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Karlsruhe Neue Infos: Aktueller Stand zum schweren Unfall am Entenfang

Nach dem schwerem Verkehrsunfall am Entenfang zwischen einem Lastwagen und einer Stadtbahn teilt die Polizei am Montag neue Erkenntnisse mit: Der Lastwagen-Fahrer war nach Aussage der Polizei wohl mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs. Eine mögliche Mitschuld des Bahnfahrers wird noch geprüft.

Wie die ersten Auswertungen des in dem Lastwagen eingebauten Kontrollgeräts ergeben haben, ist der 37 Jahre alte Fahrer mit der auf der Südtangente zulässigen Geschwindigkeit von etwa 80 Kilometer pro Stunde an der Ausfahrt 7 in Richtung Entenfang abgefahren. Den weiteren Aufzeichnungen nach fuhr das Schwerfahrzeug dann trotz einer Bremsung mit einer Geschwindigkeit von noch rund 40 Kilometer pro Stunde gegen den hinteren Wagen der querenden Stadtbahn.

"Demnach spricht vieles dafür, dass der Fahrzeuglenker im unübersichtlichen Kurvenbereich des Abfahrtsastes mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen ist," so die Polizei. Noch stünden aber weitere Untersuchungsergebnisse aus: So sind die Auswertungen der Ampelschaltphasen wie auch die Videoauswertung aus den Aufnahmen in der Bahn noch nicht abgeschlossen.

Auch liegen der Polizei inzwischen einige Zeugenhinweise vor, "die sich insbesondere auf die übliche Ampelphase nach der Durchfahrt des jeweils ersten Bahnwagens beziehen". Zudem dauern die Überprüfungen zu einem eventuell vorliegenden Rotlichtverstoß oder möglicher Unachtsamkeit als möglicher (Mit-)Ursache des Unfalles an. Bei dem schweren Unfall am Freitagmorgen sind 10 Menschen verletzt worden, die Aufräumarbeiten dauerten den ganzen Tag an (ka-news berichtete).

Die Bergung der Bahn im Video

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  •   silvertrain
    (6 Beiträge)

    21.06.2017 13:40
    §19StVO Bahnübergänge
    (1) 1Schienenfahrzeuge haben Vorrang
    1. auf Bahnübergängen mit Andreaskreuz (Zeichen 201),
    2. auf Bahnübergängen über Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwege und
    3. in Hafen- und Industriegebieten, wenn an den Einfahrten das Andreaskreuz mit dem Zusatzzeichen "Hafengebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang" oder "Industriegebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang" steht.

    2Der Straßenverkehr darf sich solchen Bahnübergängen nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern. 3Wer ein Fahrzeug führt, darf an Bahnübergängen vom Zeichen 151, 156 an bis einschließlich des Kreuzungsbereichs von Schiene und Straße Kraftfahrzeuge nicht überholen.

    (2) 1Fahrzeuge haben vor dem Andreaskreuz, zu Fuß Gehende in sicherer Entfernung vor dem Bahnübergang zu warten, wenn
    1. sich ein Schienenfahrzeug nähert,
    2. rotes Blinklicht oder gelbe oder rote Lichtzeichen gegeben werden,
    3. die Schranken sich senken oder geschlossen sind,
    4. ein Bahnbediensteter Halt gebietet oder
    5. ein hörbares Signal, wie ein Pfeifsi
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  •   silvertrain
    (6 Beiträge)

    21.06.2017 13:37
    [b](§19StVO Bahnübergänge) [/b]
    was vielen autofahrern in karlsruhe fremd ist und so gut wie von jedem missachtet wird ist verkehrssystem was es so nicht gleich ein 2. mal gibt. auf dem gleichen gleis fahren strassenbahnen und s-bahnen!
    der feine unterschied ist, dass bei der strassenbahn die stvo gilt und bei der s-bahn das bahnrecht, weshalb auch an so ziemlich jedem übergang in karlsruhe andreaskreuze aufgestellt sind.
    unabhängig ob das rotlich gebrannt hat oder nicht, gilt hier eine besondere vorsicht des autofahrers.
    jeder schlauschreiber soll sich jetzt an die eigene nase fassen,
    wann er das letzte mal die schienen blockiert hat, und achten sie auf die andreaskreuze es lohnt sich!
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  •   vielvornichtsdahinter
    (953 Beiträge)

