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Karlsruhe Kombi-news: Mühlburger Tor nimmt seine neue alte Form an

Die umfangreichen Arbeiten rund um das Mühlburger Tor sowohl am Tunnel wie auch an der Oberfläche geben dem westlichen Ende der Kombilösung allmählich seine in Teilen erneuerte, ansonsten aber auch gewohnte Form zurück: Während die Rampe bereits fertiggestellt ist, wartet das südlich liegende Straßenbahngleis auf seine Anbindung an das Schienennetz. Zwischen der Kreuzung und dem Kaiserplatz mit dem Reiterdenkmal entsteht Abschnitt für Abschnitt die Decke des Tunnels, der die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellte Röhre mit der Rampe verbindet.

Und auch "oben" wird in der südlichen Kaiserallee, am Eingang in die südliche Reinhold-Frank-Straße sowie in der Amalienstraße im Bereich Kaiserplatz intensiv gearbeitet: Die Gleise von Westen in Richtung Kaiserstraße werden gelegt, Bordsteine gesetzt, Oberflächen von Gehwegen und der Straße gebaut. Ähnliches ist auch auf der südlichen Seite der Durlacher Allee zu beobachten: Die Arbeiten an der neu verlegten Wasserleitung gehen ihrem Ende entgegen.

Außerdem wird ein Kanal neu verlegt, bevor in der übernächsten Woche zum Auftakt der Arbeiten an der Straße, den Parkbuchten und dem Gehweg der alte Asphaltbelag entfernt wird.

Zwischen diesen beiden Enden des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße geht der Aushub der Haltestellen weiter: Am Europaplatz, im Bereich der künftigen Haltestelle Lammstraße und des Gleisdreiecks sowie unter dem Berliner Platz für die künftige Haltestelle „Kronenplatz“ werden die unterirdischen Bauwerke freigelegt.

Während rund um den Fahrgastzugang in der Lammstraße südlich der Kaiserstraße in der übernächsten Woche die Oberfläche wieder hergestellt wird und damit die Arbeiten bis zum Innenausbau der Haltestelle beendet sind, werden in der Haltestelle Durlacher Tor noch die Wände und auch der letzte Sohlenabschnitt hergestellt. In der künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz werden Zug um Zug jetzt weitere Abschnitte der endgültigen Sohle hergestellt.

"Sabine"-Tunnel bei 29 Metern angekommen

Auf dem Südabzweig zwischen Marktplatz und der Rampe in der Ettlinger Straße auf Höhe der Augartenstraße haben die Arbeiter im Kreuzungsbereich der Karl-Friedrich-Straße mit der Hebelstraße den Bau des Gehwegs auf der westlichen Seite der Karl-Friedrich-Straße abgeschlossen. Die Straße südlich der Verfassungssäule auf dem Rondellplatz hat jetzt auch eine neue Oberfläche. Der Vortrieb des "Sabine"-Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße ist bei etwa 29 Meter angekommen.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor endet in dieser Woche der Erdaushub bis auf die Unterkante der Zwischendecke, auf der später einmal die Autos den unterirdischen Tunnel Kriegsstraße befahren. Danach stehen zunächst einmal Ankerarbeiten an, bevor ein Teil der Schlitzwände weiter abgebrochen werden kann.

Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor laufen die Arbeiten an den endgültigen Wänden. Bei den in offener Bauweise herzustellenden Tunnelbereichen werden in den nächsten Wochen weitere Decken im Abschnitt direkt südlich der Kriegsstraße betoniert.

Im Tunnelabschnitt zwischen der Kreuzung Ettlinger mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße bis zur künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum steht der Bau des Abwassersammlers quer durch das Straßenprofil an. Südlich anschließend wird noch das Erdreich ausgehoben – ebenso wie aus der Haltestelle heraus. Im sich südlich an die Haltestelle Kongresszentrum anschließenden Tunnelabschnitt beginnt jetzt die Bewehrung für die endgültigen Sohlen. An der Rampe bis zur Augartenstraße werden Wände gebaut.

