Kinderwägen in der Bahn und nicht immer sitzen die Eltern / Elternteile
1b. Dazu gehört auch das Abbremsen. Es sind Fahrgäste in der Bahn und keine Postsäcke. !!!!
2. Handy in der Hand bei Fahren (Beweisfoto gefällig??)
3. Ein Fuß auf der Armatur (in der Tram oder bei den häßlichen AVG-Triebwagen)
4. Geschwätz in der Fahrerkanzel mit einem Kollegen
5. Das laute Gebimmel wegen eines Idioten stört gleich ein ganzes Stadtviertel. ISt das verhältnismäßig? (Machen Autofahrer auch) Muss das sein? - (213 Beiträge) | 14.03.2010 12:43GemächtfotosSorry, lieber Autor, aber das ist nun echt langsam ein alter Hut. Daß sich das nicht gehört, weiß jeder - aber nun nach wohl knapp 2 Jahren oder so sollte doch mal langsam Schluß sein damit...
- (136 Beiträge) | 09.02.2010 07:25Schillerstr. => KaiseralleeDie Beobachtungen von "Danny" teile ich vollumfänglich. Beim Abbiegen von der Schillerstraße in die Kaiserallee (Linie 1) kann diese Fahrweise bei Doppeltraktionen leider regelmäßig beobachtet werden. Es wirken dann so starke Fliehkräfte, dass man sich als stehender Fahrgast kaum mehr festhalten kann. Manchmal denkt man sich schon, ob dem Menschen an der "Zugspitze" bewusst ist, dass sein Zug Überlänge hat und sich hinten auch Fahrgäste befinden.
- (213 Beiträge) | 14.03.2010 12:54KurvenfahrenNun ja, Kurven ordentlich zu durchfahren ist eine Kunst, die nicht jeder kann. Und Leute nur auf die Haltegriffe und die Beförderungsbedingungen zu verweisen, halte ich da schon etwas für daneben, wenn die Fahrgäste in den Kurven waagerecht an den Haltegriffen hängen. Ich geb da Danny recht. Allerdings kann ich nicht wie einige andere der werten community behaupten, daß die Fahrerinnen sich besonders schlimm hervortun würden. Generell sollte man sich mal bei VBK & AVG Gedanken darüber machen, Fahr- und Wendezeiten zu verlängern, damit der Zeitdruck von den Fahrern abfällt und eine streßfreiere und harmonischere Fahrweise entsteht - und ganz nebenbei sind streßfreie Fahrer auch freundlicher - man wird es an der Kundenzufriedenheit merken. Gleichzeitig könnte man den 10-Minuten Takt auf einen 12- oder 15-Minuten-Takt erweitern und die so gewonnene Zeit auf die Wendezeiten aufschlagen. Alleine die Erweiterung des Taktes auf 12 Minuten würde pro Linie 1 Bahn weniger pro Stunde bedeuten.
- (213 Beiträge) | 14.03.2010 12:57weiter im TextDas würde also auch eine Entspannung der Verkehrssituation in der Innenstadt bedeuten (FuZo). Und ich glaube kaum, daß es de Leuten auffällt, daß sie 2 Minuten länger warten müssen. Außerdem fährt derzeit vieles eh im Rudel und nicht nach Plan, so daß der Plan also eh nur auf dem Papier existiert. Wäre es also nicht viel sinnvoller, etwas weniger, etwas langsamer dafür aber pünktlich zu fahren? Und das mit einem harmonisch aufeinander abegstimmten Fahrplan....?
- (169 Beiträge) | 08.02.2010 18:22Zu schön um wahr zu seinSo einen Fahrsimulator für Stassenbahnfahrer hat Stuttgart schon ewig und nutzt diesen auch zum Schulen ihrer Fahrer, bis der dann aber bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe endlich kommt, vergehen bestimmt wieder Jahre!
- (1767 Beiträge) | 08.02.2010 20:42Im IKMgibt (gab?) es einen Straba-Simulator. Allerdings kann man da nur vor und zurück fahren.
- (3644 Beiträge) | 08.02.2010 22:011?2!
Im ZKM, wo ich kürzlich beim Tag der offenen Tür war, gibt's mittlerweile 2 davon, 1x den "alten" und gegenüber einen offenbar recht neuen, wo auch schon die Nordstadt-Strecke dabei ist und dat janze in 3-D!
Für den hier angesprochenen Zweck aber natürlich mitneffen und -nichten geeignet ... auch wenn man nicht nur vor und zurück kann, sondern auch abbiegen an adäquater Stelle ... - (561 Beiträge) | 09.02.2010 09:24von Microsoft gibt es den Eisenbahn-simulator. Dabei sind Zusatz CD mit den Stadtbahnen dabei (Albtal und Rheintal mit Schwrzwaldbahn). Da kann man Weichen verstellen und Zugbegegnungen simulieren.
- (2822 Beiträge) | 08.02.2010 22:08wie üblich ..... es kommt nix herausoder die Bevölkerung wird für blöde gehalten, that´s life
- (66 Beiträge) | 09.02.2010 05:58wie überall !!!Oben werden wieder ein paar gutdotierte Posten geschaffen, das Ganze nennt sich dann Qualitätsmanegment, den Kunden, sowie den Fahrerinnen und Fahrern bringt dies herzlich wenig. Im Endeffekt wird lediglich sichergestellt, auf wen man eine eventuelle Verfehlungen abschieben kann.




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