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mp13 - Gesundes Essen für sozial Schwache [10]

Karlsruhe (cri) - Viele Eltern können es sich nicht leisten, ihren Kindern täglich eine ausgewogene Mahlzeit auf den Tisch zu stellen. Mit der Aktion "mp13 - Die starke Mittagspause" bietet der Stadtjugendausschuss Heranwachsenden die Möglichkeit, täglich ein gesundes Mittagessen zu bekommen. Dafür gab es jetzt eine 12.000 Euro Spende des Missionswerkes Karlsruhe.

/region/karlsruhe/mp13-Gesundes-Essen-fuer-sozial-Schwache;art6066,350237,B?bn=442209
"mp13" - Die starke Mittagspause
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12.000 Euro für das Projekt "mp13 - Die starke Mittagspause" spendete das Missionswerk Karlsruhe dem Stadtjugendausschuss.
Foto: ka-news

Für viele Kinder ist es eine Selbstverständlichkeit: Wenn die Schule aus ist, fahren sie nach Hause und auf dem Tisch wartet schon ein warmes Mittagessen. In dieser glücklichen Lage sind jedoch längst nicht alle Heranwachsenden. "Für alle, deren Eltern sich nicht täglich ein ausgewogenes Essen leisten können, bieten wir das Programm "mp13" an", erklärt Klaus Pistorius, Geschäftsführer des Stadtjugendausschusses.

Die Idee ist denkbar einfach: Ab 13 Uhr können Kinder in verschiedene Einrichtungen, wie dem Kinder- und Jugendhaus Oststadt, dem Jugendcafé Westside Paradise und dem Kinder- und Jugendhaus Waldstadt kommen und erhalten dort ein komplettes Mittagessen für 1,50 Euro. "Das Tolle ist, dass das Essen komplett ohne Konservierungsstoffe ist", erklärt Virginia Reising, Leiterin des Jugendhauses Waldstadt, in dem auch die Spendenübergabe stattfand.

"Haben uns immer gefragt, was wir für unsere Stadt tun können."

Mit der Spende des Missionswerks Karlsruhe konnte die Essensversorgung jetzt für das komplette Jahr 2010 sichergestellt werden. "Die 12.000 Euro bedeuten 8.000 Essen für 1,50 Euro. Das ist einfach großartig", freut sich Bürgermeister Martin Lenz. "In gemütlicher Atmosphäre gesund gemeinsam zu Mittag essen. Das ist genau das Richtige nach einem anstrengenden Vormittag in der Schule."

Die Idee hinter "mp13" hat es Daniel Müller, Vorstand des Missionswerkes, sofort angetan." Mit unserem Werk haben wir bisher meist im Ausland geholfen", erzählt er. "Allerdings haben wir uns auch immer gefragt, was wir für unsere Stadt tun können. Jetzt wollen wir  helfen dieses gute Programm voranzubringen. Darin sehen wir einen Teil unseres biblischen Auftrags."

"Wir brauchen eine engagierte Stadtgesellschaft"

Über die große Spende freuten sich nicht nur die vielen anwesenden Kinder. Auch Lenz zeigte sich begeistert von soviel Engagement. "Das Problem, dass viele  Eltern sich kein gesundes und ausgewogenes Essen für ihre Kinder leisten können, existiert im Moment nur am Rande der Gesellschaft." Gerade deswegen sei die Unterstützung durch das Missionswerk so wichtig, betonte Lenz.

Obwohl man jetzt Planungssicherheit für 2010 habe, müsse man aber weiterhin intensiv nach möglichen Spendern suchen. "Denn inzwischen zeigt die Erfahrung, dass insbesondere Kinder aus sozial schwachen Familien das Angebot dringend brauchen", so Lenz. "Diese nutzen auch sehr gerne die Möglichkeit der Hausaufgaben-Hilfe, die in den "mp13-Einrichtungen" neben dem billigen Essen ebenfalls angeboten wird."

Bei den Kindern kommt das Angebot des kostenlosen und dazu noch gesunden Essens übrigens bestens an. "Es ist toll, dass man hier das Essen so billig bekommt", sagt der 13-jährige Nico. "Ich bin seitdem der Treff aufgemacht hat, eigentlich jeden Tag da." Rahel (12) stimmt ihm zu und findet neben dem kostenlosen Essen weitere Vorteile. "Die Mitarbeiter sind nett und wir dürfen die Computer kostenlos benutzen."

