- OB-Wahl in Karlsruhe am 2. Dezember 2012:
Margret Mergen im Interview: "Ich möchte auch zukünftig Verantwortung tragen"
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Karlsruhe (trs) - Finanzbürgermeisterin zu sein ist wahrlich nicht immer ein dankbarer Job. Streichungen anregen, Einsparungen fordern, der spitzfindigen Presse eine unerfreuliche Bilanz präsentieren und in der Öffentlichkeit dafür gerade stehen - damit schlägt sich in Karlsruhe die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen herum. ka-news hat sie in ihrem Büro getroffen und mit ihr über ihren Arbeitsalltag, den städtischen Haushalt und die nächste Oberbürgermeisterwahl gesprochen.
Frau Mergen, wie sieht eigentlich Ihr Arbeitsalltag aus?
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht darin, die Finanzverwaltung der Stadt zu steuern. Dabei ist es mein oberstes Ziel, im Haushalt die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben zu halten. In Zeiten von globalen Finanz- und Wirtschaftskrisen hat man dabei auf kommunaler Ebene mitunter nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Da ist es dann schon ein kleines positives Signal, dass der Jahresabschluss für das Jahr 2011 nun besser sein wird, als es die Prognosen vorausgesagt haben.
Wie kommt es zu solchen Veränderungen im städtischen Haushalt?
Zum Beispiel ist 2007 die Firma Pfizer nach Berlin umgezogen, das hat uns ganz schön gebeutelt. Die Gewerbesteuer ist unsere wichtigste Einnahmequelle, und damals fiel ein beträchtlicher Batzen weg. Ähnlich ist es in diesem Jahr mit einem großen hier ansässigen Energieversorger: Wegen der Energiepolitik in Bund und Land und der damit verbundenen Neuausrichtung des Unternehmens kann dieses zur Zeit so gut wie keine Gewerbesteuer zahlen.
Die Stadt soll also an vielen Ecken und Enden sparen, gilt das auch für die Stadtverwaltung?
In jedem Fall! Wir haben hier ebenfalls Sparmaßnahmen verwirklicht - selbst wenn es oft Kleinigkeiten sind. Zum Beispiel haben wir einen Dienstwagen abgeschafft und fahren jetzt mehr Fahrrad. Auch eine Fahrerstelle wurde dann nicht mehr neu besetzt. Außerdem treten wir an alle Ämter heran, damit sie ihre Einsparmöglichkeiten unter die Lupe nehmen - sei es langfristig im Personalbereich oder bei ihrer Arbeits- und Organisationsstruktur. Die kann möglicherweise effizienter werden.
Sie sind in Karlsruhe eine Person des öffentlichen Lebens. Wie nehmen Sie die Berichterstattung über Ihre Arbeit in den Medien wahr, die ja auch mal negativ ausfallen kann?
Meistens versuche ich das gelassen zu sehen. Bei vielem weiß ich ja, dass es sachlich nicht ganz zutreffend ist. Als mir zum Beispiel die SPD letzte Woche in einer Pressemitteilung vorgeworfen hat ich könnte nicht rechnen, habe ich das nicht persönlich genommen. Der SPD war wohl nicht bewusst, dass ich diese Information bei der Ergebnisvorausschau für das Haushaltsjahr 2011 noch gar nicht hatte. Allgemein würde ich mir wünschen, dass die Medien objektiv sind, keine Fakten mit eigener Meinung vermischen, öfter bei uns in der Verwaltung rückfragen und möglichst immer beide Seiten zu Wort kommen lassen.
...damit kein falsches Bild in der Öffentlichkeit entsteht?
Richtig. Ich bin selbst ja auch offen für Anregungen und würde mir noch viel mehr Rückmeldung von den Bürgern wünschen. Sie sollen sich möglichst mit unserer Stadt identifizieren und nicht nur die Stadtverwaltung als zuständig für das kommunale Wohlergehen betrachten.
Bereits jetzt wird über die anstehende Wahl eines neuen Oberbürgermeisters diskutiert. Werden Sie sich als Kandidatin zur Verfügung stellen?
Ich mache meine Arbeit mit Leidenschaft und halte es für erstrebenswert, auch künftig an maßgeblicher Stelle Verantwortung für unsere Stadt zu tragen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Weitere Infos:
Taumelnder Energieriese: Warum die EnBW-Krise uns alle trifft
Mehr zu: "Margret Mergen" Bürgermeisterin Finanzen
- (531 Beiträge) | 05.12.2011 10:57Schallendes Gelächter......"Frau Mergen, wie sieht eigentlich Ihr Arbeitsalltag aus"? Schon mal schwarze Finger gehabt???
