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Am 13. März 2016 ist Landtagswahl in Baden-Württemberg. In unserem Dossier finden Sie alles rund um die Wahlen in Karlsruhe und in der Region. Wir versorgen Sie mit den wichtigsten Informationen zum Ablauf der Wahl, Kandidaten und Themen! Außerdem: Umfragen und alles zu den einzelnen Kandidaten in den Karlsruher Wahlkreisen. Die Ergebnisse gibt es am Wahlsonntag live bei uns.

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13.03.2016 23:41
 
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Landtagswahl Baden-Württemberg: Grüne und AfD triumphieren - und was jetzt? [155]

Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde (l.) und nehmen den Beifall entgegen.
Bild:Daniel Maurer

Karlsruhe (Ein Kommentar von Corina Bohner) - Es war eine Landtagswahl der Premieren in Baden-Württemberg: Die großen Erfolge feierten dabei zwei Parteien wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Grünen wurden mit 30,3 Prozent erstmals in der Geschichte des Bundeslandes stärkste Kraft. Die Alternative für Deutschland (AfD) wird als drittstärkste Partei in das Landesparlament einziehen. Und doch haben beide eines gemeinsam - die Frage: Was jetzt?
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Die Landtagswahl 2016 ist ein herber Rückschlag für die ehemaligen Volksparteien SPD und CDU - sie verlieren eine zweistellige Anzahl an Prozentpunkten. Es reicht für sie zum ersten Mal seit der Gründung des Bundeslandes nicht für eine große Koalition.

Sieg bei Grün, Schock bei Rot

Die Grünen hingegen feiern einen triumphalen Wahlsieg und zwei Rekorde auf einmal: Sie lösen die CDU als stärkste Kraft in Baden-Württemberg ab. Dies geschieht zum ersten Mal in einem deutschen Bundesland. Weiterhin beendet die Partei des 67-jährigen Kretschmann in Baden-Württemberg die mehr als sechs Jahrzehnte währende Führung der CDU, die nun auf Platz zwei rangiert.

Dennoch ist eine zweite Amtszeit für Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch nicht sicher. Zusammen mit ihrem Wunschkoalitionspartner SPD kommen sie auf insgesamt 43 Prozent - für ein Mehrheit reicht es nicht. So gut das Wahlergebnis für die Grünen ausfällt, so schlecht steht es um die SPD. 12,7 Prozent - ein historisches Tief seit sie 1952 in den Landtag einzog (damals mit 28 Prozent). 

Koalitionspoker startet

Doch wer soll die fehlenden Prozentpunkte für die Regierungsmehrheit bringen, die die SPD verlor? Kretschmann machte am Sonntag in Stuttgart klar: Er will die Regierung weitere fünf Jahre führen, räumte aber auch ein "Wir sind in einer schwierigen Situation". Zunächst wolle er mit der CDU, dann mit der SPD und der FDP reden. "Es gibt verschiedene Optionen, die müssen ausgelotet werden", so Kretschmann.

Vorl.amtliches
Endergebnis
CDU SPD Grüne FDP Linke AfD
Prozente 27,0 12,7 30,3 8,3 2,9 15,1
Sitze 42 19 47 12 - 23


CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf will jedoch selbst regieren, erklärte er am Sonntagabend bei einer in der Tagesschau übertragenen Elefantenrunde der Spitzenkandidaten. Die Christdemokraten streben eine nie dagewesene Deutschland-Koalition mit FDP und SPD an. Grün-Rot sei abgewählt, sagte FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke. Für Gespräche über eine "Deutschland-Koalition" stehe seine Partei bereit, eine Ampel aus Grünen, SPD und FPD lehnt er am Sonntagabend jedoch ab.

AfD feiert Wahlerfolge

Bei allen möglichen Regierungsbildungen steht eines fest: Der zweite Wahlsieger AfD (15, 1 Prozent) wird sich in die Oppositionsrolle fügen müssen. Die bislang im Landtag vertretenen Parteien haben sich vom Neuling AfD abgegrenzt. Die Neupartei wird sich in den kommenden fünf Jahren im Politikgeschäft beweisen müssen - es wird sich zeigen ob sie halten kann, was sich viele Wähler von ihr versprechen. Denn wie der Protest gegen die "Altparteien" im politischen Landesalltag aussehen soll, dürften weder sie noch ihre Wähler selbst genau wissen.

