Karlsruhe Kombi-News: Erdaushub, Sohlen- und Wandbau beherrschen das Geschehen

An den ober- und unterirdischen Baustellen kamen die Bauarbeiter der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) auch in dieser Woche dem großen Ziel ein kleines Stückchen näher. An vielen Stellen wurde betoniert und ausgehoben.

In einer Pressemitteilung informiert die Bauherrin über den Fortschritt in den Kombi-Baustellen: In den unterirdischen Haltestellen wechseln die Phasen mit dem restlichen Erdaushub mit der Betonage der einzelnen Sohlenabschnitte. In der unterirdischen Haltestelle Europaplatz ist der erste Sohlenabschnitt in der zurückliegenden Woche betoniert worden – gleichzeitig läuft auch der Aushub für den folgenden Abschnitt, der am 18. März betoniert werden wird, so berichtet es die Kasig. 

Nicht anders sieht es in der Haltestelle Lammstraße aus: Auch hier wurde vergangene Woche ein Abschnitt der endgültigen Sohle betoniert, diese Woche Dienstag folgt der Nächste. Parallel werden die Wände im benachbarten unterirdischen Gleisdreieck hergestellt.

Dieser Rhythmus spielt sich auch in der Haltestelle Kronenplatz ab: Hier wird - am 13. und 14. März – der letzte Sohlenabschnitt betoniert, während gleichzeitig in den Bereichen, in denen die Sohle schon "steht", die Wände der Station gebaut werden.

Rohre für die Kabel werden verlegt

Im Tunnelabschnitt zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor sind die Arbeiter noch mit dem Einbau der Kabelleerrohre beschäftigt, der Einbau dieser langen Kunststoffrohre erfolgt demnächst auch in der Rampe zwischen Haltestelle Durlacher Tor und dem Gottesauer Platz.

In der unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor werden, so schreibt die Kasig weiter, Innenwände eingebaut – ebenso wie auch in der Haltestelle unter dem Marktplatz, in der neben den Zwischenwänden auch die Zwischendecke entsteht, die den Boden für den späteren Funktionsraum oberhalb des dritten Gleises bildet.

An beiden Enden der Tunnelröhre unter der Kaiserstraße sind auch oberirdisch viele Arbeiten zu beobachten: So wird die Fläche um das Kaiser-Denkmal östlich des Mühlburger Tors von allen Einrichtungen befreit, die dem Bau der Röhre dienten.

Sperrung der Kaiserstraße auf Höhe der Brunnenstraße

Der Treppenzugang zu den unterirdischen späteren Betriebsräumen an der Nordwestseite des Kaiserplatzes wird geschlossen. Am anderen Ende – am Durlacher Tor – wird ab 13. März auch die Fläche des Baufelds am Eingang zur Kaiserstraße zurückgebaut.

"Weil die Wände des Fahrgastzugangs Südwest direkt vor der Brunnenstraße betoniert sind, können die Arbeiter in der kommenden Woche auch den Verbau mit Spundwänden entfernen: Wegen dieser Baumaßnahme wird die Kaiserstraße in der kommenden Woche für den stadtauswärts fahrenden Autoverkehr auf Höhe der Brunnenstraße gesperrt, Radfahrer und Fußgänger können diesen Bereich jedoch passieren", erklärt die Kasig in ihrer Pressemeldung.

Provisorien werden entfernt

Die Arbeiten in der Durlacher Allee dauern an: Durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel wird die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie der Straßenbereich Bernhardstraße hergestellt, vom Tiefbauamt der Geh- und Radweg bis zum Gottesauer Platz. Die Stadtwerke verlegen neue Gas- und Wasserleitungen auf der Nordseite der Durlacher Allee, zudem werden dort in dieser Woche einige der provisorischen Oberleitungsmasten entfernt.

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße geht der Vortrieb in der rechten "Ulme", also der zweiten – kleineren – Hälfte des in zwei Längsabschnitten unter Druckluft betriebenen Abbaus von Sand und Kies, weiter.

Beim Kombibauwerk wird derzeit die Decke des späteren Autotunnels ausgeschalt. Ein Stockwerk tiefer sägen und stemmen die Arbeiter den Beton der Schlitzwände nach Norden und Süden hin auf, um die volle Breite des Stadtbahntunnels beziehungsweise der Haltestelle Ettlinger Tor zu erreichen. Gleich nebenan im Südkopf dieser Haltestelle werden weitere Stationswände hergestellt. Vorbereitet wird der Abbruch der Primärstützen, die einen Teil der Deckenlast der Haltestelle während der Rohbauphase getragen haben.

Bis Oktober soll die Oberfläche der Ettlinger Straße "fertig" sein

Im sich südlich an die Haltestelle anschließenden Abschnitt zwischen Ettlinger Tor und der Haltestelle Kongresszentrum wird unten für die letzte Decke des Tunnels, der sich direkt an den Südkopf anschließt, derzeit die Bewehrung hergestellt. Oben geht der Straßenbau für den Endzustand der Ettlinger Straße weiter.

In der Haltestelle Kongresszentrum werden die Primärstützen entfernt. Auch dort stehen nun die endgültigen Wände. Zudem stehen auch hier schon wie am Marktplatz und am Durlacher Tor Innenwände und Betoneinbauten auf dem Plan, die die Treppen und Fahrtreppen aufnehmen.

Über dem Tunnel südlich der Haltestelle Kongresszentrum bis zur Rampe in Höhe der Augartenstraße entsteht die "endgültige" Ettlinger Straße – die Arbeiten am Straßenbau sollen bis Oktober für die gesamte Ettlinger Straße abgeschlossen sein.

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