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Karlsruhe Umbau der Kriegsstraße: So sieht der Zeitplan aus!

Die Initiative zur "Ja zur Kombilösung" lud am vergangenen Donnerstag zu einer Vortragsveranstaltung über den anstehenden Ausbau der Kriegsstraße. Kasig-Geschäftsführer und der für den Kriegsstraßenausbau verantwortliche Projektleiter Johannes Häberle berichteten über den geplanten Verlauf der Arbeiten.

Obwohl mit dem Abriss der Fußgängerbrücke an der Ritterstraße die vorbereitenden Bauarbeiten bereits begonnen haben, erfolgt der offizielle Spatenstich zum Kriegsstraßentunnel am 21. April. Dann stehe, so Häberle, erst einmal der Tunnelrohbau an. Etwa Ende 2019 könne man denn mit dem eigentlichen Straßen- und Gleisbau oberirdisch beginnen, Ende 2020 beginnt dann der Bau der so genannten Tunnelausstattung.

Mit der Inbetriebnahme des Tunnels rechne die Kasig, so Häberle, wenn alles nach Plan läuft, im September 2021, die oberirdische Straßenbahn soll dementsprechend ab Dezember 2021 fahren – mit der Umstellung auf den Winterfahrplan.

Bauabschnitte sollen Belastungen für Autofahrer verringern

Der Bau des Tunnels wird in verschiedenen Bauabschnitten erfolgen, jeweils von Osten und Westen zur Tunnelmitte hin. Der Tunnel von der Kreuzung Ostendstraße bis zur bestehenden Rampe westlich des Karlstors wird insgesamt 1,6 Kilometer lang, Verbindungsrampen für den Cityverkehr gibt es bei der Ritter- und Lammstraße, das Parkhaus des ECE-Einkaufscenters wird mit einer eigenen Ein- und Ausfahrt an den Tunnel angebunden.

Die Kriegsstraße selbst erhalte durch eine vierreihige Baumallee einen klassischen Boulevardcharakter, so Häberle in seinen Ausführungen, die Lärmbelastung sei dadurch viel niedriger als vorher, denn auch die Straßenbahnen würden kaum Lärm verursachen, da sie sich auf einer völlig geraden Strecke bewegten, so Häberle weiter.

Die Regelung des Verkehrs während der Baumaßnahme sei die größte Herausforderung, erklärte der Kasig-Projektleiter. Um eine gewisse Flüssigkeit des Autoverkehrs möglichst permanent zu gewährleisten, müsse man in den verschiedenen Baufeldern und Bauabschnitte immer wieder neue Lösungen finden. Die Sperrung der Unterführung erfolge erst ab April 2019, von April 2020 bis Juli 2021 müsse der Straßenbahnverkehr dann am Karlstor unterbrochen werden.

Über Abluftkamine wird später entschieden

Auf die Frage der Zuhörer, wie es denn mit der Abluft des Tunnels aussehe, wollten sich weder Uwe Konrath noch Johannes Häberle festlegen. Man habe gläserne Abluftkamine am Westportal geplant, aber ob man die letztendlich überhaupt brauche, sollen Messungen zeigen, wenn der Tunnel in Betrieb ist. Alleine auf die Berechnungen der Verkehrsexperten möchte man sich dabei offensichtlich nicht verlassen.

Außerdem hofft Uwe Konrath auf ein weiteres Wachstum der E-Mobilität. "Man rechnet damit, dass es 2021/22 weniger Fahrzeuge gibt, dafür aber mehr mit E-Antrieb oder anderen umweltfreundlichen Technologien. Wer weiß, vielleicht müssen wir uns dann um Feinstaub gar keine Gedanken mehr machen", mutmaßte der Kasig-Geschäftsführer.

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  •   dipfele
    (3995 Beiträge)

    03.04.2017 21:42
    welche Unterführung....
    ...wird gesperrt und wie kommen die Strabas in die Kaiserstr, wenn die Karlsstr. gesperrt wird ?
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  •   mueck
    (8920 Beiträge)

    04.04.2017 00:57
    !
    Na die unterm Karlstor.

