Karlsruhe Kombi-News: Neue Deckel und Sperrungen in dieser Woche

Ab Freitag wird aus dem ehemaligen Zielschacht am Kaiserplatz östlich vom Mühlburger Tor endgültig ein Tunnelabschnitt: Der Zielschacht auf dem Kaiserplatz direkt westlich vom Mühlburger Tor erhält seinen Betondeckel. Über diesen und andere Fortschritte bei der Kombilösung informiert die Karlsruher Schieneninfratstruktur Gesellschaft (Kasig) in ihrer Pressemeldung.

Wegen des größeren Volumens gegenüber dem normalen Tunnelquerschnitt beherbergt der Abschnitt am Kaiserplatz nach Aussage der Kasig künftig auch Technikräume für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), die für den Betrieb der Stadtbahnen und Straßenbahnen im Tunnel benötigt werden. An der Oberfläche entstehen nach Aussage der Bauherren nach wie vor bis etwa Anfang Dezember auf der Nordseite des Mühlburger Tors neue Fahrbahnoberflächen sowie Rad- und Gehwege.

Kasig setzt Anker am Europaplatz ein

Fortschritte gibt es auch am Europaplatz. Dort würden in dieser Woche die Arbeiten am so genannten Arbeitsplanum enden – jener ebenen Fläche in der Haltestelle Europaplatz, von der aus das Bohrgerät die Anker in die Bohrpfähle auf der Südseite treiben kann.

Wiederum einige hundert Meter weiter östlich werde der erste Sohlenabschnitt im Gleisdreieck in Kürze betoniert, so die Kasig. Doch hier wie an allen anderen Baustellen der Kombilösung gelte: Nach der Betonage ist vor der Betonage, denn am westlichen Ende des Bauwerks Gleisdreieck und Haltestelle Lammstraße beginnen übernächste Woche schon die Bewehrungsarbeiten für den westlichsten Sohlenabschnitt.

In den Abschnitten dazwischen laufen der Erdaushub und die nächtlichen Spritzbetonarbeiten. Am Kronenplatz biete sich das gleiche Bild, heißt es in der Pressemitteilung weiter: "Auch hier haben die Arbeiter mit der Bewehrung für den ersten Sohlenabschnitt auf Höhe der Buchhandlung begonnen – übernächste Woche steht die Betonage an. Gleichzeitig gehen der Erdaushub und die Spritzbetonarbeiten für die freigelegten Schlitzwände weiter."

Wasserleitung am Durlacher Tor nach Missgeschick ausgetauscht

Und an der künftigen Haltestelle Durlacher Tor? Hier würden "unten" die letzten Außenwände betoniert, bis in die nächste Woche hinein "oben" der Portalkran abgebaut, informieren die Bauherren. Ab 2. November werde die Südseite der Kaiserstraße zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor für knapp zwei Wochen gesperrt: Grund sei die Neueinrichtung einer leichten Straßenverschwenkung zwischen Brunnen- und Kapellenstraße, um den Bau des südwestlichen Zugangs zur späteren Haltestelle zu ermöglichen. 

Rechts und links der Rampe in der Durlacher Allee laufen die aufwändigen Arbeiten zur Wiederherstellung des Straßenraums: Während auf der Südseite Bordsteine gesetzt und Pflaster verlegt wird, stehen auf der Nordseite der Ersatz alter Gas- und Wasserleitungen im Mittelpunkt der Arbeiten. "Auch die vor drei Wochen gebrochene alte Trinkwasserleitung wird im Zuge dieser Arbeiten wie ursprünglich vorgesehen komplett ausgetauscht", heißt es weiter. 

Kein Ausstieg beim Konzerthaus

Am Samstagabend beginne des Weiteren die Sperrung des Straßenbahnverkehrs bis Mittwochfrüh (2. November) zum Ausbau der beiden Elemente der provisorischen Straßenbahnbrücken im Bereich der Kreuzung Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße.

"Die Gleise erhalten wieder einen festen Unterbau, der auf der Decke des Bahntunnels aufgebaut wird", erklärt die Kasig. An dem langen Bau-Wochenende könnten die Tram-Linien 5 und 6 die Haltestellen Volkswohnung und Konzerthaus nicht anfahren. Für Autofahrer gelte weiter, dass  sie wie auch die Buslinie 10 über die Finterstraße umgeleitet werden. Autofahrer von Süden oder von Osten könnten bereits seit dieser Woche an der Einmündung der Finterstraße in die Ettlinger Straße diese aber queren und nach kurzer Fahrt in Richtung Süden in die Hermann-Billing-Straße einbiegen. 

Im Südabzweig würden, nachdem in dieser Woche die letzte Sohle betoniert wurde, nach wie vor für die in offener Bauweise herzustellenden Tunnelabschnitte Wände gebaut, Decken betoniert und diese dann wie derzeit an der Kreuzung Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße mit Erde überschüttet. Auch im Bereich der Rampe in Höhe der Augartenstraße entstünden Wände. 

Endgültige Stationswände entstünden in der Haltestelle Marktplatz, im Südkopf Ettlinger Tor und im Kongresszentrum. "Im Kombibauwerk ist ebenfalls Wände-Bau angesagt: Hier werden allerdings die Wände des Autotunnels Kriegsstraße hergestellt.  Noch immer wird unter der Karl-Friedrich-Straße vor ihrer Einmündung in den Marktplatz die Rohrschirmdecke hergestellt, die den Vortrieb auf den letzten 25 Meter des Tunnels schützen wird", so die Kasig abschließend.

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