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Karlsruhe Kaiserstraßen-Sperrung: Brachten die Baustellen den Balkon zum Bröckeln?

Am Mittwochnachmittag war für Pendler kein Weiterkommen mehr: Für eine Stunde war der Bahn-Verkehr in der Kaiserstraße stillgelegt. Der Grund: Zeugen hatten gemeldet, dass sich Teile eines Balkons von einem Gebäude gelöst hatten und auf die Straße gefallen waren. Die erste Vermutung: Könnten die Arbeiten des Stadtbahntunnels etwas mit dem Vorfall zu tun haben?

Es ist Mittwoch gegen 16 Uhr: Die Feuerwehr Karlsruhe wird in die östliche Kaiserstraße gerufen. An einem Gebäude zwischen dem Durlacher Tor und dem Kronenplatz hätten sich Teile eines Balkons gelöst und wären auf den Bürgersteig gefallen, berichten Zeugen. Sie informieren die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), die entscheiden, den Verkehr in der Kaiserstraße für eine Stunde voll zu sperren. Gegen 18 Uhr konnte die Strecke dann wieder freigegeben werden.

"Bausubstanz des Balkons wirkte marode"

Im Gespräch mit ka-news schildert Frank Nenninger, Prokurist Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig), den Vorfall, der den Bahn-Verkehr am Mittwochnachmittag kurzzeitig stillstehen ließ. Nachdem die VBK die rund um die Uhr bereitstehende Bauüberwachung der Kasig informiert hätten, habe er sich vor Ort selbst ein Bild von den Schäden gemacht, schildert Nenninger. Bei einem solchen Vorfall dürfe man im Vorfeld nichts ausschließen, stellt er klar.

"Es wird schnell assoziiert, dass ein solcher Vorfall etwas mit den Arbeiten des Stadtbahntunnels zu tun hätte", so der Prokurist. Neben einem Bauspezialisten der Kasig war auch ein Statiker des Bauamtes vor Ort. Nach nicht einmal einer Stunde sei klar gewesen: "Es gibt keinen Zusammenhang mit der Tunnelbaustelle". Vermessungstechnisch habe sich hier nichts feststellen lassen. So habe man keine massiven Risse am Gebäude feststellen können, die auf eine Bewegung und damit auf einen Zusammenhang mit dem Bauarbeiten der Kombilösung hindeuten würden.

Die derzeitige Vermutung: Der Grund für den bröckelnden Balkon könnte in seinem Zustand zu suchen sein. "Das Gebäude war in einem guten Zustand, aber die Bausubstanz des Balkonbereichs sah marode aus", schildert Nenninger. Vor Ort habe man weitere Teile des Balkons abgetragen. In dieser Zeit war das Gebäude vorübergehend geräumt. In einer Pressemitteilung schätzt die Branddirektion den Sachschaden, der durch die Ablösung entstanden ist, auf 10.000 Euro. 

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