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10.05.2012 12:26
 
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Kombilösung: Am Durlacher Tor werden 30.000 Kubikmeter rausgeholt [45]

Marko Schimmelpfennig, technischer Leiter der Baustelle am Durlacher Tor, erklärt interessierten Bürgern die Arbeiten zur Kombilösung.
Bild:(ka-news)

Foto: (ka-news)
Karlsruhe (feb) - Am Durlacher Tor wird derzeit, wie an vielen anderen Ecken Karlsruhes, in großem Stile gewerkelt. Denn bis 2020 soll die Kaiserstraße eine reine Fußgängerzone sein. Im Zuge der Bauarbeiten zur Kombilösung hat die Initiative "Ja zur Kombilösung" zusammen mit der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) am Mittwoch einen Baustellenrundgang für interessierte Karlsruher organisiert. ka-news war für Sie vor Ort.
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Bei wechselhaftem Wetter zwischen Regenschauer und schönstem Sonnenschein verfolgten zahlreiche interessierte Karlsruher die Baustellenbesichtigung am Durlacher Tor. Unter fachkundiger Anleitung von Marko Schimmelpfennig, dem technischen Projektleiter vor Ort von der Arge Tunnelgesellschaft, und Carsten Eichberg vom Bauunternehmen Schüßler Plan, bekamen die Baustellen-Fans einen Einblick in die Bauarbeiten.

Spezialtaucher im Einsatz

Flächenmäßig ist das Baufeld am KIT und der Durlacher Allee das größte der zahlreichen Baustellen zur Kombilösung. Momentan wird hier der Bau der zwei Zugänge zum künftigen Stadtbahntunnel vorangetrieben. Der nördliche Zugang sei bereits Deckelbetoniert, die Sohlen fertiggestellt und das Auspumpen sei erfolgreich verlaufen, so Schimmelpfennig. Die Innenschale werde nun folgen, die dann auch den Wasserdruck aufnehmen soll. Bei den Arbeiten in den Baugruben, die mit Wasser gefüllt waren, kamen Spezialtaucher in die Fächerstadt, die mittels eines Rüssels Unterwasserbeton verarbeiteten.

Auf dem Hauptbaufeld befinden sich die Arbeiten noch in der HDI-Phase (HDI = Hochdruckinjektionsverfahren), den Abdichtungsarbeiten nach unten hin, sagte Schimmelpfennig weiter. Hier wird Zement mit einem Druck von 500 Bar in zwölf Meter tiefe gepumpt, um die Baugrube abzudichten. Wenn hier alle Arbeiten abgeschlossen seien, werde an dieser Stelle die Straße verlegt. Bis Ende des Jahres, so der Plan, soll es soweit sein. Bis zu drei Jahren bleibe dann die Baustellensituation obererdig und für den Verkehr unverändert.

30.000 Kubikmeter Erde

Sobald der Tunnelbohrbetrieb aufgenommen wird, bleiben noch zwei weitere Öffnungen. Diese sollen dem Materialabtransport des Aushubs dienen. Wie genau die 30.000 Kubikmeter, die alleine im Gebiet des Durlacher Tores anfallen, abtransportiert werden sollen, steht indes noch nicht fest. Geplant ist, dass sämtlicher Aushub oberiridisch und per Lkw weggefahren wird, so Eichberg. Bei zirka 30 Kubikmeter Fassungsvermögen pro Lkw führe das zu einer extremen Belastung des Verkehrs. "Verkehrstechnisch haben wir hier einiges vor der Brust", erklärte Eichberg.

Eine andere Möglichkeit stelle der Abtransport über Schienen direkt aus dem Tunnel in Richtung Durlach dar. Hier gebe es durch den Anschluss an das DB-Netz zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch nicht ohne weitgehende Planung umgesetzt werden könnten, betonte Eichberg. Durch die Bohrarbeiten wird reinster Kies gewonnen, der in ganz Deutschland und eventuell auch in Holland weiterverkauft werden kann. Als Materialgewinnung für die Arge Stadtbahntunnel komme das Material jedoch nicht in Frage, bekräftige Schimmelpfennig.

