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Karlsruhe KSC-Stadion: Gemeinderat bringt Eigenbetrieb auf den Weg

Der Gemeinderat entscheidet heute über die Gründung eines Eigenbetriebs für den Bau und späteren Betrieb des neuen Stadions für den Karlsruher SC im Wildpark. Stimmen die Stadträte zu, so wird der Eigenbetrieb ganz offiziell zum 1. April seine Arbeit aufnehmen.

Der Eigenbetrieb mit der Bezeichnung "Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark" soll sich zunächst um das Vergabeverfahren für den Neubau kümmern. Im kommenden Jahr - zum 1. Januar 2018 - sollen ihm auch die Infrastruktur und der Betrieb des bestehenden Stadions übertragen werden. Der Betrieb bezieht sich auf den immobilienwirtschaftlichen Teil. Spiel und Veranstaltungsbetrieb liegen weiterhin beim Karlsruher SC. Beschlossen wurde die Einrichtung des kommunalen Eigenbetriebs am 19. Juli 2016 im Gemeinderat.

Künftig soll auch die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (Kasig) in das Projekt eingebunden werden. Sie wird laut Beschlussvorlage im Rahmen der Geschäftsbesorgung für den Eigenbetrieb tätig, um die Vertragserfüllung durch den Totalunternehmer zu gewährleisten und die Baubetreuung für das Vorhaben von der Vergabe des Bauauftrags bis zur Fertigstellung des Stadions durchzuführen.

"Die Kasig besitzt Erfahrungen im Bau und der Projektsteuerung von Großprojekten. Aufgrund dessen werden das vorhandene Wissen und die Kenntnisse bei der Umsetzung des komplexen Bauvorhabens genutzt", so die Stadtverwaltung.

Baubürgermeister Obert bekommt Zuständigkeit für Eigenbetrieb

Der Eigenbetrieb soll in der Zuständigkeit von Bürgermeister Michael Obert (Dezernat 6) angesiedelt werden. Er wird ein vom Kämmereihaushalt getrennter verselbständigter kommunaler Wirtschaftsbetrieb sein, ohne jedoch eine eigene Rechtspersönlichkeit zu besitzen.

Das konkrete Leistungsziel des künftigen Kommunalbetriebs ist in den Beschlussvorlagen wie folgt festgehalten: "Konkretes Leistungsziel ist es, ein bis zu 35.000 Zuschauern fassendes Stadion zu bauen und anschließend an das Tochterunternehmen KKK Karlsruher Sportclub Vermarktungs GmbH Karlsruher Sport-Clubs zu verpachten. Die Organisationsform des Eigenbetriebs wurde gewählt, um die finanziellen Transaktionen des Neu- und Umbaus transparent und wirtschaftlich gestalten zu können."

Der Vermögensplan wurde zunächst für ein Jahr aufgestellt - nach landesrechtlichen Vorschriften wird eine Finanzplanung von fünf Jahren verlangt. Aber: "Aufgrund der nicht abschätzbaren Effekte und der damit zusammenhängenden Ungenauigkeiten sollte eine einjährige Planung in diesem besonderen Fall ausreichend sein."

Betriebsleiter wird Werner Merkel

Im ersten Jahr - 2017 - plant der Eigenbetrieb mit einer Aufwendungssumme und gleichzeitig einem Jahresergebnis von 502.310 Euro. Als Rücklagen und gleichzeitig Finanzierungsbedarf stehen 2017 rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Da die Infrastruktur erst zu einem späteren Zeitpunkt (1. Januar 2018) auf den Eigenbetrieb übergeht, sind im Vermögensplan die Zuführung zu den Rücklagen in Höhe von. 1.302.310 Euro und aktivierte Aufwendungen in Höhe von 800.000 Euro enthalten. Die entsprechenden Mittel sind im Doppelhaushalt 2017/2018 der Stadt Karlsruhe für das Jahr 2017 eingestellt. 