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Kommentare [156]
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  • unbekannt
    (216 Beiträge) | 15.03.2016 13:44
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    Cannabis wann ?
    Die Grünen sind da aber das Gras nicht. Müssen eigentlich jetzt weiterhin die Menschen zu irgendwelchen Dealern wo sie noch mehr Mist angedreht bekommen oder wird das jetzt endlich mal Geregelt ? Die Typen die sich hier "Einstiegsdroge" auf die Fahne schreiben sind genau die die das auch so lassen. Denn bei irgendwelchen Typen bekommt man halt noch anderen Mist angedreht. Also mal Köpfle Einschalten und eine Staatliche Abgabe auf den Weg bringen. Ich hab die Faxen echt dicke! Danke Kretschi!
  • (743 Beiträge) | 15.03.2016 10:08
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    ich habe mir gerade vorgestellt
    daß bis zu den nächsten Bundestagswahlen die CDU ihren Kurs nicht ändert. Wenn dann die Wahlen so ausgehen, wie gerade in BA-WÜ, dann wird sich viel für die CDU ändern. Der rechte Flügel geht zur AFD, der linke zu den Grünen und in der CDU bleiben vielleicht noch 20 Prozent .
    Aber dieser Gedanke ist nur ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, daß bis dort hin noch 1 Million Scheinasylanten bei uns sein werden.
  • (770 Beiträge) | 15.03.2016 12:15
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    Im September sind noch 2 Landtagswahlen
    und 2017 Februar bis Mai noch mal vier. Aber wenn CDU/SPD bis dahin wirklich "weiter so " machen werden sie Schiffbruch erleiden. Sich an die Türkei "zu verkaufen " wird nicht die Lösung aller Flüchtlingsprobleme herbeiführen.
  • (811 Beiträge) | 15.03.2016 06:28
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    An Versprechen halten!
    Er kann eigentlich nur mit der CDU eine Koalition bilden. Falls sich alle an ihre Versprechen halten, fällt ja die Ampel aus! Grün/blau sowieso....

    Liegt wohl die ganze Hoffnung auf dem lieben Wolf und der möglichen "Verliererkoalition"!

    Oder halt Minderheitsregierung....

    Toll! zwinkern
  • (890 Beiträge) | 15.03.2016 11:18
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    "Er kann eigentlich nur mit der CDU eine Koalition bilden"
    Da stehts doch, Ignatz, laut und deutlich ... grinsen
  • (2087 Beiträge) | 14.03.2016 22:29
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    Herzlichen Glückwunsch an Winfried Kretschmann !
    so sehen die waren Baden-Württemberger aus.
    grinsen
  • (1205 Beiträge) | 14.03.2016 22:48
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    ein Siegertyp halt
    wie er im Buche steht. Der wird nochmal Kanzler!
  • (770 Beiträge) | 15.03.2016 12:25
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    Um Kanzler zu werden müßten
    die spinnerten Grünen in ganz Deutschland die Mehrheit bekommen.Und in den zwei anderen Bundesländern sind sie ja nur noch ganz knapp reingekommen.Aber als Bundespräsidenten könnte ich mir Kretschmann schon vorstellen.
  • (890 Beiträge) | 15.03.2016 00:56
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    Klar
    mit Ar***tritt raus aus dem Parteirat, das schmerzt auf ewig ... grinsen
  • (952 Beiträge) | 14.03.2016 21:34
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    Was soll jetzt kommen?
    Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung.
  • (811 Beiträge) | 14.03.2016 19:52
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    Die Linksfront stellen momentan die "Wutbürger"!
    Da gibt es sogar unglaublich diffamierende Äußerungen gegen "Russlanddeutsche", nur weil die ihre Stimme der AfD gegeben haben!
    Die Beschimpfungen sind sowas von undemokratisch, unwürdig und billig!
  • (1385 Beiträge) | 14.03.2016 21:38
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    Wer genau ist die "Linksfront"?
  • (1205 Beiträge) | 14.03.2016 20:51
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    rabum
    und schon glaubt keiner mehr, dass die AfD kein rechtsextremer Haufen ist.