    20.06.2017 00:27
    Die
    Mär der immer unschuldigen Straßenbahnfahrer ♥
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  •   Zuglenker
    (32 Beiträge)

    20.06.2017 08:53
    Mitschuld des Wagenführers
    Wie bitte Soll der Wagenführer mit daran Schuld sein wenn Ihm nach ca 60 Meter hinter seinem Arbeitsplatz ein LKW reinfährt?
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  •   myopinions
    (734 Beiträge)

    20.06.2017 00:11
    ...........das ist heutzutage das Leben eines Truckers,
    immer unter Zeitdruck, häufig das Handy am Ohr, dazu noch unkonzentriert und oft auch übermüdet.

    Derartige "Mißgeschicke" wird es daher immer wieder geben.
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  •   RechterRand
    (965 Beiträge)

    19.06.2017 21:41
    40 km/h
    mit einem 40Tonner erzeugt so einen Schaden? Hätte ich nicht gedacht.
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  •   kommentar4711
    (1421 Beiträge)

    19.06.2017 21:50
    Warum nicht?
    Das sah zwar nach Trümmerfeld aus, aber der Wagenkasten war an sich "nur" eingedellt. Dazu vom Fahrwerk abgerissen, das dürfte aber mit damit zu tun haben das der Aufprall ca. im 70 Winkel passiert ist und das Fahrgestell somit in den Gleisen "festhing" während oben der Schlag von der Seite kam. Und der Schaden am Führerhaus, schauen Sie mal in Durlach bei Auo Böhler vorbei, da steht sowas alle paar Tage in "neu" herum.
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  •   kommentar4711
    (1421 Beiträge)

    19.06.2017 19:10
    Ampelphasen
    Bin gespannt was in Bezug auf die Ampelphasen raus kommt. Die S5 war in Doppeltraktion unterwegs und bei Doppeltraktionen ist es ja meistens so, dass schon wieder umgeschaltet wird wenn der zweite Wagen noch im Kreuzungsbereich ist. Klar, man sieht die große Bahn dann an sich, aber ich könnte mir vorstellen, dass das noch entlastend für den Fahrer gewertet werden wird.
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  •   lynx1984
    (2602 Beiträge)

    19.06.2017 21:33
    Ampelphase kann menschlichen Fehler ausgelöst haben
    Exkurs Fehlermanagement: Es handelt sich beim "Slip" um eine Fehlhandlung, die ungewollt, vorher ungeplant in einem prinzipiell richtigen, bekannten, häufig trainierten oder häufig wiederholten Handlungsablauf ausgeführt wird. Besondes Abläufe, die aufgrund der häufigen Wiederholungsrate eine verminderte Aufmerksamkeit hervorrufen sind anfällig für diese Art von Fehler. Das trifft bei Berufskraftfahrern an ausschaltenden / grünen Ampeln zu. Wie häufig hat der LKW Fahrer dort bestimmt schon "den Schwung mitgenommen" als die Ampel gerade ausschaltete...

    Insbesondere dann wenn jahrelang dort immer nur eine Straba mit einem Wagon gefahren ist und immer ein bissl weg fahrendes Straba Heck in der Kreuzung war. Plötzlich ist heute alles ganz anders mit dem 2. Wagen...

    Umkehrschluss: wäre dort die Ampel rot gewesen (Glauben wir mal den Augenzeugen) dann hätte wohl auch der LKW abgebremst...
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  •   Toffl
    (44 Beiträge)

    20.06.2017 00:59
    Interessanter Blickwinkel
    klar, die Verkehrsregeln und "was hätte sein sollen" kennen wir alle - davon genug in den anderen Kommentaren. Ich finde es sehr erhellend, mal einen Einblick darin zu bekommen, wie es zu der Situation kommen konnte. Und der "Slip" klingt sehr nachvollziehbar. Danke dafür!
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