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  •   udoh
    (1681 Beiträge)

    "Ganz leicht" IRREFÜHRENDE Beschönigung
    Häßlich störende Rampe - gabs die vorher auch schon traurig
    So wie es vor langem hieß "Bauarbeiten am Europlatz beendet": sieht so eine Baustellenfreie Zone aus.
    Schönreden hift weder gegen Behinderung, Verschandelung und erst recht nicht gegen die KOSTEN für diesen *****
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  •   wolkenschauer
    (1278 Beiträge)

    Wer fühlt sich gut informiert bzgl. Zeiten / Fristen / Kosten ?
    Die Verwendung des Worts 'bereits' ist eine Unverschämtheit gegenüber der tatsächlichen zeitl. Entwicklung / Realisierung. Siehe den sehr pessimistischen Artikel in den BNN von Gestern. Hier wird BEREITS 2025 als Bauende erwähnt / befürchtet / in den Raum gestellt; herrscht völlige Unklarheit über Projekt (Kriegsstrassentunnel), Bezuschussung (Verhalten von Bundesrechnungshof / Bund), Fertigstellung (0,3 m pro Tag statt 5 beim Sabine-Tunnel (2018 statt im Hochsommer dieses Jahres fertig ? ). Trotzdem spricht der BNN-Redakteur Tunnel-/Flaniermeilenfetischist R. Hustede von einer 'weltstädtischen Flaniermeile'.

    Das Ding ruiniert die Stadtfinanzen - nebenstehend wurden die derzeit zu erwartenden Einsparorgien für Bürger und Folgejahre angedeutet. Von den immensen Betriebskosten (30 Millionen Zuschussbedarf ?) war hier auch noch nicht mal explizit die Rede. Zudem ist der trassenbegleitende Baumbestand schon erheblich abgeholzt worden - auch in der Kriegsstr., wo vllt garnichts mehr geht.
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  •   wolkenschauer
    (1278 Beiträge)

    Ja-Sagende grossklappige kommunale Abrissbirnen unterwegs
    Ne einzige Verschleierung, Desinformation, zeitliche Unklarheit, Schönfärberei wird hier betrieben. Dagen drückte das Interview mit Kasig-Konrad höchste Verunsicherung, Vagheit, Verzagtheit und Ungewissheiten aus. Ein Schlingerkurs Ohnegleichen! BER und die Elbphilharmonie könnten was zeitliche Duchführung, Kostenmultiplikationsfaktor (1,5 - 2 Millarden für einen verbleibenden Torso ?) und Bürgerver.rsche / -abgezocke noch deutlich getoppt werden und eine 'vorbildliche' Blaupause für Prestige und Protz ala S21, Stadionneubau, Bad. Staatstheater... liefern. Für die wirklichen Bedürftigkeiten Wohnen, Soziales, grüner Stadtumbau, Verkehrsberuhigung, kommunale Dienste ist dann nix mehr da, ausser nachhaltig abzutragender Verschuldung und klammen festgezurrten Verhältnissen des elitär-provinziellen Grössenwahns und der als verordnet anmutenden Bürgerverachtung.

    Zukünftiges : Hauptsache Welle bekommt seine VIP-Parkdecks und sein 150 Mille Stadion für den finanz- und sponsorschwachen KSC ?
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  •   ALFPFIN
    (5605 Beiträge)

    Er hat ja recht
    der Herr wolkenschauer,
    Aber sie fangen doch jetzt mit dem sparen an, Lichterfest ohne Lichter, Blumenschmuckwettbewerb ohne Schmuckblumen, Anschaffung einer Frankiermaschine, kann eine Stelle dauerhaft eingespart werden (wusste gar nicht, dass man bei Stadt noch Briefmarken abschleckt) grinsen Aufwandsreduzierung im Bereich der Ehrungen von Alters- und Ehejubiläen und Abschaffung der "Jungbürgerfeier" und der "Jungbürgerbriefe" und so weiter und sofort.
    Aber ganz wichtig: Abschaffung der von der Stadt gekauften Dauerkarten für Spiele des KSC für die Bürgermeister. Da wird ganz viel Geld reinkommen und der Haushalt fast ausgeglichen.  grinsen

    Ich wünsche mir ja fast, dass der Bund die Zuschussmittel für die Kriegsstraße streicht oder empfindlich kürzt. Ich will wissen, was dann geschieht. Vielleicht wird eine 2. Frankiermaschine angeschafft und eine weitere Stelle gespart. 
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  •   A320
    (264 Beiträge)

    .
    Wenn du die BNN gelesen hast solltest du auch erkannt haben, dass man schnellere Möglichkeiten für den Südabzweig prüft.
    Das mit der Kriegsstraße war nur falls keine Zusage zur Förderung kommt, das ganze sollte sich noch diesen Monat entscheiden. Also abwarten.
    Ich denke schon, dass eine gleisfreie Kaiserstraße die Innenstadt attraktiver macht, aber da gibt es Meinungsverschiedenheiten. Aufhalten kann man das ganze jetzt sowieso nicht mehr, und mittlerweile sind laut Umfragen ohnehin mehr Leute dafür als dagegen, da gab es mal vor n paar Monaten eine große Umfrage eines KIT Studenten.
    Naja, das Stadion ist nunmal notwendig, sonst gibt es keinen Fußball mehr in Karlsruhe. Außerdem zahlt der KSC das ganze auch zurück, in Raten eben. Und mittlerweile sind es auch viel weniger Schulden geworden. Da sollten sich andere Vereine wie der HSV mal eher darum sorgen.
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  •   wolkenschauer
    (1278 Beiträge)