    Mal gerade ein paar Stunden durchgehalten und schon ist man wieder bei den alten Phrasen

    Ich dachte ihr wärt jetzt etabliert ^^

    Das war wohl nix mit den guten Vorsätzen
  • (273 Beiträge) | 14.03.2016 22:57
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    Ihr und eure Linkspopulisten könnt noch lange
    Gift und Galle spucken,dadurch wird es auch nicht richtiger.
    Fakt ist die AfD hat für ein Ende von grün/rot gesorgt.
    Und ob Kretschmann nochmal Ministerpräsident wird steht in den Sternen.
    Die CDU hat 2011 nicht vergessen.
  • (51 Beiträge) | 15.03.2016 09:29
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    Kann man so nicht sagen
    da es keine bemerkenswerten Wählerwanderungen von SPD bzw Grünen zur AfD gab. vielmehr sorgt der Stimmschwund bei der CDU, für den die AfD (mit)verantwortlich ist, dafür, dass es in BW weiterhin einen grünen Ministerpräsidenten gibt. Mit der "Abwahl" der SPD hat die AfD jedoch reichlich wenig zu tun.
  • (51 Beiträge) | 15.03.2016 13:37
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    Klasse,
    die 70.000 Stimmen sind etwa 4% der Stimmen für Grün. Finde ich jetzt so gar nicht beeindruckend, geschweige denn kann aufgrund solcher Zahlen davon gesprochen werden, dass die AfD Grün-Rot verhindert hätte. Das ist ideologisches Wunschdenken.
  • (166 Beiträge) | 14.03.2016 21:22
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    Die alten Phrasen
    hör ich auch von links. Hey, die Wahl ist rum. Die AfD hat 15 Prozent, und wenn Sie sich hier auf den Kopf stellen und 1000 mal "Böse Rechtsextremisten!" brüllen wirds nicht eine Stimme weniger.

    Finden Sie sich mit den Tatsachen ab, wie der Wähler entschieden hat. Wenn das Gehaue von links und rechts weitergeht, bekommt die AfD zur Bundestagswahl 25 Prozent.
  • (51 Beiträge) | 15.03.2016 09:34
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    Die Wähler
    haben entschieden, dass die AfD eine bedeutungslose Rolle im Landesparlament spielen wird, da sie zwar immer "nein" sagen kann, ihr das aber reichlich wenig bringen wird. Was die sonstige "parlamentarische Arbeit" der AfD angeht: Ich empfehle jedem, sich einmal über Anwesenehitszeiten, Anfragen, etc. der AfD in anderen Landesparlamenten zu informieren. Dafür, dass man sich als "treibende Kraft" sieht, tut man da erstaunlich wenig.
    Und an die 25% auf Bundesebene glauben Sie wohl doch nicht im Ernst. Die AfD hat kein Thema mehr, wenn sich die Flüchtlingsfrage zu legen beginnt. Und ob Arbeitslose dann weiterhin eine Partei wählen, die gegen Mindestlohn, für Kürzung der Arbeitslosengelder aber für die Senkung des Spitzensteuersatzes ist, wird sich zeigen.
  • (1385 Beiträge) | 14.03.2016 18:13
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    Rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien wie AfD und NPD...
    wollten die Landtagswahlen zur Abstimmung über die Flüchtlingspolitik und über unsere offene Gesellschaft machen. Wenn man die Wahlergebnisse dieser Parteien daran misst, muss man feststellen, dass sie mit ihrem Ansinnen grandios gescheitert sind. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben mehr als 80% der Wählerinnen und Wähler für Parteien gestimmt, die Merkels Flüchtlingspolitik unterstützen und eine weltoffene und tolerante Gesellschaft befürworten - und selbst in Sachsen-Anhalt waren es über 70%.

    Die Selbstzerfleischung der AfD im Machtkampf zwischen dem rechtskonservativen und dem rechtsextremen Parteiflügel ist jetzt schon absehbar, der vor den Wahlen geschlossene Burgfriede wird nicht mehr lange halten.

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