Karlsruhe Kombi-News: Tunnel-Betonierer ist zum Einsatz bereit!

Das Durlacher Tor erhält zunehmend das alte Gesicht zurück: Das Baufeld wird asphaltiert, die künftigen Geh- und Fahrwege vorbereitet. Unter der Erde wird es im Karl-Friedrich Tunnel am Südabzweig nochmal spannend. Ein weiteres großes, technisches Gerät ist einsatzbereit: Der Schalwagen soll die Tunnelwände betonieren.

Ein Teil des früheren Baufelds am Durlacher Tor ist in dieser Woche asphaltiert worden. Dadurch wird die Lücke der Autofahrbahn zwischen Durlacher Tor und der Südseite der Durlacher Allee, bei der bereits der endgültige Zustand für Straße, Geh- und Radweg hergestellt wurde, geschlossen, informiert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrer wöchentlichen Pressemeldung.

Bahn-Umleitung bis Sonntag

Der nächste Schritt hier ist die Herstellung des Geh- und Radwegs sowie der Parkplätze als auch der Bushaltestelle. In dieser Phase werden Fußgänger- und Radweg über die Straße geführt. Die Bauarbeiter setzen mit dem Abbruch und dem Entfernen von Leitungen die Herstellung der endgültigen Trasse für die Gleise im Kreuzungsbereich Durlacher Tor, Durlacher Allee, Kapellenstraße und Kaiserstraße fort.

Noch bis diesen Sonntag dauert auf der Nordseite der Durlacher Allee der Asphalteinbau für die Autofahrbahn. Der stadteinwärts über die Durlacher Allee führende Stadtbahn- und Straßenbahnverkehr nimmt daher bis 28. Mai eine Umleitungsstrecke. Im Anschluss daran wird auch hier der Gehweg sowie die Parkplätze hergestellt. Auch an dieser Stelle werden in dieser Phase Fußgänger- und Radweg über die Straße geführt. Die endgültige Straßen- und Radwegeführung entsteht auch in der Ettlinger Straße.

Unterirdische Haltestellen bekommen Außenwände

In der künftigen Haltestelle unter dem Europaplatz hat der Endspurt beim Einbau des letzten Sohlenabschnitts begonnen: Der bisher für den Erdaushub benötigte, oberirdisch eingesetzte Teleskopbagger wurde in dieser Woche abtransportiert, in der nächsten Woche werden zudem die Zementsilos abgebaut, die für das Auftragen des Spritzbeton auf die Wände benötigt wurden. In dem Sohlenabschnitt läuft die Bewehrungsarbeiten Tag und Nacht durch – selbst an den Samstagen wird gearbeitet.

Kombilösung Sohlenbau
Der westlichste Sohlenabschnitt in der Haltestelle Europaplatz wird rund um die Uhr bewehrt. | Bild: Kasig

Gleichzeitig entstehen hier wie auch in den künftigen unterirdischen Haltestellen Lammstraße, Kronenplatz, Marktplatz sowie im Gleisdreieck Marktplatz die Außenwände. Sie bilden zusammen mit der Sohle und dem Haltestellendeckel das eigentliche Haltestellenbauwerk. Mit der Betonage von Innen- oder Zwischenwänden sind die Arbeiter in den Haltestellen Marktplatz und Durlacher Tor beschäftigt, in letzterer entsteht bereits die erste Zwischenebene: Über diese Ebenen können später die Fahrgäste den Bahnsteig wechseln.

Tunnelröhre wird betoniert

Unter dem Marktplatz geht außerdem der Abbruch der 14 Primärstützen weiter, deren Abstützfunktion für den Haltestellendeckel nicht mehr benötigt wird, seitdem die Innenwand zwischen den beiden durchgängigen Gleisen und dem dritten Gleis betoniert worden ist. Der Rückbau der Stützen hinterlässt in der Sohle "Löcher", deren Betonage ebenfalls fortschreitet. In der Haltestelle Kongresszentrum werden beim dort begonnenen Innenausbau Kabelkanäle sowie die Feuerlöschleitungen montiert.

Betoniert wird in der Tunnelröhre zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße: In den schichtweise aufgefüllten und geglätteten "Sohlbeton" sind Kabelleerrohre eingelegt, auf der Oberfläche werden später Schotter und Gleise verlegt. Einen Schritt weiter sind die Arbeiter im Tunnel zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor: Hier werden seitlich auf die Sohlbeton-Oberfläche die Notwege – ebenfalls mit integrierten Kabelleerrohren - betoniert.

Tunnel-Betonierer: Schalwagen abgenommen

Der Einbau der Stahlbetonsohle der Innenschale schreitet im 250 Meter langen Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße voran. Gleichzeitig erfolgte in dieser Woche beim Hersteller die technische Abnahme des speziell entwickelten Schalwagens, mit dem das Gewölbe der Innenschale des Tunnels betoniert wird. Die Ausbildung der "Trompete" – der Aufweitungsbereich, der sich direkt südlich an die Haltestelle Marktplatz anschließt – stellt die Schalungsbauer vor eine hochtechnisierte Herausforderung.

Schalwagen Kombilösung
Enorme Maße besitzt der speziell für den Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße entwickelte Schalwagen. | Bild: Kasig

Beim Bau der neuen oberirdischen Straßenbahntrasse mit dem darunter liegenden Autotunnel in der Kriegsstraße steht die Kampfmittelerkundung im Vordergrund: Sowohl im östlichsten Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee wie auch im Baufeld W2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße werden die Flächen für das Baufeld und den Verbau noch bis in die erste Juni-Woche hinein auf Kampfmittel abgesucht sowie Hindernisse und Rohrleitungen entfernt.

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