    Und wie die Bahnen in die Kaiserstraße kommen?
    Na über den Südabzweig Ettlinger Stra... Ach halt, da hammse ja keine Gleise mehr hingelegt ...
    Na alle Bahnen über die Schillerstra... Ach halt, da liegt ja nur ein Gleis ...
    Na durch den schon fertigen *hüstel* Stadtbahntunnel und in den über Baumeister- und Rüppurrer Stra... Ach halt, scheiszlanger Umweg ...
    Na links rum über den Mendelssohnpla... Ach halt, der wird ja auch umgegraben ...
    Na dann wohl über Entenfang oder Schlachthof oder wie auch immer, lassen wir uns einfach überraschen ...
    Bis dahin sind hoffentlich alle meine Fahrräder repariert ...
    Und vielleicht halten dann alle IC und ICE in Durlach, dann muss ich nicht von daheim über das Karlstor zum Hbf ...
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  •   Denkfehler
    (9 Beiträge)

    03.04.2017 19:45
    Haha - weniger Autos....
    Wenn ich mir so ansehe, wie freudig erregt die Deutschen Auto fahren, warum glaubt man dann, in KA gäbe es mal weniger Autos? Und so zugestapelt mit Blechbüchsen, wie die Straßen der Stadt nachts sind, das sieht auch nicht nach großem Autoverzicht aus bei den Stadtbewohnern. Autofahrer und (neue) Straßen verhält sich wie Motten und Licht.......
    Was sich an Abgasen momentan noch über die Kriegstraße verteilt, wird mit Kaminen dann an einzelnen Stellen geballt abgeladen - es sei denn, man baut aufwändige Filtertechnik ein.
    Die einzige Möglichkeit, Verkehr - und damit Abgase - zu reduzieren, ist Verkehrsraumverknappung. Wo man nicht mehr fahren kann, will auch keiner mehr hin - schon ist die Verkehrsbelastung reduziert.
    Alle zweispurigen Fahrbahnen zurückbauen auf eine Spur für KFZ - die andere wird Radschnellweg - Fertig. Den Entscheidern fehlt hier lediglich der Mut - und ein Konzept. Wobei das kein KA-spezifisches Problem, sondern bundesweit flächendeckend verbreitet ist.
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  •   Karsten2010
    (105 Beiträge)

    04.04.2017 18:58
    In KA ...
    ... ist aber genau das (Fahrradspuren statt Autospuren) mehr umgesetzt als in vielen anderen Städten. Was fehlt, ist ein einheitliches Konzept für ganz Deutschland (oder Europa). Hier macht jeder Bürgermeister seine eigene Planung. Und je kleiner die Orte sind, desto untauglicher sind Planungsergebnisse. Bestes Beispiel aus der Region: Die alte B-36 Ortsdurchfahrt in Graben-Neudorf. Seitdem die B-36 dort raus ist, müssen Radfahrer auf dem Gehweg mit Radwegschild fahren, wo ich mich weigere. Der Autoverkehr muss auf ein notwendiges Maß reduziert werden, dort passiert das Gegenteil.
    Das Auto als Statussymbol anzusehen, hat wohl ein wenig abgenommen, zumindest in Ballungszentren. Es ist sicherlich noch nicht genug. Die frühere Idee, jedem eine Karre unter den Hintern zu setzen, ist genauso wenig zukunftsorientiert, wie der Bau von Atomkraftwerken.
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  •   dipfele
    (3995 Beiträge)

    03.04.2017 21:37
    Baubürgermeister Obert....
    .....am 01.04. in den BNN:" Aber es wird natürlich schmerzhaft, wenn Radschnellwege durch die Stadt führen sollen. Da könnte es dann Konflikte mit dem Autoverkehr geben".
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  •   Nachteule
    (353 Beiträge)

    04.04.2017 16:03
    Insbesondere dann wenn die Fahrräder schneller fahren dürfen als die Autos
    sonst wärs ja auch kein RadSCHNELLweg...
    Wann hat er das gesagt?
    Am 01. April?
    Das basst !!!
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  •   Rino
    (213 Beiträge)

    03.04.2017 15:47
    Korrektur
    vorbereitenden Bauarbeiten bereits haben, erfolgt
    Der Wortfresser hat wieder zugeschlagen.
    bekommen oder begonnen oder was?
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  •   Waterman
    (5800 Beiträge)

    03.04.2017 15:28
    ECE Center Garageneinfahrt
    Man sollte hier einen entsprechend langen Wartetunnel neben dem Tunnel vorsehen, sonst herrscht jeden Samstag Tunnelverstopfung.
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  •   andip
    (8062 Beiträge)

    03.04.2017 16:01
    ??
    Die Zufahrt bleibt doch oberirdisch.
    Der Tunnel wäre von einem Stau davor doch gar nicht betroffen.
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  •   Greif
    (1406 Beiträge)

    03.04.2017 16:52
    Wer lesen kann..
    findet eine zweite Zufahrt im Tunnel zwinkern
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