Mehr zu: Spende mp13 Missionswerk Stadtjugendausschuss

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Kommentare [10]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1102 Beiträge) | 12.02.2010 13:24
    Wieso nicht leisten können?
    Ich koche meiner Familie für 5,- Euro Berge von leckeren Aufläufen, Eintöpfen, Nudel- und Reisgerichten und dazu frischen Salat oder Obst. Klar, auf Maggi-Fix und Co. oder jeden Tag Fleisch muss man da verzichten. Die Defizite der Eltern dürften wohl eher beim Wissen über ausgewogene Ernährung oder in der Bequemlichkeit liegen.
  • (2025 Beiträge) | 12.02.2010 13:38
    Hab übrigens
    letztens in der Glotze einen interessanten Bericht aus Berlin gesehen von einer Frau, die Kochkurse für Harz4 Empfänger anbietet, in denen die genau das gesunde Kochen lernen sollen, auch das dazugehörende (preiswerte) Einkaufen. Die wollte sogar einen Leitfaden dazu herausbringen mit Tips und Rezepten. Find ich auch ne ziemlich unterstützenswerte Aktion, allerdings erhält die gute Frau von offizieller Seite gar nix, ich glaub nur durch die Caritas.
  • (2727 Beiträge) | 12.02.2010 13:50
    und...
    ...die billig eingekauften Lebensmittel sind dann mit der rücksichtslosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen ode Hungerlöhnen beim Verkaufspersonal oder gar der Ausbeutung von menschen in den Entwicklungsländern erkauft.
  • (2025 Beiträge) | 12.02.2010 14:25
    Glaubst du
    wirklich, dass sich jemand, der gerade so seine Familie ernähren kann, noch Gedanken darüber macht, ob die Lebensmittel durch Ausbeutung in irgendeinem Entwicklungsland entstanden sind ? Ausserdem reden wir hier ja eher von Obst und Gemüse, was aus der näheren Umgebung kommt ( Salat, Äpfel, Gurken, Tomaten usw.) und nicht über irgendeine exotische Papaya o.ä., mit dem kann der Lafer dann kochen und sich seine Gedanken machen.
  • unbekannt
    (666 Beiträge) | 12.02.2010 14:51
    ...
    Das Problem liegt eher darin, dass manche es gut können mit wenig Geld kochen. Anderen dies zu vermitteln ist aber extrem schwierig, wenn die depressiv sind und kein Interesse zeigen. Theoretisch wissen die wahrscheinlich sogar wie das geht.
    Bin übrigens heute angebettelt worden wegen „Hunger“. Meine Empfehlung zu einer Suppenküche zu gehen bekam die Antwort: Schmeckt mir dort nicht.
  • (2727 Beiträge) | 12.02.2010 13:48
    sozial schwach..
    sollte man nicht verwenden. Diese Menschen sind sozial benachteiligt. Wäre schön wenn Sie das ändern könnten.
  • unbekannt
    (869 Beiträge) | 12.02.2010 14:03
    :-)
    Tolle Idee, nur die Bezeichnung sozial schwach ist nicht so gut grinsen
  • (408 Beiträge) | 12.02.2010 20:56
    man muss sich mal...
    den Titel auf der Zunge zergehen lassen: Gesundes Essen für sozial Schwache. ...
    Dass das schon eine Nachricht wert ist, sprich: etwas Aussergewöhnliches zu sein schein.., ist doch schon sowas von daneben!
    Eine alleinerziehende Mutter(oder Vater), die zwei Kinder (oder mehr) zu versorgen hat, ist sicherlich versucht, alles zu tun, um dass es den Kleinen an nichts fehlt. Muss ja nicht immer frisch sein; da machts auch TK. Keine Frage, ob des 1-€-Jobs. Auch das. Und nun gibt's also die "Tafeln" für diejenigen, die sozial schwach sind! Die sind nicht sozial sschwach, sondern politisch gezwungenermassen Geldschwach. Das macht doch niemand zum Spaß! Einfach zum Kotzen sowas!!
  • (217 Beiträge) | 13.02.2010 15:50
    sozial schwach...
    ... ist tatsächlich eine Beleidigung, denn die haben zwar wenig Geld, aber sind das deswegen gesellschaftlich (das genau bedeutet "sozial") schwach?

    Ich kenne ein paar andere, die erhebliche gesellschaftliche, also "soziale", Schwächen offenbarten: allen voran die Herren Mehdorn, Ackermann, Zumwinkel.
  • (221 Beiträge) | 18.03.2010 07:22
    mp13 für alle
    Auf den Flyern zu mp13 steht aber gar nichts von sozial schwachen oder benachteiligten Kindern, so dass man davon ausgehen muss, dass zu dem Mittagessen einfach Kinder aus allen Schichten kommen können und dies wohl auch tun. Ich glaube nämlich, dass man auch in Familien, in denen die Kinder nicht sozial benachteiligt sind, mitunter am Mittag ein Betreuungsproblem besteht. Und die könnten ja dann auch essen im Kinder- und Jugendtreff. Da ist wohl ein falscher Touch in die Berichterstattung gekommen.
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