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OB-Wahl: CDU-interner "Freundeskreis Margret Mergen" gegründet [72]

Karlsruhe (fn) - Anfang Januar hat Margret Mergen (CDU) erklärt, als Oberbürgermeisterin kandidieren zu wollen. In der Karlsruher CDU hat die Erste Bürgermeisterin damit reichlich Staub aufgewirbelt. Wollte die Partei doch eigentlich vor März 2012 keinen Kandidaten küren. Am Freitagabend machte Mergen nun erneut von sich reden: In einer Pressemitteilung wurde die Gründung eines CDU-internen "Freundeskreis Margret Mergen" angekündigt, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, Margret Mergen auf dem Weg zur Nominierung als CDU-Kandidatin zu unterstützen.
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Margret Mergen
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Erste Bürgermeisterin Margret Mergen
Foto: ps

"Heute Abend ist deutlich geworden: Margret Mergen hat breite Zustimmung aus allen gesellschaftlichen Schichten und Karlsruher Stadtteilen", so Klaus Heilgeist, Karlsruher CDU-Stadtrat und Sprecher des neu gegründeten "Freundeskreis Margret Mergen". Als CDU-interner Freundeskreis habe man es sich zur Aufgabe gemacht, Margret Mergen zu unterstützen und "ihr auf dem Weg zur Nominierung als CDU-Kandidatin zu helfen und den nötigen Rückenwind zu geben“, heißt es in einer Pressemitteilung, die am Freitagabend per E-Mail versendet wurde.

"Bürgermeisterin zum Anfassen und mit Herz"

Der "Freundeskreis Margret Mergen“ gehe auf eine Initiative von Karlsruher Bürgern und Unternehmern zurück, die im Schulterschluss mit CDU-Stadträten, Orts- und Vereinigungsvorsitzenden innerhalb der CDU für Margret Mergens Nominierung als Oberbürgermeister-Kandidatin werbe. Margret Mergen sei kompetent und habe über 25 Jahre Verwaltungserfahrung. Sie habe sich Gedanken zur Zukunft von Karlsruhe gemacht und sei bereits heute eine Bürgermeisterin zum Anfassen und mit Herz, so Heilgeist, der die Sprecherfunktion im Freundeskreis übernommen hat.

Mergen selbst erklärte: „Seit der Bekanntgabe meiner Kandidatur erlebe ich täglich einen wachsenden Zuspruch und große Ermunterung von vielen Seiten." Der Freundeskreis gebe ihr Rückhalt und unterstütze sie auch organisatorisch bei ihrer Kandidatur. 

Wellenreuther hat sich noch nicht erklärt

Margret Mergen habe in den letzten Wochen bereits viele Termine bei Ortsverbände und Vereinigungen der CDU absolviert, um mit der CDU-Basis ins Gespräch zu kommen, heißt es in der Freundeskreis-Pressemitteilung. „Mir ist wichtig, mit den Mitgliedern der CDU direkt ins Gespräch zu kommen, ihnen meine Ideen für die Zukunft von Karlsruhe vorzustellen, damit sie sich ein eigenes Bild von meinem Programm und meiner Person machen können“, so Mergen. „Ich hoffe, den vielen engagierten Mitgliedern in der CDU so eine gute Grundlage für ihre Entscheidung beim CDU-Nominierungsparteitag im März zu geben.

Hier will die CDU sich offiziell für einen Kandidaten entscheiden. Als wahrscheinlichster partei-interner Konkurrent für Margret Mergen gilt der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete, Kreisvorsitzende, Stadtrat und aktueller Präsident des Karlsruher SC, Ingo Wellenreuther. Dieser hatte sich zu einer möglichen Kandidatur bisher noch nicht geäußert und statt dessen darauf verwiesen, man wolle an dem vereinbarten Fahrplan festhalten. Demnach werden die Mitglieder des Kreisvorstands in einer Sitzung am 2. Februar das weitere Vorgehen besprechen. Erst im März werde aber über den Kandidaten entschieden, so Wellenreuther gegenüber ka-news.