Denkmalgeschützter Landgraben gesichert

Eine weitere Besonderheit an den Bauarbeiten am Durlacher Tor war die unmittelbaren Nähe des Landgrabens zum Baufeld. Das denkmalgeschützte Gebilde verläuft nur wenige Meter von der Baumaßnahme entfernt vorbei und musste entsprechend gesichert werden. Zur Freude des Tiefbauamtes, so Schimmelpfennig, habe alles ohne Probleme funktioniert. Im Bereich des Marktplatzes werden die Bauarbeiten ein zweites Mal direkt auf den Landgraben treffen.

Wie der Vorsitzende des Vereins "Ja zur Kombilösung" auf Nachfrage eines Karlsruhers angab, hätten die bereits bestehenden Verzögerungen der Gesamtmaßnahme nicht aufgeholt werden können. Anstatt 2019 werde das Gesamtprojekt wohl erst 2020 abgeschlossen sein - nach heutigem Stand.

Hier gibt's mehr Informationen zur Kombilösung

Mehr zu: Baustelle Kombilösung "Durlacher Tor"

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:

Dringendes Bedürfnis: Ab Dezember mehr WCs in AVG-Bahnen [36]


Bahn AVG


Kommentare [45]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (227 Beiträge) | 22.05.2012 22:08
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    Und am Ettlinger Tor ...
    ... werden die Ermassen dann gelagert? Jedenfalls ist da grad alles eingeebnet, wo nach dem Substage ein großes Loch war. Das hat sicher sehr gute Gründe.
  • (299 Beiträge) | 18.05.2012 15:49
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    "am Mühlburger Tor ist seit Wochen ja überhaupt kein Fortschritt zu sehen!"
    meinte gestern eine Frau zum mir, die am Bauloch stand und runter schaute. Sie würde nun schon seit Wochen täglich runtergucken und unten sähe es immer nur gleich aus.
    Ich beobachte das Bauloch nicht, sondern umfahre nach Möglichkeit das Mühlburger Tor großräumig. Gestern jedoch kam ich aus einer "falschen" Seitenstraße raus, direkt am Loch. Ich bin ja so was von erschrocken wie kompliziert der Übergang ist. Ich war regelrecht orientierungslos und wusste nicht, an welcher Stelle der nächste Übergang liegt. Rechts? Oder nach links? Ich wählte links. - Ich war dann -gefühlt - viel zu lange unterwegs, um die Straße nach dem Ende der Baustelle an der nächsten Ampel zu überqueren.
    Nun meine Frage: Gibt es dort tätsächlich keinen Baufortschritt?
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 10.05.2012 18:07
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    Aushub
    Mich würde mal interessieren, wo der ganze Aushub hinkommt - da kommt ja schon etwas zusammen. Wenn der Tunnel etwa 3 km lang ist und so eine Röhre ausgebuddelt wird, könnte man damit ja auf 3 km länge einen Deich erhöhen. Oder man schüttet es irgendwo auf, entweder einen ganzen Berg oder eine ganze Fläche um 1-2 Meter anheben.

    Klar, etwas Kies fällt auch an, der Karlsruhe ist doch auf Löß gebaut?
  • (858 Beiträge) | 11.05.2012 14:08
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    nein
    es fällt hauptsächlich Kies an - iss so !
  • (858 Beiträge) | 11.05.2012 14:09
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    ging an
  • (4371 Beiträge) | 10.05.2012 19:21
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    Das Karlsruhe
    könnte einen Gegenberg zum Lauterberg aufschütten und als Freigelände für die Tiere anlegen.

    Dann hätten wir 3 falsche Berge in Karlsruhe.

    Falschbergehauptstadt - einmalig.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 10.05.2012 19:40
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    Stimmt!
    Noch drei Windräder draufstellen, das wäre eine astreine Sache!

    Wir hätten dann aber vier Berge, es gibt ja noch den "Mount Klotz"...
  • (4371 Beiträge) | 10.05.2012 20:14
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    Nur falsche Berge zählen!
    Der Windradträger ist da schon dabei.

