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Karlsruhe Kombi-News: Arbeiten an Durlacher Allee gehen zügig voran

Auf den Baustellen in Karlsruhe ist nichts von der Ferienzeit zu spüren: In ihrer wöchentlichen Statusmeldung berichtet die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) von weiteren Fortschritten an fast allen Baustellen. Nur am Europaplatz sind noch zusätzliche Arbeiten nötig, um mit dem Aushub der Haltestelle fortfahren zu können.

Am westlichen und am östlichen Ende des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße befindet sich der Straßenbau am Mühlburger Tor und in der Durlacher Allee ebenso im sommerlichen Sprint wie der Gleisbau in der Durlacher Allee: Pünktlich zum Ferienende Mitte September werden dort die Bahnen auf den endgültigen Gleisen rechts und links der Tunnelrampe fahren.

Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun: So werden ab Freitag, 26. August, auf der Nordseite vom Mühlburger Tor die alten, nur noch im Kreuzungsbereich liegenden Umfahrungsgleise entfernt und dort sowie nördlich daran anschließend die Straßenoberfläche neu eingebaut.

Gleis- und Straßenbau in der Durlacher Allee

In der Durlacher Allee wachsen die bereits gebauten Gleisstücke immer mehr in die Länge, auch im Bereich des Gottesauer Platzes ist inzwischen die endgültige Lage der Gleise gut zu erkennen. Mit dem Gleisbau einher geht aber auch der Straßenbau in der Durlacher Allee – sowohl auf der Süd- wie auch auf der Nordseite.

Unterdessen geht es "unter der Erde" wie gewohnt weiter: Am Kaiserplatz wird in der nächsten Woche die Übergabestation eingerichtet, die den Füllbeton zur Herstellung des Gleisniveaus vom Anlieferungspunkt an das Transportfahrzeug im Zielschacht über ein Füllrohr übergibt. Dieser Betonmischer bringt den Frischbeton zu seinem Bestimmungsort in die Tunnelröhre zwischen Kaiserplatz und Europaplatz.

Die von der Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ hergestellte kreisrunde Tunnelröhre mit einem Innendurchmesser von 8,20 Meter wird dabei zu etwa einem Drittel aufgefüllt, um darauf später die beiden Gleise einzubauen.

Verankerungen am Europaplatz sind nötig

An den Haltestellen Lammstraße und im Gleisdreieck Marktplatz sowie am Kronenplatz wird nach wie vor Erdreich ausgehoben und in den Nächten zudem auch Spritzbeton auf die Bohrpfahl- oder Schlitzwände aufgetragen.

Letzteres geschieht auch am Europaplatz. Der Erdaushub der noch anstehenden fünf Meter wird hier dann fortgesetzt, wenn die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen, bei denen die Südwand rückverankert wird, um die ab 2010 dort hergestellte, aber zum Teil mit Mängeln behaftete Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) zu entlasten.

Weiter gediehen sind die Arbeiten in den drei Haltestellen Durlacher Tor, Südkopf Ettlinger Tor, Marktplatz und in den Tunnelabschnitten auf dem Südabzweig: Die endgültigen Stationswände werden betoniert. In der Haltestelle Kongresszentrum wird sowohl an der Herstellung der Sohle gearbeitet wie auch an den Stationswänden. Bei 175 Metern ist inzwischen der Vortrieb des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße angekommen.

Im Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor wird an der Schalung für die Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel gearbeitet.

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  •   dipfele
    (4064 Beiträge)

    die Gleisbauarbeiten....
    ... am Durlacher Tor hätten auch ausserhalb der Ferienzeit ausgeführt werden können. Ob die Fahrgäste im Mai oder September zur Umleitungsfahrt gezwungen werden ist ja wohl egal. Ähnlich siehts in der Schillerstr. aus. Vor allem geht's in der Durlacher Alle mehr als gemütlich zu. Wenn schon Gleissperrungen, dann wäre ja wohl ein Zweischichtbetrieb zwischen 22:00 und 6:00 h angesagt.
    Schlimm ist, dass am Wochenende vor Beginn der Gleissperrung im Bahnübergang Kapellenstr./ Adenauerring der Asphalt ausgebaut wurde und durch genau so welligen neuen ersetzt wurde. Pure Geldverschwendung.
    Nach Neureut könnten ab heute die bahnen auch wieder fahren, Die beiden fehlenden Bahnsteige könnten durch Provisorien ersetzt werden und der nervige SEV, der ja viel Geld kostet, eingestellt werden.
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  •   dipfele
    (4064 Beiträge)

    umgekehrt natürlich !!!
    Zweischichtbetrieb zwischen 6:00 und 22:00h !! Also 2x8 Stunden.i
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  •   udoh
    (1681 Beiträge)

