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Karlsruhe Kombi-News: Jede ausgebaggerte Schaufel lässt die Haltestellen wachsen

Der Bau der insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung schreitet mit jeder Schaufel ausgebaggerten Erdreichs voran: Am Europaplatz und unter dem Berliner Platz für die Haltestelle Kronenplatz läuft der Erdaushub nach Plan. Zusätzlich wird hier die von der Tunnelvortriebsmaschine Giulia hergestellte Betonröhre abgebrochen, Beton, Stahl und Erdreich werden dann getrennt entsorgt, so die Pressemeldung der Kasig.

Im Bereich der Lammstraße ist der unterirdische Durchbruch zum Gleisdreieck am Marktplatz bereits vollzogen: An dieser Stelle wird nach Fertigstellung der Kombilösung für Fahrgäste auch das unterirdische Umsteigen von Linien, die am Marktplatz halten, in Linien, die in der Kaiserstraße verkehren, möglich sein. Und während die Haltestelle Kongresszentrum noch durch den Erdaushub bis auf ihre Endtiefe wächst, hat die Haltestelle Durlacher Tor derzeit die Nase vorn: Die letzte endgültige Sohle wird in der nächsten Woche betoniert, zudem wachsen kontinuierlich die endgültigen Wände vor den mit einer Spritzbetonschicht versehen Schlitzwänden nach oben.

Die Haltestelle Marktplatz – sie wird mit drei Gleisen die größte Haltestelle sein – ist ebenfalls schon weit gediehen: In unterschiedlichen Abschnitten bauen die Arbeiter die Sauberkeitsschicht ein, verlegen die Bewehrung oder errichten an der Nordseite der Haltestelle ein Havarieschott: Das verhindert bei einer Flutung der Haltestelle Lammstraße oder des Gleisdreiecks im Havariefall, dass das als Ballast eingeleitete Wasser in die Haltestelle Marktplatz eindringt.

Ost-West-Achse kommt voran

An den beiden Enden der Ost-West-Achse der Kombilösung gehen die Arbeiten an der Oberfläche voran: Am Mühlburger Tor erhält die Amalienstraße südlich des Kaiserplatzes eine neue Asphaltdecke – Autos können stadteinwärts bis einschließlich Sonntag hier nur über die Reinhold-Frank-Straße, die Sophienstraße und die Leopoldstraße Richtung Innenstadt fahren.

In der Durlacher Allee werden auf der südlichen Seite Leitungsgräben und auch der Arbeitsraum neben der Rampe verfüllt, bevor in der übernächsten Woche hier wie schon zuvor auf der Nordseite die Spundwände gezogen werden. Auf dem Südabzweig zwischen Marktplatz und der Rampe in der Ettlinger Straße auf Höhe der Augartenstraße ist der unter Druckluft betriebene Bau des "Sabine"-Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße bei einer Länge von etwa 40 Metern angekommen.

Anker los

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor werden im Bereich der Zwischendecke, auf der später einmal die Autos den unterirdischen Tunnel Kriegsstraße befahren, Ankerarbeiten vorgenommen. Danach wird ein Teil der Schlitzwände zum Süd- und zum Nordkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle hin abgebrochen.

Im Südkopf sind die Arbeiter mit der Herstellung der endgültigen Wände beschäftigt. Bei den in offener Bauweise herzustellenden Tunnelbereichen steht nach wie vor die Betonage weiterer Decken im Abschnitt direkt südlich der Kriegsstraße im Mittelpunkt. Im Tunnelabschnitt zwischen der Kreuzung Ettlinger mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße bis zur künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum wird der Abwassersammler quer durch das Straßenprofil in den nächsten Wochen eingebaut. Im sich südlich an die Haltestelle Kongresszentrum anschließenden Tunnelabschnitt werden die endgültigen Sohlen hergestellt. An der Rampe bis zur Augartenstraße wird der restliche Boden ausgehoben, so dass hier die Aushubarbeiten noch vor Pfingsten abgeschlossen werden können.

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Kommentare (17)
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  •   BuddyAckermann
    (104 Beiträge)

    Bauende, Funktionalität und Kosten unabsehbar
    liebe "Journalisten" von KA-NEWS, habt ihr auch mal selbst ein paar Dinge hinterfragt ( nein, nicht beim Täter) , zum Beispiel wieviele dauerhaft in KA und näherer Umgebung wohnende Karlsruher, bei den Bauarbeiten beteiligt sind, viel vom Karlsruher Geld nach was weiß ich wo fliesst......statt immer nur brav abzudrucken, was euch der Baustellen-Manager vorliest? Und eine Frage ist immer noch unbeantwortet: Wann fährt denn die erste planmässige Bimmel durchs Kaiserstrassenlöchle?
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  •   udoh
    (1681 Beiträge)

    Einerseits rettet der Denkmalschutz jedes Steinchen und dann diese Verschandelung
    dulden? Ist ja auch ein Unterschied ob im Kleinen beim Bürger oder bei der möchtegern "großen Politik" und viel Geld und EinflussReiche.
    Hat alles ziemlich G'mäckle!
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  •   Petrolhead
    (955 Beiträge)

    Karlsruhe und Denkmalschutz ?
    selten so gelacht.
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  •   Beiertheimer
    (847 Beiträge)

    Jede ausgebaggerte Schaufel
    läßt die Schulden steigen.
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  •   dipfele
    (4064 Beiträge)

    ja, was ist eigentlich....
    .. mit den 150 Mio, die die MeMo vor den Tunnelbauarbeiten extra haben wollte? Sind die bezahlt und kommen die zu den 905 Mio dazu?
    Die Tranparenz hat seit 2013 stark gelitten!!!
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  •   dipfele
    (4064 Beiträge)

    muss natürlich...
    BeMo heissen. Das Augenlicht lässt nach.
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    Bei so einem
    Kostengejammer wie beim Tunnel hätte der Markgraf 1715 sicher den Bau von Karlsruhe aufgegeben.
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  •   udoh
    (1681 Beiträge)

    Es geht immer darum was man für sein GELD BEKOMMT
    Hässliche Rampen, nicht wirklich absehbare Kosten, Behinderungen, Geschäftspleiten, Risse in Bauwwerken, Lärm, Baustellen, .....

    Und alles für eine "Vision" und einen Bypass für eine nicht mehr zeitgemäßes Konzept aus 1900 sonstwas???

    Da ist jeder müde EUR zu schade! Und es werden umgerechnet ca. 3.000 davon JE EINWOHNER für so einen ***** !!!!

    Aber vielleicht stimmt es, dass Karl aufgehört hätte - wenn er gewußt hätte welch fähige Führung nach ihm kommt und so was aus seinem Werk macht zwinkern
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    Und wie wäre
    das zeitgemäße Konzept 2016 für KA ? Manche schlagen vor den ÖPNV
    ganz abzuschaffen.
    Viele Städte- nicht nur in D- kommen mit solchen Tunneln gut zurecht.

    PS Obwohl ich noch niemals auf dem KSC Platz war, habe ich nichts gegen ein neues Stadion das ja auch viel Geld Kostet
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  •   dipfele
    (4064 Beiträge)

    im Rhein-Ruhr- Gebiet...
    ... fehlen für die dortigen Tunnelsanierungen rund 30 Mrd. Euro!!
    In Frankreich z.B. wurden in den letzten Jahren rund 20 in den 1950er und 1960er Jahren stillgelegte Strabas wieder reaktiviert. Alle haben keinen Tunnel und fahren durch die attraktiv gestalteten FuZos.
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