Karlsruhe Kombilösung: Tunnel-Boden am Marktplatz soll Weihnachten fertig sein

In zwei Wochen werden die Bauarbeiten auf den Baustellen der Kombilösung eine kurze Weihnachtspause einlegen. Bis dahin stehen aber noch einige Meilensteine an, wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemeldung beschreibt.

Im Gleisdreieck an der Nahtstelle zwischen Marktplatz und Kaiserstraße wächst die Bodenplatte. Drei von vier Abschnitten sind bereits betoniert. Ziel ist, alle Sohlen des Gleisdreiecks mit einer Gesamtbetonmenge von 2.500 Kubikmetern noch vor der Weihnachtspause fertigzustellen, so dass hier im neuen Jahr mit den Außenwänden die Arbeiten fortgesetzt werden können. In der sich westlich anschließenden Haltestelle Lammstraße läuft der Aushub von Erdreich weiter.

Diese Arbeiten sind ebenso auch in der künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz unter dem Berliner Platz zu beobachten: Auch hier wächst die Bodenplatte mit jeder Teilbetonage, während der Erdaushub und die Spritzbetonarbeiten parallel weitergehen. In der Haltestelle Europaplatz sind die Arbeiter mit den Ankerarbeiten für die südliche Bohrpfahlwand beschäftigt und in den Nächten mit dem Auftragen von Spritzbeton auf die abschnittsweise freigelegten Wände.

Baugruben werden geschlossen

Während am Mühlburger Tor noch Restarbeiten an der Oberfläche wie das Pflastern von Gehwegen auf der Nordseite der Kaiserallee vorgenommen werden, wird der Deckel des Zielschachts nun mit Erdreich verfüllt, so dass von der einstigen großen Baugrube, aus der vor einem Jahr noch Teile der Tunnelvortriebsmaschine ausgehoben wurden, bis zum Jahreswechsel nichts mehr zu sehen sein wird.

Am östlichen Ende des Tunnels unter der Kaiserstraße herrscht dagegen noch mehr Bautätigkeit: Oben auf den Baustelleneinrichtungsflächen wird die Bodenplatte aus Beton, auf der die Tübbinge gelagert wurden und die Werkstatthalle für die Tunnelvortriebsmaschine stand, ebenso entfernt wie die Stützwände, innerhalb denen der Tunnelaushub gelagert wurde.

Auch von oben sichtbar sind die Arbeiten am neu errichteten Landgraben-Zugang an der Ecke Kapellenstraße und Gottesauer Straße sowie am Fahrgastzugang Südwest direkt vor der nördlichen Brunnenstraße. Wie bereits vor einigen Wochen im westlichsten Tunnelabschnitt wird jetzt auch der östliche Tunnelröhrenabschnitt – zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor – mit Füllbeton bis zu der Höhe ausgestattet, auf der dann die Gleise aufgebaut werden.

Wände der Stationen entstehen

Südlich der Rampe in der Durlacher Allee wurde der letzte Abschnitt der Fahrbahn auf Höhe der Tankstelle asphaltiert. Im weiteren Verlauf ist das Tiefbauamt mit der Erneuerung des Rad- und Gehwegs beschäftigt. Auf der Nordseite verlegen die Stadtwerke Karlsruhe Wasser- und Gasleitungen.

Die Stationswände entstehen auf dem Südabzweig unter dem Marktplatz, im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor und im Kongresszentrum. Im Bereich der Rampe zwischen Vierordtbad und der Augartenstraße steht lediglich noch der Bau der Brüstungen auf der Ostseite aus. In den Abschnitten, in denen in offener Bauweise der Tunnel entsteht, sind die letzten Decken in Arbeit. Auf die bereits hergestellten Decken wird Erdreich aufgeschüttet, so dass sich die lange Baugrube allmählich schließt.

Noch einen Schritt weiter sind die Arbeiter in der Ettlinger Straße zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung der Ettlinger mit der Baumeister- beziehungsweise Hermann-Billing-Straße: Hier läuft der Straßenbau für den Endzustand, der die Fahrbahnen nach Norden und auch jene nach Süden wieder zurückkehren lässt.

Bald freie Fahrt am Ettlinger Tor

Ab Mitte Dezember wird die Straßensperrung im Bereich der Volkswohnung aufgehoben, sodass der Autofahrer wieder ohne Umweg über die Finterstraße über die Ettlinger Straße zum Ettlinger Tor gelangen kann. Im Kombibauwerk wird an der Bewehrung und Schalung für die Wände und die Decke des Autotunnels Kriegsstraße gearbeitet.

Unter der Karl-Friedrich-Straße hat der Vortrieb im rechten Bereich der Kalotte begonnen, nachdem die linke „Ulme“ unterhalb des ersten von zwei Rohrschirmen aufgefahren wurde. Der Tunnel quert den Landgraben mit nur 80 Zentimetern Abstand.

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