Freundeskreis Mergen sucht Verstärkung

Im "Freundeskreis Margret Mergen" sucht man derweil Unterstützer für die Kandidatur der Ersten Bürgermeisterin. Der Freundeskreis veranstalte nun regelmäßige Informations- und Diskussionsveranstaltungen, heißt es in der Pressemitteilung. So hätten sich am Freitagabend rund 30 aktive Unterstützer getroffen, um die zahlreichen Aktivitäten zu koordinieren und um ihre Erfahrungen aus den Gesprächen auszutauschen. „Die Tür des Freundeskreises ist offen für alle, die sich für Margret Mergen und für eine Politik mit Augenmaß aus Verantwortung für die Zukunft Karlsruhes engagieren wollen“, betonte Heilgeist.

Aktuell haben drei Kandidaten erklärt, für das Amt des Oberbürgermeisters in Karlsruhe kandidieren zu wollen: Nach Margret Mergen hatte  Friedemann Kalmbach von der Wählervereinigung Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) seine Ambitionen öffentlich gemacht. Vor wenigen Tagen erklärte außerdem Jürgen Wenzel von den Freien Wählern (FW), als Stadtoberhaupt kandidieren zu wollen. SPD und Grünen befinden sich dagegen noch in Sondierungsgesprächen und haben haben noch keinen Kandidaten benannt.

Mehr zum beginnenden OB-Wahlkampf in Karlsruhe in unserem Dossier

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Kommentare [72]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2586 Beiträge) | 28.01.2012 06:36
    der Heilgeist
    tritt mit seinem "Freundeskreis" dem Ingo voll in die Klöten, mich würde es nicht wundern wenn auch Fenrich dabei ist, die streiten sich vor der Wahl wie die Kesselflicker.
  • (1078 Beiträge) | 28.01.2012 09:12
    "Freundeskreis M....."
  • (44 Beiträge) | 28.01.2012 11:27
    "Breite Zustimmung" aus allen Stadtteilen???
    In der PM steht, dass sich rund 30 aktive Unterstützer getroffen haben. Es gibt 27 Karlsruher Stadtteile.
    Da kann die Unterstützung je Stadtteil ja so "breit" nicht sein...
  • (44 Beiträge) | 28.01.2012 11:31
    "Breite Zustimmung" aus allen Stadtteilen???
    In der PM steht, dass sich rund 30 aktive Unterstützer getroffen haben. Es gibt 27 Karlsruher Stadtteile.
    Da kann die Unterstützung je Stadtteil ja so "breit" nicht sein...
  • (479 Beiträge) | 28.01.2012 09:35
    Wahlkampf à la USA
    Mergen hin oder her - dieser vorgezogene Wahlkampf im Stil der "Primaries" schadet vor allem nur einem - der CDU selbst.

    Zuerst konnte die EB Ihre Füse nicht still halten, jetzt wird parteiintern das nächste Fass aufgemacht. Im Ergebnis zeigt sich das Bild einer höchst zerstrittenen Fraktion. Und diesem undisziplinierten Haufen soll man das Vertrauen schenken ?
  • (3118 Beiträge) | 28.01.2012 10:53
    Richtig
    Jetzt erwartet der Wähler aber, dass eine andere Partei einen überzeugenden Kandidaten präsentiert.
  • (3937 Beiträge) | 28.01.2012 11:00
    Freundeskreise....
    ....für die OB-Wahl gab es auch schon im Wahlkampf 1986 bei Prof. Seiler. Das ist nichts ungewöhnliches, weil man in den Wahlkampf auch Leute einbinden möchte, die nicht Mitglied der Partei sind.
  • (44 Beiträge) | 28.01.2012 11:31
    Leute nicht Mitglied der Partei sind???
    Sind da doch nicht erwünscht! In der Überschrift steht doch ausdrücklich: "CDU-interner 'Freundeskreis Margret Mergen' gegründet"!
  • (3937 Beiträge) | 28.01.2012 11:38
    Himmel nochmal....
    ....momentan ist dies eine Vorstufe zu einem überparteilichen bzw. außerparteilichen Freundeskreis. Ansonsten hätte man es ja nicht so groß in die Medien gebracht.
  • (3177 Beiträge) | 28.01.2012 11:38
    Wie kann sich die CDU selber schaden?
    Karlsruhe ist tiefschwarz, die CDU könnte sich auch öffentlich zerfleischen oder einzelne Kandidaten beim Ladendiebstahl und Falschparken erwischt werden – der Haufen wird trotzdem gewählt werden.
  • (3231 Beiträge) | 28.01.2012 12:06
    Na so tiefschwarz
    ist KA nicht mehr, schau dir mal das Wahlergebnis der letzten Landtagswahl an. In den beiden Karlsruherwahlkreisen lagen die Grünen ca. 1500 bis 2500 Stimmen hinter den Direktkandidaten der CDU. Tiefschwarz würde andere Abstände bedeuten.

