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Karlsruhe Guido Wolf: "Sicherheit muss in Karlsruhe wieder Thema werden"

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf machte am Mittwochabend Station im Karlsruher Tollhaus: Zusammen mit den beiden Landtagskandidaten Bettina Meier-Augenstein und Katrin Schütz rührten sie die Wahlkampftrommel für die Christdemokraten im Rahmen des Jahresempfangs. Der Ton war entschlossen und kämpferisch, aber auch demütig.

Der Jahresempfang der CDU Karlsruhe stand am Mittwochabend ganz im Zeichen des Wahlkampfes: Als der "bessere Ministerpräsident für Baden-Württemberg" wurde Festredner Guido Wolf von CDU-Kreisvorsitzenden Ingo Wellenreuther angekündigt.

Mehr Digitalisierung, mehr Sicherheit

Das erklärte CDU-Ziel: Ein klares Signal und ein Politikwechsel im März 2016. Die Kritik: Ein chaotisches Bildungssystem, vernachlässigte Verkehrsinfrastruktur und Mängel in der Inneren Sicherheit. In seiner Rede schlug Wolf einen Bogen von der Technologieregion Karlsruhe zu einer versäumten Digitalisierung im Land: Man wolle digitale Entwicklung wieder zum Markenzeichen von Baden-Württemberg machen.

Klar Worte fand Wolf zum Thema innere Sicherheit: "Sicherheit muss auch und gerade in Karlsruhe wieder ein Anliegen werden. Grün-Rot scheint Karlsruhe nicht wohlgesonnen zu sein." Die Verlegung der kriminaltechnischen Untersuchungsstelle von Karlsruhe-Durlach nach Stuttgart sowie die Abschaffung der Polizei-Zugrifftruppe sei ein Fehler gewesen. Die CDU unterstrich am Mittwochabend ihre Position gegen eine Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten und ihre Forderung nach 1.500 neuen Polizeistellen im Land.

Wichtige Verkehrsprojekte in der "Warteschleife"

Ausgeteilt wurde auch in Verkehrsfragen: Die zwei Projekte Nordtangente beziehungsweise Südumfahrung und zweite Rheinbrücke befinden sich in der "Warteschleife" - Perspektiven für eine dringende Verkehrsentlastung in der Region werde von Grün-Rot durch Blockade auf Kommunal- und Landesebene verwehrt. Erste Erfolge habe es hingegen in Sachen Rheintalbahn und viergleisiger Ausbau zwischen Karlsruhe und Graben-Neudorf gegeben. Hier gelte es künftig die Bürger stärker miteinzubeziehen sowie die Lärmentwicklung bereits im Vorfeld zu berücksichtigen, so Wolf.

Bei der Bildungspolitik rückte man das dreigliedrige Schulsystem in den Fokus: "Wir wollen keine Gleichmacherei in der Bildungspolitik", so Wolf, "wir werden ein fairer Partner für bestehende Gemeinschaftsschulen sein." Neue soll es unter einer CDU-Regierung jedoch nicht geben - stattdessen soll die Realschule und das Gymnasium gestärkt werden: "Mehr Qualität, nicht weniger."

 

In Sachen Flüchtlingspolitik setzte sich die CDU auf Landesebene für eine "spürbare Begrenzung" ein - nochmal eine Million Flüchtlinge könne man sich in Bezug auf Integration nicht leisten, so Wolf in seiner Festrede. Befürwortet wird die Ausweitung der sicheren Herkunftsländer, beispielsweise auf afrikanische Länder, Marokko oder Tunesien.

Dies hätten die Grünen mit Ablehnung und Herausnehmen der Länder im Asylpakets II im Bundestags jedoch verhindert, sagt Wolf, dies stünde im Widerspruch zu Winfried Kretschmanns aktuellem Einsatz für Angela Merkels Flüchtlingspolitik: "Man ist geneigt, Winfried Kretschmann für einen Fall für den Verbraucherschutz zu halten, weil Aufschrift und Inhalt nicht übereinstimmen."

Keine "Sonne-Mond-und-Sterne-Feste"

Bezug nimmt Wolf auch auf die Angst vor Islamisierung: "Ich werde in diesen Tagen oft angesprochen von Menschen, die sich etwa mit Blick auf die Ereignisse in der Silvesternacht Gedanken machen, ob sie in einigen Jahren in Baden-Württemberg auch noch so leben können, wie sie sich das vorstellen, wie sie leben wollen."

Angst sei hier kein guter Begleiter, dennoch: "Sind wir nicht auf dem Weg unsere Tradition, unsere christlichen Werte zu verleugnen und zu verstecken? Haben wir noch den Mut, zu dem zu stehen, was uns groß gemacht hat - auf was wir gründen und basieren? Ich sehe mit Sorge, wenn in unseren kirchlichen Kindergärten Sankt-Martinus-Feste immer mehr zu Sonne-Mond-und-Sterne-Festen gemacht werden - aus falsch verstandener Toleranz."

