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Karlsruhe KSC-Krawalle: "Ermittlungsgruppe Relegation" sucht Täter

Zur Aufarbeitung der Krawalle nach Ende des Relegationsspiels zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Jahn Regensburg am 14. Mai hat das Polizeipräsidium Karlsruhe beim Revier Marktplatz die "Ermittlungsgruppe Relegation" eingerichtet. Das teilte die Polizei Karlsruhe jetzt mit.

Unter Leitung von Polizeihauptkommissar Uwe Kunz sind fünf weitere erfahrene Beamte damit befasst, durch sogenannte Fußballfans begangene Straftaten wie Landfriedensbruch, gefährliche und "einfache" Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung aufzuklären.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht für die Ermittler derzeit darin, die polizeieigene Dokumentation sowie Film- und Fotomaterial aus allgemein zugänglichen Quellen auszuwerten und Straftäter zu identifizieren. Neben den mit einer Anzeige verbundenen möglichen Strafen drohen den Beschuldigten auch zivilrechtliche Forderungen sowie ein bundesweites Stadionverbot.

Polizei bittet um Mithilfe

Wie bekannt, drang bereits kurz nach Abpfiff des Schiedsrichters eine große Zahl teilweise vermummter beziehungsweise maskierter Karlsruher Fußballanhänger auf das Spielfeld. Durch entschlossenes Vorgehen gelang es den Sicherheitskräften zwar rasch, die Fans in die Blöcke zurückzudrängen.

Anschließend kam es aber am sogenannten "Magischen Dreieck", im Sicherheitsbereich hinter der Haupttribüne des Wildparkstadions sowie rund um den "Nackten Mann" durch mehrere hundert Karlsruher Fans zu gewalttätigen Ausschreitungen. Dabei entlud sich der offenbar durch den besiegelten Abstieg des KSC in die dritte Liga hervorgerufene Frust insbesondere gegenüber den Kräften der Polizei und den Ordnern. In Folge der Geschehnisse wurden 75 Personen, davon 18 Polizeibeamte, verletzt. Schließlich war es nur glücklichen Umständen zuzuschreiben, dass Schwerverletzte nicht zu beklagen waren.

Die Beamten der "Ermittlungsgruppe Relegation" bitten bei ihrer Arbeit auch um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer Beobachtungen gemacht hat, die zur weiteren Identifizierung von Straftätern beitragen können, wird unter Telefon 0721/939-4320 um seine Meldung gebeten.

Siehe auch:

KSC-Randale: "Mit Abstand das heftigste, was ich im Wildpark erlebt habe"

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