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Karlsruhe Kombi-News: Blaue Rohre verschwinden vom Karlsruher Marktplatz

Es ist nicht gerade ein schöner Blickfang in der Karlsruher Innenstadt: Die blaue Rohrleitung, die für Havariefälle aufgebaut wurde. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) in ihrem wöchentlichen Statusbericht mitteilt, wird die Leitung zumindest am Marktplatz entfernt. In der Kaiserstraße bleibt sie allerdings noch etwas länger zu sehen.

Der Abzweig der Havarieleitung von der Kaiserstraße auf den Marktplatz und hinunter in die künftige unterirdische Haltestelle wird in der nächsten Woche wieder abgebaut: Durch die Fertigstellung der Stahlbetonsohle besteht kein Havarierisiko mehr, so dass die große blaue Rohrleitung auf dem Marktplatz verschwinden kann, während sie in der Kaiserstraße bis zum Einbau aller Stahlbetonsohlen in den Haltestellen noch bleiben muss. Das teilt die Kasig in ihrer Presseinformation mit.

Unterdessen geht der Aushub in den Haltestellen Lammstraße und Kronenplatz sowie im Gleisdreieck weiter, in der Haltestelle Europaplatz wird eine Spritzbeton-Ausgleichsschicht auf die Haltestellenwände aufgetragen. In der Haltestelle Durlacher Tor werden die endgültigen Wände betoniert.

Endgültige Oberfläche am Durlacher und Mühlburger Tor

Am Mühlburger Tor geht es oberirdisch voran: Ab Montag wird der Asphalt im Bereich des westlichen und östlichen Anschlusses für das neue Umfahrungsgleis aufgebrochen, damit am Wochenende von Freitag, 15. Juli, 20.30 Uhr, bis Montag, 18. Juli, 4.50 Uhr, das endgültige Umfahrungsgleis um den Kaiserplatz herum mit dem bestehenden Netz verbunden werden kann.

Nach Abschluss dieser Arbeiten wird das provisorische Umfahrungsgleis entfernt und die Arbeiten an der Oberfläche wandern auf die Nordseite des Mühlburger Tors. Die Pflasterarbeiten an den Gehwegen sind abgeschlossen. Unterirdisch bauen die Arbeiter an den endgültigen Wänden des Tunnelabschnitts zwischen der Kreuzung und dem Beginn der Tunnelröhre.

In der Durlacher Allee stehen die Arbeiten am südlichen Umfahrungsgleis für die Rampe im Mittelpunkt: Die Gleise werden in einem Betonbett in den Straßenraum gelegt, gleichzeitig werden auch schon die Masten für die Fahrleitung gesetzt.

Rund 106 von 250 Meter sind geschafft

Voran geht es auch im Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße: 106 Meter der Kalotte - des oberen Teils der Tunnelröhre – sind vorgetrieben worden. Der Vortrieb hat diesen Montag den Straßenbereich der Karl-Friedrich-Straße nördlich vom Rondellplatz erreicht. Deswegen wird hier jeweils die über der Ortsbrust – dem vordersten Teil des Tunnels, in dem der Vortrieb erfolgt –liegende Straßenfläche abschnittsweise für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Zufahrt für Anlieger ist für diese Zeit aus Richtung Marktplatz möglich.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor wird die Herstellung der Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel vorbereitet. Im Südkopf Ettlinger Tor werden abschnittsweise die endgültigen Stahlbeton-Wände hergestellt.

In dem sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt werden die endgültigen Wände eingebaut, direkt nördlich der Kreuzung Baumeister- und Hermann-Billing-Straße mit der Ettlinger Straße läuft noch der Bau der endgültigen Sohlen und Wände.

Südlich der Kreuzung ist unter dem inzwischen eingebauten Abwassersammlung der restliche Erdaushub im Gange, zudem werden die Schlitzwände mit einer Spritzbetonausgleichsschicht versehen.

An der Haltestelle Kongresszentrum wird ebenfalls eine derartige Schicht auf die Schlitzwände aufgetragen und der Bau der endgültigen Sohle vorbereitet. Im sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt werden die endgültigen Sohlen und die Wände betoniert.

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Kommentare (6)
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    Versteh ich nicht.
    Die blaue Leitung ist doch weiter aktiv.
    Und das ist wiederum verständlich. Nüchtern kann man sowas nicht machen!
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  •   KA_9000
    (37 Beiträge)

    och, schaaade.
    und damit verschwindet auch ein Teil der Weihnachtsbeleuchtung.
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  •   mueck
    (8967 Beiträge)

    ?
    Zitat von Durch die Fertigstellung der Stahlbetonsohle besteht kein Havarierisiko mehr
    Soso, die Sohle ist fertig ...
    Und die Wände? Stehen die endgültigen schon? Oder immer noch nur die Provisorien?
    Alldieweil: Die blauen Rohre waren ja irgendwie eine Sicherheitsmaßnahme als Reaktion auf das Kölner Desaster ...
    Und da war es nach bisherigen Erkenntnissen (genau weiß man's ja wohl noch immer nicht ...) ja eher eine mangelhafte provisorische Wand als die fehlende Sohle als Ursache ...
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  • unbekannt
    (181 Beiträge)

    die blauen rohre haben die karlsruher innenstadt bunt gemacht
    find ich schade, jetzt fehlt was im stadtbild traurig
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  •   ALFPFIN
    (5594 Beiträge)

    Auch kein großer Trost,
    immer nach oben auf die blauen Rohre zu schauen, wenn man daran denken muss, was unten in der dunklen "Röhre" so vor sich geht.
    Da wird es einem ganz düster, da können blaue Rohre auch nichts retten. grinsen
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  •   udoh
    (1681 Beiträge)

    Das blaue Rohr ist längst nicht die größte Verschandelung
    Tun wir mal sich so als ob das Verschwinden des Rohres die BLEIBENDE Verschandelung durch die oberhäßlichen wie Straßenzüge zerteilenden Rampen, die BLEIBENDEN Betonzugänge und die BLEIBENDEN Beinträchtigungen in irgend einer Form wett machen würden!

    Wenigstens das Bild mit Bauklötzle staunenden oder einfach nur gelangweilten Tunnelgräbern ist realistisch.
    Erinnert mich an die ausgiebigen Bierpausen auf deren gut besetzten Feiermeile die über den Baukontainern aum Durlacher Tor trohnt. Was will man auch tun, wenn man weder Nachforderungen aufstellen kann noch ein privat-PKW auf dem abgesperrten Parkplatz repariert werden muss grinsen
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