Der Personalplan sieht 1,5 Stellen im Jahr vor. Vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt am heutigen Dienstag zu, wird Werner Merkel die Betriebsleitung übernehmen. Weiterhin wird eine Teamassistenz-Stelle in Teilzeit eingerichtet.

Aktualisierung, 19 Uhr:

Der Karlsruher Gemeinderat den Weg für den Eigenbetrieb freigemacht. Die Mehrheit der Stadträte hat der Vorlage der Stadt zugestimmt. 

 

Die geplante Betriebssatzung zum Download:

Dateiname : Eigenbetrieb KSC-Stadion: Betriebssatzung
Dateigröße : 184.37 KBytes.
Datum : 14.03.2017 11:49
Download : Download Now!

Der Wirtschaftsplan zum Download:

Dateiname : Eigenbetrieb KSC-Stadion: Wirtschaftsplan
Dateigröße : 254.53 KBytes.
Datum : 14.03.2017 11:55
Download : Download Now!
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Kommentare (30)
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  •   Kommentator2016
    (18 Beiträge)

    ...kann denn wirklich niemand diesen Wahnsinn stoppen?
    Es scheint, dass es niemanden gibt, der diesen Wahnsinn stoppt. Das RP genehmigt den Haushalt der Stadt Karlsruhe und weist auf die sich zuspitzende Haushaltslage für die kommenden Jahre hin. Reicht es denn nicht, dass sich die Stadt mit der kürzesten und auf die Länge bemessen teuersten U-Bahn der Welt in eine Milliardenfalle begeben hat. Offensichtlich geht es noch wahnsinniger.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (9664 Beiträge)

    wart erst mal ab,
    bis Mannheim, Maikammer und Malsch ans Karlsruher U-Bahnnetz angeschlossen werden...
    ...aber mit Fußball hat das ja alles nix zu tun!
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    An die Fans
    die immer noch das Märchen von der Rückzahlung der Finanzierung durch den KSC glauben:

    Habt ihr es jetzt kapiert? Oder muss ichs nochmal erklären?
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  •   todi01
    (1040 Beiträge)

    Ein schwarzer Tag
    für Karlsruhe. Schon in fünf Jahren wird jeder, der heute die Hand hebt, behaupten, nicht über alle Kosten und Risiken informiert gewesen zu sein.
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  •   SagMalWas
    (214 Beiträge)

    seriously...KKK?
    Und davon abgesehen, wie kann da rinfsch jemand die Geschäftsleitung ünernehmen? Müsste die Stelle nicht ausgeschrieben werden?
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  •   Winston_Smith
    (182 Beiträge)

    Bei der Besetzung hat man - kaum zu glauben - endlich mal
    einen lichten Moment gehabt. Mehr Fachmann und Insider + Ambition hätte man von "aussen" nie gekriegt.
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  •   Messer
    (244 Beiträge)

    da werden ein paar fette, lukrative Pöstchen vergeben
    schaut euch doch einmal die schwarzen Parteibücher von diesen Herrschaften an die besonders für dieses neue Milionengrab drängeln.
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  •   HarryPotter
    (441 Beiträge)

    Die Kasig besitzt Erfahrungen im Bau und der Projektsteuerung von Großprojekten
    Das Millionengrab U-Strab läßt grüßen.
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  •   zahlenbeutler
    (1020 Beiträge)

    Geschäftsführer
    die Idealbesetzung wäre Klaus Mehdorn gewesen, der hat umfangreiche Erfahrungen mit dem Flughafen Berlin,
    außerdem bei der DB und hätte gleich die KASIG übernehmen können und zu dem ist er jetzt Rentner und hätte
    das ehrenamtlich oder mit einer kleinen Anerkennung, z.B Statue neben dem nackten Mann, machen können.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    Respekt!
    Also der war jetzt mal gut. Mein voller Ernst.
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