- (369 Beiträge) | 05.12.2011 12:17Häääh?Sag mir einen/e Vorstandvorsitzende(n), an den Du die gleiche Frage gestelltz hättest...
Aus meiner Distanz sehe ich, dass Frau Mergen genau den Job macht, für den sie angeheuert wurde, nämlich als Finanzvorstand eines Unternehmens, dass sich hier eben "Stadt Karlsruhe" nennt.
Klar gibt es in dem Unternehmen ein Problemchen, dass es in "normalen" Unternehmen nicht so ausgeprägt gibt. Nämlich oftmals unrationale - weil politische - Entscheidungen. Aber das darf man ihr nicht ankreiden... - (132 Beiträge) | 05.12.2011 13:33"Ich möchte auch zukünftig Verantwortung tragen"Hoffentlich geht der Wunsch nicht in Erfüllung.
Die Riege der profil- ideen und tatkräftigen Bürgermeister bzw. innen reicht völlig aus. Es ist zum Weinen was wir hier für Gestalten ertragen müssen angefangen beim Tunnelheinz. - (2849 Beiträge) | 05.12.2011 13:43Wenn man........keine Ahnung hat, sollte man am besten schweigen.
- (339 Beiträge) | 05.12.2011 15:38...keine Ahnung hat.....
- (2849 Beiträge) | 05.12.2011 15:42Nur:...ich habe Ahnung.
- (132 Beiträge) | 05.12.2011 19:05Hoffentlich geht der Wunsch nicht in Erfüllung. Die Riege der profil- ideen und tatkräftigen...wenn ich hier Deine Kommentare lese drängt sich mir der Verdacht auf, dass Du auf der Gehaltsliste der CDU stehst. Ein Schelm, der schlimmes dabei denkt.
- (2849 Beiträge) | 05.12.2011 19:15Ich bin........zwar Mitglied der CDU und zahle meinen Beitrag, aber Geld bekomme ich von der Partei nicht.
- (256 Beiträge) | 05.12.2011 14:02Verantwortung für die Stadt?"...auch künftig an maßgeblicher Stelle Verantwortung für unsere Stadt zu tragen"
Aber bestenfalls in diesem Job, den sie nun inne hat. Trotz Ihres "Wahlkampfes" seit Monaten, fehlt es ihr doch an einigem. - (2849 Beiträge) | 05.12.2011 15:17Was fehlt........ihr denn konkret, deiner Meinung nach?
- unbekannt(18 Beiträge) | 05.12.2011 14:17Bin ja mal gespanntwer zuerst auf´s Fahrrad muss...
- (926 Beiträge) | 05.12.2011 14:56großer Energieversorger"mit einem großen hier ansässigen Energieversorger"
Und wieso sagt sie nicht einfach EnBW? Diese Umschreibung ist albern. - (1370 Beiträge) | 05.12.2011 14:58Vielleicht ...... meint sie ja die Stadtwerke. "Groß" ist relativ ... ((-;
- (2849 Beiträge) | 05.12.2011 15:16Ganz........einfach: weil die Nennung des Namens im Zusammenhang mit den Gewerbesteuern unter das Steuergeheimnis fällt. D. h. Frau Erste Bürgermeisterin darf uns den Namen nicht sagen. Auch wenn wir glauben zu wissen, wenn sie konkret meint.
- (926 Beiträge) | 06.12.2011 10:32PfizerUnd für Pfizer(zwei Sätze vorher im Interview) gilt das Steuergeheimnis nicht? Oder ist das nach 4 Jahren bereits verjährt?
- (2849 Beiträge) | 06.12.2011 11:39Das ist eine.......gute Frage. In § 30 AO steht nichts dergleichen. Oder aber sie hat etwas gesagt was vorher schon irgendwo in den Medien stand und somit kein Geheimnis mehr war.
- (1263 Beiträge) | 05.12.2011 16:06lieber Maggi Mae als Boy LollypopIngo,
freue mich schon wenn der Machtkampf richtig los geht, das wird ein Hauen und Stechen zwischen den beiden, einfach traumhaft, weiter so CDU. - (1598 Beiträge) | 05.12.2011 17:01dann aber lieber den Ingoals die Grete Mergen.
- (1263 Beiträge) | 05.12.2011 17:13O.K. zur Not lasse ich damit mir reden.
- (2849 Beiträge) | 05.12.2011 18:03Es wird........kein Hauen und Stechen zwischen den beiden geben. Die Partei wird in einer Mitgliederversammlung darüber entscheiden, welchen Kandidaten der CDU-Kreisverband unterstützen wird. Der "unterlegene" Kandidat oder die unterlegende Kandidation wird sich im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten danach für den jeweils anderen/für die jeweils andere einsetzen. Bei uns in der CDU geht es bei solchen Dingen gesittet zu.




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