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Stuttgart Nach der Landtagswahl: Bekommt Baden-Württemberg eine "Kiwi-Koalition"?

Rund zwei Wochen nach den Landtagswahlen beginnen die Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg. Mehrere Kombinationen waren denkbar, nun liegt aber ein Bündnis ganz vorne im Rennen: die sogenannte "Kiwi-Koalition" zwischen den Grünen und der CDU.

Auch wenn sich die CDU bislang noch gegen die "Kiwi-Koalition" sträubte, scheint diese immer wahrscheinlicher zu werden. Möglich wären nach der Landtagswahl mehrere Bündnisse gewesen: Eine schwarz-rot-gelbe Koalition (CDU, SPD und FDP), eine "Ampel-Koalition" (Grüne, SPD und FDP), sowie ein grün-schwarzes Bündnis.

CDU für Koalitionsverhandlungen mit den Grünen

Seit die SPD eine schwarz-rot-gelbe Koalition ablehnte und die FDP eine mögliche "Ampel-Koalition" zerschlagen hatte, stehen die Zeichen auf Grün-Schwarz. Die Landtagsfraktion der CDU ist einhellig für die Aufnahme offizieller Verhandlungen.

Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobel sagt gegenüber der Presse: "Wir wollen den Grünen Sondierungsgespräche anbieten." Die Sondierungsgespräche gehen weiter. Am Mittwoch treffen sich die Grünen und die CDU nicht im bereits von den Grünen reservierten "Haus der Architekten", sondern im "Haus der Katholischen Kirche", das der Wahlverlierer CDU vorgeschlagen hatte.

Die CDU-Fraktion erklärt sich zu Koalitionsverhandlungen mit den Grünen bereit. Es fehlt nur noch die Zustimmung vom Präsidium und dem Vorstand der Landes-CDU, dann können die Koalitionsgespräche beginnen. Verlaufen die Gespräche erfolgreich, wäre dies bundesweit die erste grün-schwarze Koalition. Für den 7. Mai ist bereits von beiden Seiten ein Ladesparteitag angesetzt worden, um den bis dahin hoffentlich stehenden Koalitionsvertrag von den Mitgliedern absegnen zu lassen.

Sollte es zu förmlichen Koalitionsverhandlungen kommen, könnten diese mehrere Wochen dauern. Die konstituierende Sitzung des Landtags ist für den 11. Mai geplant. Ziel von Grünen und CDU ist es, bis dahin mit den Verhandlungen fertig zu sein. Denn am 12. Mai soll der Landtag den Regierungschef wählen.

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Kommentare (18)
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  •   orakelka
    (1893 Beiträge)

    31.03.2016 18:23
    als CDU Mitglied würde ich aus der Partei austreten.
    Als Nichtmitglied lach ich mich scheckig.
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  •   Zweistein
    (177 Beiträge)

    31.03.2016 12:44
    Gebt Ihnen eine Chance!
    Jede demokratische Partei muß in der Lage sein, mit jeder anderen demokratischen Partei eine Koalition einzugehen! Bei der einen Koalition mögen dann die Schnittmengen größer, bei der anderen kleiner sein, aber man muss es versuchen.
    Und hier sind die Schnittmengen gar nicht so klein: Die Grünen im Ländle sind längst zu erzkonservativen spießbürgerlichen Alt-68ern geworden und die CDU ist nach links gerückt. Kretschmann ist ein grün angestrichener Schwarzer. Wenn es jetzt der CDU noch gelingt, den Grünen ein paar Flausen (z.B. in der Bildungspolitik) auszutreiben lkann das ganz gut laufen. Schwieriger wird's schon eher im personellen Sektor, wenn der kleine Arroganzling Wolf nicht ganz schnell lernt, was Bescheidenheit und Zurückhaltung bedeutet.
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  •   hustler
    (40 Beiträge)

    31.03.2016 12:14
    #noAfDRegierungsbeteiligung
    der Rest ist egal
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  •   Deisyy
    (177 Beiträge)

    31.03.2016 10:23
    Winfried Kretschmann sollte weitermachen
    auch nach 2021, er ist dann immer noch im besten Alter für einen neuen grünen Wahlrekord: 40,3 % zwinkern grinsen
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  •   Zensuropfer
    (811 Beiträge)

    31.03.2016 09:28
    Der AfD hilft es....!!!!!
    CSU-Mann Hans-Peter Friedrich hatte schon recht: Der Merkel-Flügel der Union, der offensichtlich auch den einstigen Vorzeige-Landesverband im Südwesten fest im Griff hat, gehört eigentlich ins rot-grüne Lager. Mit Merkel an der Spitze macht die CDU grüne Politik, selbst wenn sie darüber in Scherben fällt. Die inhaltlich entkernte und von jeder programmatischen Grundüberzeugung befreite Partei steht für jede beliebige Regierungskombination mit jeder beliebigen linken Partei zur Verfügung – nur für keine konservative.
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  •   ralf
    (3466 Beiträge)

    31.03.2016 19:03
    AfD, REP und NPD
    Bislang flogen die anderen "konservativen" Parteien immer nach ein bis zwei Legislaturperioden aus dem Landtag.
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  •   Mondgesicht
    (1290 Beiträge)

    31.03.2016 12:20
    Nehmen wir mal theoretisch an
    die CSU würde zur Bundestagswahl 2017 tatsächlich bundesweit antreten:
    Wäre dann eine Koalition der Merkel-geführten CDU mit der CSU oder eine solche mit den Grünen wahrscheinlicher, wenn es rechnerisch für beide Varianten reichen würde?

    Ich denke: CDU und Grüne wäre wahrscheinlicher. Die CDU ist inzwischen deutlich näher bei denen als bei ihrer bisherigen "Schwesterpartei".
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  •   Zackenbarsch
    (220 Beiträge)

    31.03.2016 09:56
    Ob es die CDU
    in fünf Jahren so noch gibt? Vermutlich hat sie sich bis dahin selbst zerlegt in einen linken und einen rechten Teil.
    Vielleicht bildet auch eine bundesweite CSU diesen rechten Teil?
    Oder, wenn sich die AfD ihrer rechten Schwätzer entledigt, könnte der rechte CDU-Flügel irgenwann auch dorthin abwandern.

    So wie jetzt wird es aber definitiv nicht bleiben. Die Gräben in der Partei sind zu tief. Gegraben hat sie übrigens A. Merkel.
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  •   Zensuropfer
    (811 Beiträge)

    31.03.2016 07:38
    unnötig hierzu Kommentare abzugeben!
    Dem Stimme ich bei Ihnen generell zu!
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  •   Nacional
    (379 Beiträge)

    31.03.2016 06:35
    wieder ein schöner Erfolg für die Grünen
    die CDU muss aber noch viel demütiger werden, sie haben die Wahlen haushoch verloren und können froh sein unter das grüne Federkleid schlüpfen zu dürfen.
    Die unnütze FDP war halt so blöde und hat Koalitionsverhandlungen ausgeschlagen.
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