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Karlsruhe Kombi-News: Bauarbeiten gehen in die Winterpause

Am 23. Dezember gehen auch die Arbeiten auf den Baustellen der Kombilösung in die Winterpause - bis zum 7. Januar werden die Bagger ruhen. Im Januar die "heiße" Phase: Für den Bau des 250 Meter langen Tunnelabschnitts zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor wird vom Südkopf der unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor in Richtung Norden zum Marktplatz der Tunnel bergmännisch vorgetrieben

Die Arbeiten auf den Baustellen der Kombilösung neigen sich für dieses Jahr ihrem Ende zu: In der nächsten Woche stehen nur noch zwei volle Arbeitstage auf dem Programm der Bauarbeiter, bevor es dann in den Urlaub über Weihnachten und bis zum 7. Januar geht. Dann werden die Baustellen wieder geöffnet und sämtliche Maßnahmen mit unvermindertem Einsatz fortgesetzt, so die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemitteilung.

Unter dem Karlsruher Marktplatz wird der Erdaushub unter dem Deckel der größten der insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen fortgesetze. Parallel dazu tragen die Bauarbeiter Spritzbeton auf die Schlitzwände auf.

Zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor wird vom Südkopf der unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor in Richtung Norden zum Marktplatz der Tunnel ab Januar bergmännisch vorgetrieben – im Schutz des mit Feststoff und Weichgel verfestigten Karlsruher Sand-Kies-Untergrunds und unter einem Überdruck von etwa 1,2 bar, um das Eindringen von Grundwasser in den Vortrieb zu verhindern.

Während das Einrichten der Drucklufttechnik noch bis in die nächste Woche hinein dauert, beginnen die Arbeiten zum Durchbrechen der Wand, die derzeit noch die Haltestelle und den dahinter vorzutreibenden Tunnel trennt, in der ersten Januar-Hälfte. Gleichzeitig werden auch ab Jahresanfang die Injektionen von Feststoff und Weichgel im 24-Stunden-Betrieb fortgesetzt in der so genannten Trompete – jenem Bereich unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Tunnelstrecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Haltestelle Marktplatz erweitert. Etwa im Sommer 2016 soll dann der Vortrieb dieses Tunnels fertiggestellt sein.

Im Kombi-Bauwerk, das auf der Mitte der Kreuzung Kriegsstraße mit der Ettlinger Straße entsteht und den Stadtbahntunnel in Nord-Süd- und den Autotunnel Kriegsstraße in Ost-West-Richtung aufnehmen wird, verankern die Arbeiter die Sohle. Im Südkopf Ettlinger Tor werden bis Mitte Januar Restflächen der Schlitzwände mit einer Spritzbetonschicht versehen.

Der südlich anschließende Tunnelabschnitt bis zur Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße hat jetzt größtenteils seine endgültige Tiefe gewonnen, so dass im Januar mit dem Bau der Sohle begonnen wird. Im Kreuzungsbereich Baumeister-/Hermann-Billing-Straße müssen noch Aussteifungen eingebaut werden, damit auch hier der Aushub bis zur Endtiefe starten kann. Im Tunnelabschnitt südlich der Kreuzung werden die Schlitzwände verankert.

Nach dem Abschluss der Überschüttung des Deckels der Haltestelle am Kongresszentrum beginnt dort der Straßenbau. Die Verlegung des von Süden nach Norden fahrenden Verkehrs auf die neue Fahrbahn erfolgt im Januar. Im Tunnelabschnitt südlich dieser Haltestelle werden die Schlitzwände verankert, noch weiter südlich im Bereich der Rampe entstehen die Wände.

Am Mühlburger Tor wird der Bau der endgültigen Sohle im Tunnelabschnitt zwischen Rampe und Zielschacht vorbereitet. Zudem werden die Wände im Bereich des Zielschachts hergestellt. Während etwas weiter östlich am Europaplatz der Erdaushub unter dem Deckel der künftigen unterirdischen Haltestelle fortgesetzt wird, beginnt dieser für das Gleisdreieck an der zweiten Andienöffnung an der Nordwestecke vom Marktplatz.