    Es kann sein, dass es sich vielleicht bei einer OB-Wahl anders verhält, aber so sicher kann sich die CDU da nicht sein.
  • (3177 Beiträge) | 28.01.2012 12:54
    Da hast Du recht, bei Wahlen auf Landes- oder Bundesebene verhalten sich die Karlsruher anders. Bei Bundestagswahlen wird ja auch gerne mal die SPD stärkste Kraft.
    Aber wenn es um die Machtverteilung innerhalb der Stadt geht, dann ist die CDU eben mit Abstand der größte Player, was natürlich auch daran liegen kann, dass in der Lokalpolitik nichts Nennenswertes in der Opposition zu finden wäre.
  • (2586 Beiträge) | 28.01.2012 10:01
    GUTE FREUNDE KANN NIEMAND TRENNEN
    "Wenn man als Bürgermeisterin keine Freunde mehr haben darf ".....
    Irgendwo hab ich den Satz schon mal in anderer Zusammensetzung gelesen, meine jetzt nicht den Franz...
  • (3231 Beiträge) | 28.01.2012 12:08
    Na gute Freunde
    hat sie ja schon abgeholzt. Ihr Freund der Baum ist tot, sie fällte ihn im frühen Morgenrot... zwinkern
  • (1873 Beiträge) | 28.01.2012 11:36
    Das hat mit "Freundeskreis" oder
    gar wir sind Freunde garnichts zu tun, die Partei CDU will in Karlsruhe an der Macht bleiben, deshalb werden sie zu Freunden von Frau Mergen, selbst diejenigen, die sie nicht mögen.
    Wenn die Kampagne nicht so richtig zieht, ist ganz schnell ein anderer CDU zum Kandidat erwählt und natürlich zum Freund.
  • (3937 Beiträge) | 28.01.2012 11:41
    Um es nochmal....
    ....klar zu stellen: die CDU entscheidet nicht, wer für die Partei in den OB-Wahlkampf zieht, sondern die Partei entscheidet, wen sie im OB-Wahlkampf unterstützen wird. Es ist nämlich eine Persönlichkeitswahl. Der Wähler entscheidet nicht, welche Partei er wähl, sondern er entscheidet, welche Person OB werden soll.
  • (44 Beiträge) | 28.01.2012 11:49
    Du meinst, es ist MM egal...
    ob sie von der CDU unterstützt wird oder nicht? Glaubst Du, Sie kandidiert auf jeden Fall?
  • (3937 Beiträge) | 28.01.2012 11:53
    In der Theorie....
    ...ist es natürlich möglich. Aber ich glaube, dass sie es in so einem Fall nicht tun wird.
  • (391 Beiträge) | 28.01.2012 12:24
    Haarspalterei!
    Theoretisch stimmt das zwar, ist aber Haarspalterei. Sie geht schon dann eindeutig für die CDU in die Bütt.
  • (3937 Beiträge) | 28.01.2012 12:33
    Zunächst einmal....
    ....wird sie für sich selber in die Bütt steigen ohne dafür ihre politische Herkunft verleugnen. In der Kommunalpolitik ist es offensichtlicher als auf Landes- oder Bundesebene:man kann nie das Parteiprogramm als OB eins zu eins umsetzen, weil man in der Kommunalpolitik öfter Kompromisse eingehen muss als auf Landes- oder Bundesebene. Im Stadtrat gibt es nämlich nicht die strikte Trennung von "Regierungsfraktionen" und "Oppositionsfraktionen", sondern die Mehrheiten wechseln fast zu jedem Tagesordnungspunkt. Gerade bei Haushaltsplanberatungen in der Kommune kann man dies schön erkennen. Da ist es nicht unüblich, dass sich politische Gegner für ein und die selbe Sache einsetzen. Insofern ist das Parteiprogramm bei einer OB-Wahl nicht das wesentliche. Klar: die Parteien sehen dies naturgemäß anders.

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