    KIT Umfrage für heute, morgen oder übermorgen repräsentativ ?
    Ich lese hier nur politikertypische, abgehobene, eigeninteressige Absichtserklärungen. Von einer zum grösseren Teil Selbstfinanzierung eines neuen Stadions, wie es der SC Freiburg mit seinen viel solideren Finanzen unter Bürgerbeteiligung beschlossen hat - also ein vermutl. nachhaltig tragfähigeres und für die Bürger zumutbares Konzept - lese ich hier nix.

    Hier soll ein finanz-, sponsoren- und recht besucherschwacher, sportlich mittelmässiger privater Betrieb mit all seinen bekannten Unzulänglichkeiten und lobbykratischer CDU-Struktur massivst gefördert werden, während gleichzeitig die Stadtfinanzen durch überdimensionierte, fehlgeplante Prestigeprojekte in eine chronisch klamme Lage getrieben werden.

    Diese schlechtgeplanten Prestigeprojekte aber auf Teufel kommt raus zulasten der wirklichen real bestehenden Bedürfnisse durchgezogen werden. Mit zeitlichem und kostentreibenden unabsehbaren Ende. Ohne Mass, Abspeckung oder gar sinnvoller erheblich defizitverringernder Streichung.
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  •   wolkenschauer
    (1278 Beiträge)

    Wer blutet ? Bei wem wird gestrichen ? Wohin wird umverteiteilt ? Wer wird für die Lasten...
    Gestrichen wird hier nur, wo eh schon Not ist (Beispiel unterbesetzte Bürgerbüros, Zuschüsse für ÖPNV bei gleichzeitig massiv erhöhten Preisen, Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus über Jahre...). Ansonsten steigen Mieten und man leistet sich bundespolitisch mit der faktisch gleichen politischen Konstellation 'Panama', weiterhin weitgehend deregulierten und teilweise hochkriminellen Finanzkapitalismus incl. Börsengezocke, die europaweit ausgedehntesten Niedriglöhne, dauerhaft befristete Arbeitsverhälnisse, Reichenprivilegien, unsittliche Werkverträge, eine weitere Mästung bzw. Schonung von grossindustrierellen Monopolen und Kartellen (siehe Fusion Edeka / Tengelmann, unsinnige Stromanbietermonopole ), Bankenrettungen auf Kosten der vielfach betrogenen und hintergangenen Normalbürger und der wirklich Bedürftigen. Von den zu erwartenden Armutsrenten grosser Teile der Bevölkerung zugunsten von Kapitaleignern und reichen Erben etc. ganz zu schweigen.

    Wozu Prestige und Protz ?
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  •   wolkenschauer
    (1278 Beiträge)

    Überschrift fehlerhaft bzw. unvollständig...Nun etwas ergänzt ... :-)
    'Umverteilt' muss es heissen. Wer wird für die Lasten von Prestige, Protz, Gier und Steuerhinterziehung der 'Eliten' herangezogen bzw. unverschuldet und unverhältnismässig belastet, geschröpft und mit Sorgen beladen ?

    Die Flüchtlinge sind dann daran schuld ? Der Hartzer ? Der Billiglöhner oder der Normalverdiener ? Gibt es sonst keine Verantwortlichen ? Oder sind diese plötzlich abgetauchten 'Sonstigen' unsere westlich heiligen Kühe ? Müssen sich Fenrich, Baitinger und Co für das Kombidesaster irgendwo verantworten oder gar irgendwo rechtfertigen ? Es läuft hier doch im recht provinziellen KA genauso fröhlich-masslos-überheblich-abgehoben-ungeniert wie in der grossen weiten Welt ! zwinkern
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  •   ka-lex
    (1512 Beiträge)

    .
    Sie sollten Ihre unqualifizierten und destruktiven Exklamationen zugunsten einer fundierten Verifizierung des eben implizierten unterlassen.

    grinsen
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  •   wolkenschauer
    (1278 Beiträge)

    Muss nicht weiter Realitätsverweigerung mit Jubelpresse und Selbstbelobigung beklatschen...
    Ausserdem bleiben Ochs und Esel in ihrem Lauf gerne auch weiterhin unterwegs - also nix hier mit plakativem Optimismusgeblabbel und hier irgendwas mit 'westlichen Werten' verbal glorifiziert bzw. verifiziert... grinsen Schönen Sonntag im Wald - Regenpause !
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