Zur Vorbereitung des Erdaushubs aus der Haltestelle Lammstraße ist das westliche Schott bereits eingebaut, das das Haltestellenbauwerk gegen die Tunnelröhre abdichtet. In der nördlichen Lammstraße ist das Vordach des dortigen Einzelhandelsgeschäfts wieder montiert. Noch vor Weihnachten wird im Fahrgastzugang Lammstraße Süd der letzte Abschnitt der Unterwasser-Betonsohle eingebaut, so dass diese über den Jahreswechsel aushärtet und im Januar unmittelbar mit dem Lenzen – dem Abpumpen des Grundwassers - der Baugrube begonnen werden kann.

Am Durlacher Tor wird die dritte von sieben der endgültigen Haltestellensohlen am Montag betoniert, die Schal- und Bewehrungsarbeiten für die vierte Sohle beginnen im Januar.

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  •   kawai
    (114 Beiträge)

    "Curvy Map" is keine Norm
    Nach Angabe des KVV geht man mit dem "Curvy Map" Plan eigene Wege. Es handelt sich hier auf keinen Fall um eine Norm, sondern um die Erfindung eines geschäftstüchtigen britischen Hochschullehrers:

    http://www.kvv.de/aktuell/newsletter/nl-kvv/newsletter-ausgabe-12015/kvv-liniennetzplan-wird-rund.html

    Meiner Ansicht nach treffen die gebogenen Linien die tatsächliche Topologie genausowenig wie die geraden Linien. Allerdings fällt es bei den gebogenen Linien wesentlich schwerer, die Struktur des Netzes zu erfassen.
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  •   kawai
    (114 Beiträge)

    (verklickt)
    Das sollte eigentlich eine Antwort auf den Beitrag von Mars sein...
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  •   Mars
    (197 Beiträge)

    Hmmm,
    da bin ich wohl einem Irrtum auferlegen. Ich dachte, dass ich dies irgendwo mal gelesen habe.
    Das mit der Topologie stand aber so drin.
    Bin aber lernfähig grinsen
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  •   udoh
    (1681 Beiträge)

    Pausen brauchen wir alle...
    manchmal verzichten Manche aber auch mal darauf, wenn sie mit ihrer Arbeit zu sehr ins Hintertreffen geraten sind... MANCHE!

    Was kostet uns eigentlich mehr? Die Bauverzögerungen oder ein sinnarmer Betrieb?
    Zuschütten und gut!
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  •   melotronix
    (2222 Beiträge)

    nochmal
    zum x-ten mal....wo bleibt eigentlich die versprochene Unterstellmöglichkeit bei der Haltestelle Europaplatz Richtung Marktplatz???????
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  •   andip
    (8133 Beiträge)

    Die wird doch gerade gebaut
    Unterirdisch. zwinkern
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  •   Weisskopfseeadler
    (237 Beiträge)

    Bin am
    Freitag Strassenbahn gefahren und habe einen Blick auf den neuen Netzplan geworfen.
    Würd mich interessieren wieviel der KVV irgendeinem verkannten Salvador Dali für diesen verbogenen Quatsch bezahlt hat.
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  •   kawai
    (114 Beiträge)

    Scherz
    Ich habe den neuen Plan zuerst für einen Scherz gehalten. Aber es ist wohl ernst gemeint. Wahnsinn. Kennt jemand den Film Idiocracy?
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  •   lynx1984
    (2687 Beiträge)

    vielleicht erst einmal
    richtige Fahrpläne machen.

    Ein Blick drauf und schon 2 Fehler entdeckt:
    1. Liniennetzplan Stadtbahn Karlsruhe und Heilbronn zeigt den Umstieg zwischen S2 und RB2 in Friedrichstal Nord. Dieser befindet sich aber in Friedrichstal St. Riquer Platz.
    2. Liniennetzplan Schiene zeigt den Übergang Entenfang zur Tram Linie 5 doppelt, wobei angeblich ein Übergang nur Zugang in eine Fahrtrichtung ermöglichen würde...
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  •   Mars
    (197 Beiträge)

    Zu 1.
    Der Übergang ist definitiv Friedrichstal Nord außer sie haben den Bahnsteig um 1000m in Richtung Süden versetzt (war schon ca. sechs Monate nicht mehr dort).
    Zu 2.
    Am Entenfang hält die Linie 5 in Richtung Rheinhafen an der alten Haltestelle und in der Gegenrichtung an der neuen. Deshalb doppelt...
    Zur Optik des neuen Netzplanes:
    Dieser sieht in vielen Verbünden ähnlich aus (da gibt's eine VDV-Norm) und außerdem kann man damit die wirklichen Richtungen besser darstellen.
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