    Die glauben selbst nicht an einen fertigen Tunnel
    Keine Weiche in den Tunnel vorgesehen? Das Gequietsche soll also für immer so weitergehen? Ganaus die Ehrlose Runde um das Durlacher Tor. Super Leistung.
    Die Krönung der Emsigkeit und zusätzliche Belästigung durch nverschämt lautem und nicht gerade landestypischen Gedudel aus Baustellenfahrzeug!
    Alles super in der Zielgeraden, wie schon seit Jahren!
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  •   armeshundele
    (523 Beiträge)

    Wenn ich da wohnen würde
    würde ich ausziehen und meine günstige Wohnung weniger sensiblen
    Wohnungssuchenden überlassen.
    Ich wohne seit 25 Jahren an einer vorbeiführenden Tramlinie und in 100 Metern ist eine manchmal quietschende Kurve.

    Das stört mich aber nicht, auch nicht Nachbars schreiende Kinder.

    Eher schon die dicken Brummer die nachts verbotenerweise die Straße befahren.
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  •   Paule58
    (52 Beiträge)

    ARBEITEN AN DURLACHER ALLEE
    Ich hab gestern die Baustelle an der Durlacher Allee begutachtet, es geht tatsächlich voran, aber warum wurden in das verlegte Umgehungsgleis die Weichen zur Tunneleinfahrt nicht gleich miteingebaut ?
    So muß ja irgendwann wenn die Gleise Richtung Tunneleinfahrt verlegt werden die Umgehungsgleise wieder aufgetrennt werden und der Straßenbahnverkehr wegen Gleisarbeiten wieder umgeleitet werden ???!!!
    Karlsruhe kommt mir langsam vor wie eine Schildbürgerstadt !
    Ich werde mir von der Baustelle an der Durlacher Allee jetzt Fotos machen und an Mario Barth für seine Sendung Mario Barth deckt auf senden !!!
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  •   mueck
    (8967 Beiträge)

    !
    Man hat an der Merkurstraße in RHeinstetten erkannt, dass vorzeitig eingebaute Weichen ein schlechtes Omen sind für den Weiterbau der Strecke ...

    ;-)
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  •   Kultiplex
    (113 Beiträge)

    Die Erklärung ist
    ganz einfach, etwa nach 10 Jahren sind die Schienen abgefahren und bei der Erneuerung werden dann die Weichen für den Tunnel eingebaut.
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  •   NeoTiger
    (414 Beiträge)

    Möglicherweise schlicht aus Sicherheitsgründen
    Eine Weichen-Veriegelung kann ja mal versagen und dann würde der Zug falsch fahren und entgleisen. Möglicherweise ist es deswegen nicht ratsam und vielleicht auch baurechtlich nicht gestattet "Blind-Weichen" zu verbauen.

    Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.
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  •   SimonW
    (68 Beiträge)

    Städtische Idiotie
    Das liegt daran: Im Moment hat man nur die Rohbauarbeiten vergeben. D.h. alle Bahnprovisorien + Endzustand obertage. Die Weichen, die in die Tunnel führen, sind aber im Vergabepaket "Ausbau" enthalten, was noch nicht vergeben ist. Jeder mit Sinn- und Verstand hätte natürlich die Weichen jetzt eingebaut. Aber das geht nur, wenn man a) bereits eine Planung hat, b) flexibel ist und c) einfach daran denkt. Und mit Denken haben es manche nicht so zwinkern
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  •   haku
    (3771 Beiträge)

    Ohne die Kalkulationen zu kennen...
    ...ist es schwierig zu entscheiden, ob wirklich eine Idiotie vorliegt. Alle wieviel Jahre muss an einer solchen vielbefahrenen Stelle eine Weiche mit welchen Kosten erneuert werden? Wenn man jetzt unnötigerweise eine Weiche einbaut, die man erst in ein paar Jahren braucht, hat sie schon die paar Jahre Verschleiss drauf. Wäre interessant, wenn da jemand ein paar Zahlen an der Hand hätte.
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