Eine Rückkehr zu patriotischen Werten gab es zum Ende der Veranstaltung: Laut erklang das Badnerland-Lied und die Deutschlandhymne durch das Tollhaus. Für potentielle AfD-Wähler im Publikum hatten die beiden Landtagskandidatinnen Schütz und Meier-Augenstein einen Hinweis: Eine Stimme gegen die CDU sei automatische eine Stimme für Grün-Rot. Trotz allen Kampfgeistes und Schärfe in den Reden - am Ende stand eine Bitte, eine Bitte für die Stimme: Kämpfen, Wählen und Fürsprechen - bei Freunden, der Familie und Bekannten. Oder in Guido Wolfs Worten: "Blinken Sie - für den Wechsel."

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  •   ha551
    (278 Beiträge)

    04.03.2016 17:47
    Karlsruhe ist erst
    wieder sicher, wenn sich kein WOLF mehr in dieser Stadt aufhält. Das hat diese Stadt nicht verdient.
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  •   Ein_Wanderer
    (166 Beiträge)

    04.03.2016 15:24
    Was ist das denn
    für eine Argumentation? Eine Stimme gegen die CDU ist eine Stimme für Grünrot?

    Sorry, kümmert euch mal um Inhalte, nicht um taktische Spielchen. Ich wähle keine CDU so lange Mutti Merkel an der Spitze steht und ihre Politik fortsetzt. Die CDU muss nun die Konsequenzen tragen. Politik gegen die eigene Stammwählerschaft, das rächt sich!
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  •   Deisyy
    (184 Beiträge)

    04.03.2016 13:41
    Guido der Wulf macht alles falsch ;-)
    nach der Wahl wird er Unterabteilungsleiter bei Steiff, da kann er den ganzen Tag mit Stofftieren spielen zwinkern grinsen
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    04.03.2016 12:16
    Vollkommen scheinheilig !
    Eine Woche vor der Wahl stellt die CDU fest: "Sicherheit muss in Karlsruhe wieder Thema werden!" Das predigt eine "Allianz für mehr Sicherheit in Karlsuhe" seit Monaten - aber untersützt wurden die aber von der CDU nicht. Uber sowas kann man nur noch lachen. Kein Wunder, dass die CDU in BaWü komplett abschmiert und mit unter 30% dann hinter den Grünen rangiert. Die Bürger haben einfach keinen Bock mehr auf solche Lügenbarone...
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  •   Tyr
    (333 Beiträge)

    04.03.2016 12:20
    stimmt
    volle Zustimmung
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  •   karlsruher1955
    (792 Beiträge)

    04.03.2016 11:32
    Guido Wolf
    sagt der Lehrer Kretschmann zum Schuljungen Wolf:
    Wolf werd erstmal erwachsen !
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  •   Messer
    (228 Beiträge)

    04.03.2016 11:44
    sagt das Wölfchen
    wenn ich groß bin will ich mal ein Kretschmann werden zwinkern
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  •   Rambazamba
    (180 Beiträge)

    04.03.2016 09:20
    Leider zu unsymbadisch (persönliche Meinung)
    für mich ist die aktuelle Politik in Berlin nur zweitrangig. Unter schwarz ging es BaWü eigentlich immer ganz gut. Mappus hat es nur beim letzten Mal total vergeigt (S21). Herr Wolf ist mir ganz persönlich einfach furchtbar unsympatisch. Der Wolf im Maulwurfspelz. "Sei nicht so oberflächlich!" Habe ich zu mir selbst gesagt und mir ein paar Reden u. Interviews angeschaut...und es wurde nicht besser... Gemäß der aktuellen ARD-Umfrage stehe ich damit nicht alleine da. Es ist und bleibt nunmal auch eine Nasenwahl und Sympathien spielen eine entscheidende Rolle. Schade, dass die CDU "dank" Wolf wohl einige Stimmen verliert...
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  •   Tyr
    (333 Beiträge)

    04.03.2016 07:53
    blanke Panik in der Union
    ein völlig überforderter, unfähiger Apparatschik Wolf führt die CDU in den sicheren Untergang
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  •   OtusScopus
    (1579 Beiträge)

    04.03.2016 07:41
    Von Demut könnte dann die Rede sein...
    ...wenn die CDU Baden-Württemberg die politischen Fehler aufarbeiten würde, die vor 4 Jahren zu ihrer Abwahl geführt haben: Intoleranz, Arroganz, Überheblichkeit, Vetternwirtschaft, Konzeptlosigkeit und Bürgerferne. Stattdessen tut die CDU nun so, als habe sie mit den Folgen der chaotischen Politik unter Öttinger und Mappus nichts zu tun.

    Wolfs Versuch, die AfD zu schlagen, indem er ihren Forderungen scheinbar entgegenkommt, wirkt hilflos und ist peinlich.

    Fazit: die CDU hat offensichtlich nicht verstanden und ist weiterhin unfähig, dieses Land zu regieren.
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