    Und der Hirschbuckel istein Buckel, wie der Name sagt.
  • (142 Beiträge) | 10.05.2012 17:20
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    Denn bis 2020 soll die Kaiserstraße eine reine Fußgängerzone sein
    Wann hört denn diese Volksverdummung endlich auf ??
    Es werden trotz Tunnel Stadtbahnmonster durch die Kaiserstrasse fahren.
  • (2527 Beiträge) | 10.05.2012 17:40
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    Zwischen Europaplatz und Kronenplatz?
    In der momentan wegen Straßenbahnverkehr noch unreinen Fußgängerzone? Ist mir neu...
  • (567 Beiträge) | 10.05.2012 18:52
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    Abwarten!
    Wenn sie unten fertig sind werden sie feststellen das sie kein Geld mehr haben um die vor gar nicht langer Zeit neu verlegten Gleise wieder rauszureißen. Das Ganze wird dann mit 'ner Ausrede legitimiert: "Wir lassen sie mal vorläufig liegen, wegen Umleitung, Tunnelüberlastung, blablabla..." zwinkern
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 10.05.2012 19:44
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    Und...
    ...nach zwanzig Jahren muß der Tunnel wieder geschlossen werden, weil der Billigbeton oder vielleicht sogar Grundwasser eindringt. Wird ja eh nichts mehr professionell gemacht...
  • (3823 Beiträge) | 10.05.2012 16:49
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    vermisst du
    alte Heimat, den Assopark mitten in der Kreuzung in dem du immer deine Joints geraucht hast, oder warum bist du wieder so agressiv unterwegs?
  • unbekannt
    (1272 Beiträge) | 10.05.2012 19:46
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    Es ist ...
    deine Einstellung. Deine Vorverurteilung und dein Ignorantes geschreibe welches mich, dir so antworten lässt.

    Meiner Meinung nach bist du Frustriert von dir selber und suchst in anderen "Assos" in "Assoparks" deine Begrünund ohne jemals mit diesen "Assos" gesprochen zu haben. Nein, ich war selbst nie dort aber ich jede über Menschen die Probleme haben nicht so. Verstehste ? grinsen
  • (110 Beiträge) | 10.05.2012 16:11
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    30 Kubikmeter Kies pro LKW
    Bei 30 Kubikmeter Kies (Dichte 1,8t/m3) auf einem LKW müsste der so um die 54 t geladen haben. Und dann kommt noch das Gewicht des LKWs hinzu.
    Da wird die Polizei wohl einiges wegen Überladung zu tun haben, da max. 40t Gesamtgewicht zulässig sind.
  • (2243 Beiträge) | 10.05.2012 14:08
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    Reinster Kies
    Es war doch mal vorgesehen, die Separierungsanlage (die wohl ziemlich laut ist) direkt vor Ort aufzubauen. Ist das noch aktuell?
  • (53 Beiträge) | 10.05.2012 14:20
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    Zu rießig
    Die ist viel zu groß für das kleine Baufeld. Bei anderen Projekten sind das Dimensionen einer großen Klaranlage, das ist in Karlsruhe sicherlich ähnlich. Mit den 30000 Kubik hat man wohl nur den Haltestellenaushub gemeint.
    Würde auch dazu passen dass die Herren Redakteure wohl auch die beiden Firmen falsch bezeichnet haben: Es muss Arge Stadtbahntunnel heißen und Schüßler ist kein Bauunternehmen - Füßler aus Karlsruhe vielleicht, aber Schüßler ist reiner Projektsteuerer, die bauen nur Traumschlösser in ihren Träumen ohne Geld dafür zahlen zu wollen :p
  • unbekannt
    (1272 Beiträge) | 10.05.2012 13:33
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    Das muss der Alptraum sein!
    Für die Menschen die dort Wohnen. Die sind nervlich am Ende. Auch wieder so ne Art um Lockere Menschen Amok laufen zu lassen.
  • (2527 Beiträge) | 10.05.2012 14:06
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    Baustelle vorm Haus...
    ...gibt es auf der Welt ja nur in Karlsruhe. Und die Arbeiten da ja auch 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, weshalb die Bauarbeiten auch so schnell voranschreiten... Ausserdem war das Durlacher Tor vorher einer der ruhigsten Ecken Karlsruhes, wer sich da eine Wohnung zulegte ging davon aus, im Park zu wohnen und höchstens mal durch Vogelgezwitscher geweckt zu werden...
  • (3823 Beiträge) | 10.05.2012 14:26
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    das Durlacher Tor
    war schon immer die ruhigste Top-Wohnlage in KA...

    Vor allem in der Uni, In der Kirche, im rotlichtviertel und im angrenzenden Autohaus haben sich viele Mitbürger eine Traumwohnung gegönnt, jetzt ist alles beim Teufel...

    Und er Verlust der einzigartig schönen Straßenbahnhaltestelle schmerzt den Freund hochwertiger Nachkriegsarchitektur schwer... vor allem die vielen, freundlich Menschen an der netten Haltestelle vermisse ich..

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