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Karlsruhe Kombi-News: Blaue Wasserleitung kann ab Sommer weg

Das Bauvorhaben Kombilösung geht weiter voran. Ab nächster Woche wird in der künftigen unterirdischen Haltestelle Europaplatz am Bau der endgültigen Sohle gearbeitet. Auch an anderen Stellen vermeldet die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) Fortschritte.

In einer Pressemitteilung informiert die Kasig über die Fortschritte an den Baustellen der Kombilösung. Die Rohbauarbeiten in den unterirdischen Haltestellen werden die für den unterirdischen Havariefall aufgebaute blaue Wasserleitung, die sich auf der gesamten Länge der Kaiserstraße zwischen Durlacher Tor und Europaplatz entlang zieht, im Sommer überflüssig machen, so die Bauherrin.

Blaue Rohre in der Innenstadt bald überflüssig

"Ab Mitte nächster Woche wird einzig in der künftigen unterirdischen Haltestelle Europaplatz noch am Bau der endgültigen Sohle gearbeitet. In der Haltestelle Lammstraße wird diesen Montag der letzte Abschnitt betoniert, im Gleisdreieck am Marktplatz, in der Haltestelle Kronenplatz unter dem Berliner Platz und im Durlacher Tor ist die Sohle bereits seit Tagen oder auch Wochen komplett", erklärt die Kasig.

Die blaue Havarieleitung ist für den Fall vorgesehen, dass ungeplant Grundwasser vor der Herstellung der endgültigen Sohle in die Haltestelle eintritt, um diese dann "künstlich" zu fluten und ein "Gegengewicht" zum Grundwasserdruck aufzubauen: Dieses Szenario entfällt mit der Betonage auch des letzten Sohlenabschnitts am Europaplatz voraussichtlich Ende Mai.

Schotten weg am Marktplatz 

In diesem Zusammenhang ist auch der Abbau des Dichtschotts zwischen der Haltestelle Marktplatz und dem sich nördlich anschließenden Gleisdreieck beziehungsweise der westlich anschließenden Haltestelle Lammstraße zu sehen: "Das Schott hätte bei einem Grundwassereintritt in der Lammstraße oder im Gleisdreieck mit anschließender Notfallflutung über die Havarieleitung die Ausbreitung des Wassers in die baulich schon weiter fortgeschrittene Haltestelle Marktplatz verhindert", heißt es weiter.

Das Schott – eine Konstruktion aus einem Stahlrahmen und dicken Holzbohlen – wird in den nächsten Wochen ebenso abgebaut wie die kleineren Schotts, die sich in der von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" gebauten Röhre befinden. Nur die beiden Schotts westlich und östlich vom Europaplatz bleiben noch: Das westliche Schott verfügt jedoch über ein Tor, dass zum Erdaushub für den unterirdischen Lkw-Verkehr zwischen Mühlburger Tor und Europaplatz geöffnet werden kann.

Arbeiten für die Wiederherstellung des Endzustands

Dem Fortschritt bei der Herstellung der Sohlen entsprechend läuft, so die Kasig, "im Gleisdreieck, in der Lammstraße, im Kronenplatz sowie unter dem Marktplatz der Bau der Wände und teilweise der Innenwände auf Hochtouren." Am Marktplatz sind laut der Bauherrin zudem deutlich die Innenkonturen der Haltestelle zu erkennen: Über dem dritten Haltestellengleis wächst die Galerie mit der darüber liegenden Zwischendecke der Fertigstellung entgegen. 

An der Oberfläche sind die Arbeiter sowohl an den beiden Enden der West-Ost-Achse wie auch entlang der Südachse der Kombilösung mit der Wiederherstellung des "Endzustands" beschäftigt: Am Mühlburger Tor ist das Abtragen der Baufeldbefestigung rund um das Kaiserdenkmal mit dieser Woche abgeschlossen. Am Durlacher Tor wird am Rückbau des – westlichen - Baufelds am Eingang zur Kaiserstraße gearbeitet.

In der Durlacher Allee sind auf der südlichen Fahrbahn die noch ausstehenden Arbeiten wie etwa Pflasterarbeiten bis zum Gottesauer Platz oder der Einbau der Fahrbahn-Deckschicht in Angriff genommen worden, so dass eine Öffnung der Fahrbahn für den stadtauswärts führenden Verkehr im April in Sichtweite gerückt ist.

Auf der Nordseite stehen das Setzen von Bordsteinen und der Bau der Straßenentwässerung an. In der Ettlinger Straße sind jetzt bereits die Konturen der neuen Fahrbahnen – insbesondere der später stadtauswärts führenden Fahrbahnhälfte - sehr gut zu erkennen: "Bordsteine signalisieren den gegenüber früher deutlich verbreiterten Fußweg etwa auf Höhe des Vierordtbads, weil die Fahrbahn für Autos und Radfahrer insgesamt mehr in die Mitte der Ettlinger Straße gerückt ist – dorthin, wo vor Baubeginn der Kombilösung oberirdisch die Gleise lagen", heißt es. 

Stadtbahntunnel bekommt endgültige Sohle

Auf der Südachse vermeldet die Kasig ebenfalls Fortschritte: Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße wird im Aufweitungsbereichs ("Trompete") der Ulmenstiel, der den Vortriebsbereich in zwei Teile (Ulmen) teilte und dabei das Tunnelgewölbe stützte, bis zum Niveau der Sohle herunter abgebrochen. Unmittelbar danach beginnt im Regelquerschnitt südlich der "Trompete" der rückschreitenden Aushub der Sohle.

Die zusätzliche Personenschleuse, die in die Schlitzwand zwischen "Trompete" und Haltestelle Marktplatz eingebaut wurde, geht "dieser Tage in Betrieb", heißt es in der Pressemitteilung, "nachdem ein erster Drucktest in der zurückliegenden Woche erfolgreich war."

Beim Kombibauwerk sind die Ankerarbeiten abgeschlossen. In dieser Woche beginnt der Erdaushub zur Vorbereitung auf den Einbau der endgültigen Sohle für den Stadtbahntunnel. Zudem gehen die Arbeiten am Beton der Schlitzwände weiter, um nach Norden und Süden die volle Breite des Stadtbahntunnels beziehungsweise der Haltestelle Ettlinger Tor zu erreichen.

Im Südkopf Ettlinger Tor werden weiterhin Stationswände hergestellt und die Primärstützen, die einen Teil der Deckenlast der Haltestelle während der Rohbauphase getragen haben, abgebrochen. In der Haltestelle Kongresszentrum ist der Abbruch der Primärstützen bereits vollzogen. Hier stehen Betoneinbauten für Treppen und Fahrtreppen der beiden nördlichen Zugänge an und für die Schotterbegrenzungswände entlang des späteren Gleisbetts.

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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    Diese Leitung
    ist das einzige an der Kombi das ansatzweise künstlerischen Wert hat.

    Die sollte erhalten werden.
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  •   Malerdoerfler
    (3621 Beiträge)

    Gerade jetzt
    wo wir uns daran gewöhnt haben.
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  •   haku
    (3773 Beiträge)

    Also wenn die häßlichen Stützen nicht wären...
    ...könnte man die Leitung als moderne Großskulptur auch da lassen. Könnte als solche sogar Rekordgröße haben. Mir fällt da nur spontan De Marias Vertikaler Erdkilometer ein, da sind wir länger grinsen
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  •   ALFPFIN
    (5612 Beiträge)

    Giraffen
    sind heutzutage eher selten auf der Kaiserstraße anzutreffen, Affen vom Typ Homo sapiens schon eher.
    Allerdings Homo sapiens, lateinisch verstehender, verständiger bzw. weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch, das waren jetzt nicht gerade die Typen, denen wir die blaue Leitung zu verdanken haben als Folge der sogenannten Kombilösung.
    Weise wäre es gewesen, man hätte eine andere Lösung bevorzugt. grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (9674 Beiträge)

    ach, das Blaue ist eine Wasserleitung?
    ich hielt es für ein Geländer rund um das neue Giraffengehege...
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